Nie­ders­feld ein Dorf der Feste

18. Februar 2013
von Redaktion

Stadt­schüt­zen­ver­samm­lung blick­te auf das Fest­jahr 2012 zurück

Stadtversammlung-NiedersfelWin­ter­berg Nie­ders­feld (Hoch­sauer­land) Mehr als 150 Schüt­zen aus dem gesam­ten Stadt­ge­biet ver­sam­mel­ten sich zur Stadt­ver­bands­ver­samm­lung der Schüt­zen­bru­der­schaf­ten, ‑ver­ei­ne und –gesell­schaf­ten in der Nie­ders­fel­der Schüt­zen­hal­le. Herz­lich begrüßt wur­den die­se von Bru­der­meis­ter Hei­ner Schlei­mer und Orts­vor­ste­her Heinz Schmidt, der sich freu­te, dass die Schüt­zen nach 2012 und 2013 auch im Jahr 2014 ihre Stadt­ver­samm­lung in Nie­ders­feld abhal­ten. Das ent­spricht den gül­ti­gen Rege­lun­gen, denn tur­nus­ge­mäß war Nie­ders­feld Ver­samm­lungs­ort in 2012. Auf­grund der Aus­rich­tung des Stadt­schüt­zen­fes­tes waren es die Nie­ders­fel­der aber­mals in die­sem Jahr und weil der Stadt­schüt­zen­kö­nig Gui­do Wid­litz­ki sei­ne Hei­mat im Hit­ten­dorf hat, wird auch die kom­men­de Ver­samm­lung am ers­ten Ort an der Ruhr stattfinden.

 

Eine gro­ße Rie­ge saß der Ver­samm­lung vor. Der ev. Pfar­rer Mat­thi­as Glei­be, Vikar Tomasz Kukul­ka, Stadt­schüt­zen­kö­nig Gui­do Wid­litz­ki, Stadt­jung­schüt­zen­kö­nig Lukas Sauer­wald gehör­ten eben­so zu den Ehren­gäs­ten, wie Bür­ger­meis­ter Wer­ner Eick­ler, Orts­vor­ste­her Heinz Schmidt, Kreis­de­le­gier­ter Gui­do Mey­er, Stadt­jung­schüt­zen­spre­cher Felix Schul­ten und Kreis­kö­nig Tho­mas Krüger.

 

Prä­ses Dia­kon Rudolf Kret­zer erin­ner­te in sei­nem Gruß­wort an die Ver­gäng­lich­keit des Men­schen. Für die­se Gedan­ken stün­de vor allem der Aschermittwoch.

 

Bür­ger­meis­ter Wer­ner Eick­ler beton­te die beson­de­re Ver­bun­den­heit der Stadt Win­ter­berg mit den Ver­ei­nen und ins­be­son­de­re den Schüt­zen­ver­ei­ni­gun­gen. Viel­fach habe die Stadt ihre gute Part­ner­schaft unter Beweis gestellt. Er nann­te zahl­rei­che Bei­spie­le, bei denen die Stadt die Ver­ei­ne in ihren Auf­ga­ben unter­stütz­te. Beson­ders die Anstren­gun­gen um die Unter­hal­tung der ver­eins­ei­ge­nen Hal­len hob Eick­ler hervor.

 

Hart ins Gericht ging Eick­ler mit den wach­sen­den Anfor­de­run­gen an die Ver­ei­ne durch die Gesetz­ge­ber in Land und Bund. Vie­le Vor­schrif­ten schlü­gen über das Ziel hin­aus und sei­en für die ehren­amt­lich täti­gen Vor­stän­de fast unlös­ba­re und auch unbe­zahl­ba­re Anfor­de­run­gen. Das erschwe­re die Orga­ni­sa­ti­on vor allem bei so gro­ßen Fes­ten wie das Kreis- oder Stadt­schüt­zen­fest, aber auch bei jedem ört­li­chen Schüt­zen­fest. Eick­ler fand für die Orga­ni­sa­ti­on des letzt­jäh­ri­gen Stadt­schüt­zen­fes­tes loben­de Wor­te für die Nie­ders­fel­der Schüt­zen und die­se erhiel­ten dafür Applaus aus der Versammlung.

 

Ord­nungs­amts­chef Andre­as Hes­ter gab eini­ge Hin­wei­se zur Umset­zung des Nicht­rau­cher­schutz­ge­set­zes. Durch das Anbrin­gen von Nicht­rau­cher-Schil­dern und Hin­wei­sen auf den Aus­hän­gen sol­len die Gäs­te im Vor­feld schon auf die neu­en Rege­lun­gen hin­ge­wie­sen wer­den. Kon­kre­te Hand­lungs­emp­feh­lun­gen des Minis­te­ri­ums stün­den aber noch aus. Unsi­cher­hei­ten bei der Durch­set­zung des Nicht­rau­cher­schut­zes bestehen, was Rück­fra­gen aus der Ver­samm­lung bele­gen, sehr vie­le. Letzt­lich ist näm­lich der Ver­an­stal­ter und damit der Ver­ein für die Durch­set­zung eines sol­chen Ver­bo­tes zuständig.

 

Gui­do Mey­er, Ver­tre­ter des Stadt­ver­ban­des im Kreis­schüt­zen­bund Bri­lon, berich­te­te von einem akti­ven Schüt­zen­jahr auf Kreis­ebe­ne und von zahl­rei­chen Ter­mi­nen im In- und Aus­land. Ein brei­tes Spek­trum arbei­te­te der Kreis­vor­stand ab, von Ordens­ver­lei­hun­gen bis hin zu Stel­lung­nah­men zu Geset­zes­in­itia­ti­ven, von Schieß­wett­be­wer­ben bis hin zu Jung­schüt­zen­ta­gen. Mey­er berich­te­te auch von den Bemü­hun­gen der Schüt­zen, kon­fes­si­ons­über­grei­fen­de Got­tes­diens­te bei den Schüt­zen­fes­ten zu ermög­li­chen. Er erläu­ter­te dahin­ge­hend noch ein­mal die bestehen­den Rege­lun­gen der kath. Kirche.

 

Hier­zu wur­de auch zum Ende der Ver­samm­lung noch ein­mal dis­ku­tiert, denn es ist gro­ßer Wunsch der Schüt­zen, gemein­sam mit evan­ge­li­schen und katho­li­schen Gläu­bi­gen einen Got­tes­dienst zum Schüt­zen­fest zu fei­ern. Beson­ders zu den Sonn­ta­gen sei die­ses aber bis­her nicht möglich.

 

Stadt­jung­schüt­zen­spre­cher Felix Schul­ten blick­te auf die Akti­vi­tä­ten der Jung­schüt­zen­ab­tei­lun­gen zurück und resü­mier­te die Schieß­wett­be­wer­be und den Jung­schüt­zen­tag des ver­gan­ge­nen Jahres.

 

Da kei­ne Anträ­ge im Vor­feld der Ver­samm­lung ein­ge­reicht wur­den, war die­ser Tages­ord­nungs­punkt schnell abgehandelt.

 

Die Eger­land-Beset­zung der Blas­mu­sik Nie­ders­feld sorg­te in den Bera­tungs­pau­sen für die musi­ka­li­sche Umrah­mung der Ver­samm­lung und brach­te schö­ne Schüt­zen­fest­stim­mung in die Dorfhalle.

 

In Erin­ne­run­gen schwelg­te Bru­der­meis­ter Hei­ner Schlei­mer beim Rück­blick auf das Stadt­schüt­zen­fest im ver­gan­ge­nen Herbst in Nie­ders­feld. Er blick­te auf den Got­tes­dienst mit Dia­kon Rudolf Kret­zer, auf den fei­er­li­chen gro­ßen Zap­fen­streich an der Aga­tha-Grot­te und natür­lich auf die span­nen­den Schie­ßen der Majes­tä­ten an der Vogel­stan­ge im Stein. Ein gro­ßes Dan­ke­schön rich­te­te Schlei­mer an alle, die zum Gelin­gen des schö­nen Stadt­schüt­zen­fes­tes bei­getra­gen haben.

 

Die Ter­mi­ne des Jah­res 2013 began­nen mit einem Blick in das Jubi­lä­ums­jahr der Nie­ders­fel­der Schüt­zen, wel­ches mit gro­ßen und klei­nen Ver­an­stal­tun­gen im Jah­res­ver­lauf auf­war­tet. Hei­ner Schlei­mer blick­te schon ein­mal auf das Jubi­lä­ums­fest am 7. und 8. Sep­tem­ber in Nie­ders­feld. Gui­do Mey­er nann­te Ter­mi­ne auf Stadt‑, Kreis- und Bun­des­ebe­ne und ging auf eini­ge beson­de­re Ter­mi­ne der Ver­ei­ne ein.

 

Mit dem Deutsch­land­lied, gespielt von den Musi­ke­rin­nen und Musi­kern der Blas­mu­sik Nie­ders­feld und unter­stützt durch den Gesang der anwe­sen­den Schüt­zen ende­te die Ver­samm­lung nach rund 90 Minu­ten. Somit blieb aus­rei­chend Zeit, um Kon­tak­te zu pfle­gen und man­ches Gespräch zu führen.

 

Eini­ge Ein­drü­cke aus dem Stadt­schüt­zen­jahr 2012 gibt es unter http://​www​.125​-jah​re​.nie​ders​feld​.info/.