Nicht mehr als Kamellen zu Karneval – RC Sorpesee lässt Chancen gegen Dingden ungenutzt

Sundern – Langscheid. Sorpesee (Hochsauerland) „Wenn es einmal nicht läuft, dann aber auch richtig!“ dieses einfache Statement von RCS Physiotherapeutin Anne Schmitz traf den Nagel am vergangenen Karnevalssamstag treffend auf den Kopf. Wieder einmal hatte das Team vom Sorpesee es geschafft exakt so gut zu spielen, dass am Ende gerade eben keine Punkte verbucht werden konnten. 1:3 das nach Einführung der drei Punkte Regel unglücklichste alle Resultate. Ein 1:3 das das Dilemma des wieder einmal bis zum letzten Punkt kämpfenden Teams in dieser Saison zusammenfasst: Man arbeitet hart und am Ende schenkt man die Punkte dann doch allzu einfach an die Gegner. Nutznießer in diesem Fall ein abwehr- und sicherungsstarkes Team aus Dingden um ihre MVP Spielerin Katrin Kappmeyer.
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Der erste Satz sah ein Spiel auf Augenhöhe im trotzt Karnevalsfeiern mit fast 300 Zuschauern gut gefüllten Schulzentrum. Der RCS startete nervös und sah sich beim 16:19 stark unter dem Druck der guten Dingdener Aufschläge. Beim 20:21 aber war die Lücke fast geschlossen und die lautstarke Unterstützung sollte dem Satz die erhoffte Wende bringen. Genau in dieser Phase aber machten vier Punkte in Folge ohne großes Hinzutun der Gäste den Ambitionen einen Strich durch die Rechnung. Der Ausgang des Spiels ist schnell erklärt wenn man die Duplizität der Ereignisse in Satz drei hinzunimmt. Auch hier steht es 20:21 aus Sicht des RCS und ein 4:1 Lauf mit einfachen Annahme und Angriffsfehlern bringen den Gästen auch diesen Durchgang. In Satz vier zeigte der RC Sorpesee zwar großen Kampfgeist, konnte die Aussetzer im Annahme und Abwehrverbund jedoch nicht abstellen. Zudem spielte die wechselhafte Aufschlagleistung der Sauerländerinnen den Gästen aus Dingden in die Karten, die sich nach 115 Minuten über drei weitere Punkte und den damit verbundenen Klassenerhalt freuen durften. Kämpferisch aber gab man sich auch auf Seiten des RC Sorpesee. „Keinen Punkt kampflos hergeben!“ so die ausgegebene Devise für die verbleibenden fünf Partien in der zweiten Bundesliga.
Dass etwas gehen kann zeigte das Team um die verbesserte MVP Regisseurin Lara Drölle nämlich auch im zweiten Satz des Karnevalssamstags. Auch hier war nicht alles Gold was glänzte aber der Kopf war wach und vor allem die Aufschlagleistung zeigte Wirkung im Annahmeverbund der Blau-Weißen aus Dingden. Nora Anders und Michelle Henkies brachten frischen Wind von der Bank und der RCS zog sein Spiel durch, trotz vergebenen Satzballs beim 24:22 behielt das Team einen kühlen Kopf und sicherte sich den zwischenzeitlichen Satzausgleich. Alle Chancen beim 1:1, die der RCS in der Folge aber nicht zu nutzen wusste.
So konnte man sich nach dem Spiel auch unter den befreundeten Trainern schnell einigen: „Ein verdienter und unaufgeregter Sieg mit starker Leistung der Dingdenerinnen!“ Auf Seiten der Gastgeberinnen aber ein Umfeld für Volleyball am Sorpesee das auch in dieser Situation wieder wie eine Eins hinter einer Mannschaft steht und hoffentlich bis zum Saisonende stehen wird. Zu Karneval konnte das Team freilich nur einige Kamelle in Form von schicken Fan-Shirts zurückgegeben. Zwei Chancen aber bleiben auch daheim noch ein Geschenk in Form von Punkten beizusteuern.
Für den RCS aktiv: Nora Anders, Lara Drölle, Laura Feldmann, Nicole Freiburg, Michelle Henkies, Lisa Hennecke, Leonie Hoffmann, Theres Lübke, Kirsten Platte, Katharina Schulte-Schmale, Kim Spreyer, Lena Vedder, Vanessa Vornweg, Physiotherapeutin Anne Schmitz, Co-Trainerin Henrike Axt und Co-Trainer Linus Tepe.
Christoph Rech hat mal wieder ein paar tolle Bilder geschossen und stellt sie uns zur Verfügung, danke dafür!