MdB Ehren­berg trifft stell­ver­tre­ten­den Sun­derner Bür­ger­meis­ter Laufmöl­ler in Berlin

26. März 2013
von Redaktion

EU-Frei­zü­gig­keit und NPD-Ver­bots­an­trag waren Themen

BerlinSun­dern (Hoch­sauer­land) Einer Ein­la­dung des FDP-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Hans-Wer­ner Ehren­berg folg­te jetzt das Sun­derner Rats­mit­glied und stell­ver­tre­ten­der Bür­ger­meis­ter der Stadt Sun­dern, Rüdi­ger Laufmöller.

 

Ehren­berg sitzt als Nach­fol­ger von Chris­ti­an Lind­ner, der als Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der in den NRW-Land­tag gewech­selt war, im Deut­schen Bundestag.

Der hei­mi­sche Abge­ord­ne­te zeig­te dem Besuch aus Sun­dern Ein­bli­cke in sei­ne Arbeit.

 

Ehren­berg ist für die FDP-Frak­ti­on im aus­wär­ti­gen Aus­schuss und besuch­te bereits die Tür­kei, Mit­tel­ame­ri­ka und den Irak. Als nächs­te poli­ti­sche Rei­se steht Kasach­stan auf dem Programm.

 

Rüdi­ger Laufmöl­ler erhielt aber auch Ant­wor­ten zu aktu­el­len poli­ti­schen Fragen.

 

So wur­de mit dem FDP-Abge­ord­ne­ten dis­ku­tiert, ob ein NPD-Ver­bot ziel­füh­rend sei.

Ehren­berg bekräf­tig­te die Hal­tung sei­ner Par­tei, die gro­ße Zwei­fel an einem Ver­bots­an­trag habe und mehr Risi­ken als Chan­cen dar­in sähe.

Die Libe­ra­len sind nach inten­si­ver Dis­kus­si­on zu dem Schluss gekom­men, dass ein wei­te­res Schei­tern vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt wie 2003 nicht noch ein­mal ris­kiert wer­den dür­fe. „Dumm­heit kön­ne nicht ver­bo­ten wer­den, son­dern müs­se anders bekämpft wer­den“, so der Stand­punkt von Ehrenberg.

 

Beim The­ma der erwei­ter­ten Frei­zü­gig­keit von Rumä­nen und Bul­ga­ren ab 2014 äußer­te Rüdi­ger Laufmöl­ler Beden­ken: „Schon jetzt haben eini­ge Kom­mu­nen aber auch die Poli­zei Pro­ble­me mit den Zuwan­de­rern aus die­sen Län­dern. Ich befürch­te dass die­ses Pro­blem ab 2014 noch ein­mal zuneh­men wird. Ich ver­mis­se prä­ven­ti­ve Bemü­hun­gen sei­tens der Politik“.

 

Ehren­berg:

„Ich mache mir Sor­gen um den Zustand der Rechts­staat­lich­keit in Rumä­ni­en, denn Rumä­ni­en bleibt der Kri­sen­staat auf dem Bal­kan. Die Regie­rung in Buka­rest muss deut­li­che Fort­schrit­te prä­sen­tie­ren, ansons­ten rückt eine EU-Mit­glied­schaft in wei­te Fer­ne. Ein Bei­tritt Rumä­ni­ens und Bul­ga­ri­ens kommt der­zeit nicht infra­ge, denn die Mit­glied­schaft im Schen­gen­raum ist an bestimm­te Vor­aus­set­zun­gen geknüpft. Was die ver­ein­bar­te Frei­zü­gig­keit 2014 anbe­langt, so mache ich mir vor die­sem Hin­ter­grund gro­ße Sor­gen. Ich emp­feh­le drin­gend, den Dia­log mit Bul­ga­ri­en und Rumä­ni­en schnellst­mög­lich zu inten­si­vie­ren, damit wir 2014 kei­ne Kata­stro­phe erleben.”

 

 

Letzt­lich wur­de das lei­di­ge The­ma „Schüt­zen­vö­gel“ noch ein­mal angesprochen.

Laufmöl­ler hofft, dass die von den Schüt­zen­bru­der­schaf­ten hef­tig kri­ti­sier­te Rege­lung der „Mini­vö­gel“, die mitt­ler­wei­le revi­diert ist, nicht nur vor­über­ge­hend Bestand haben wird son­dern fest­ge­schrie­ben wird. Ehren­berg sag­te zu sich hier­für wei­ter­hin einzusetzen.