„Mam­mut­an­fra­ge“ der SBL zum The­ma „Bestim­mung ange­mes­se­ner Unter­kunfts­kos­ten“

13. Juni 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. SBL-Kreis­tags­mit­glied Rein­hard Loos rich­te­te am 02.

Juni eine umfang­rei­che Anfra­ge an die Kreis­ver­wal­tung mit der Über­schrift „Schlüs­si­ges Kon­zept zur Bestim­mung ange­mes­se­ner Unter­kunfts­kos­ten im SGB II + XII“.

 

Und zwar hat der Hoch­sauer­land­kreis mit der Vor­la­ge 8/834 vom 29. Mai einen Beschluss­vor­schlag für die Sit­zun­gen des Sozi­al­aus­schus­ses (am 12.

Juni) und des Kreis­tags (am 21. Juni) vor­ge­legt, dem sich das Kreis­tags­mit­glied von der Sauer­län­der Bür­ger­lis­te so nicht anschlie­ßen möch­te. Die vor­ge­schla­ge­ne Beschluss­fas­sung hät­te für die Emp­fän­ger von Grund­si­che­rungs­leis­tun­gen erheb­li­che nega­ti­ve Kon­se­quen­zen, weil sich die Ober­gren­zen für die anzu­er­ken­nen­den Mie­ten um teil­wei­se mehr als 15% redu­zie­ren wür­den. Zudem bemän­gelt Rein­hard Loos, dass die Zeit­span­ne für die inhalt­li­che Prü­fung des Kon­zepts zu knapp sei und, dass die Daten für die erho­be­nen Mie­ten nicht trans­pa­rent wären. Und die Grup­pen­bil­dung ist nicht nach­voll­zieh­bar; so sol­len laut Kon­zept-Ent­wurf in Hal­len­berg die­sel­ben Mietor­ber­gren­zen gel­ten wie in Bri­lon.

 

Das Kreis­tags­mit­glied der Sauer­län­der Bür­ger­lis­te kon­fron­tier­te die Kreis­ver­wal­tung nun mit ins­ge­samt 37 Fra­gen, geglie­dert in die Berei­che Samm­lung der Basis­da­ten, Ver­tei­lung der Basis­da­ten, Metho­di­sche Aus­sa­ge der Autoren, Anwen­dung der Ergeb­nis­se, Urtei­le und Kos­ten. Das von einer Ham­bur­ger Fir­ma erar­bei­te­te soge­nann­te “schlüs­si­ge Kon­zept” weist auch erheb­li­che Defi­zi­te hin­sicht­lich der ange­wand­ten Metho­dik auf.

Aktu­el­le Sozi­al­ge­richts-Urtei­le stel­len deut­lich höhe­re Anfor­de­run­gen an die Gestal­tung eines sol­chen Kon­zepts. Wegen der erheb­li­chen Aus­wir­kun­gen auf die finan­zi­el­le Situa­ti­on der Betrof­fe­nen soll­ten die Gre­mi­en des Kreis­tags dar­auf ach­ten, dass die Mie­ten auf soli­der Grund­la­ge erho­ben wer­den. Auch nach Gesprä­chen mit Ver­tre­tern aus ande­ren Krei­sen, in denen die­sel­be Ham­bur­ger Fir­ma tätig war, ent­steht der Ein­druck, dass sie die Auf­trä­ge für die Erstel­lung der Stu­di­en mit der Zusa­ge erlangt haben könn­te, “Dum­ping-Mie­ten” fest­zu­stel­len.

Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)