Leser­brief: Wochen­end­ge­bie­te Ame­cke, klei­ne Ände­rung

24. Mai 2013
von Redaktion

Sun­dern Ame­cke (Hoch­sauer­land) Sor­pe­see. Dass die Bewoh­ner der Wochen­end­häu­ser in Ame­cke ein berech­tig­tes Inter­es­se dar­an haben, den  ille­ga­len Wohn­zu­stand  zu  legalisieren,ist ver­ständ­lich und es muss end­lich eine Lösung in die­ser Fra­ge geben. Aber war­um  wur­den denn eigent­lich die  Bau­ge­bie­te *Am Roden*, *Am Hude­weg*, *An der Hes­pe* und *Am West­ufer* ursprüng­lich pla­ne­risch als Wochen­end­haus­ge­bie­te fest­ge­setzt? Wohn­ge­bie­te waren dort nicht durch­setz­bar, weil lan­des­pla­ne­risch im unmit­tel­ba­ren Ufer­be­reich nicht erwünscht. Oder glaub­te etwa pla­ne­risch jemand, dass ein so gro­ßer Bedarf an Wochen­end­häu­sern in Ame­cke bestand? Da offen­sicht­lich kein Bedarf an Feri­en­häu­sern vor­han­den war,wurde die schlei­chen­de Umwand­lung der Wochen­end­ge­bie­te von vor­ne­her­ein in Kauf genom­men. Kon­se­quent daher, dass  nun die CDU den Antrag stellt,  die Wochen­end­haus­ge­biet in nor­ma­le Wohn­ge­bie­te umzu­wan­deln. Die Bezirks­re­gie­rung sieht das gan­ze Ver­fah­ren *unter dem Aspekt der Prä­ze­denz­wir­kung für ande­re Fäl­le von schlei­chend umge­nutz­ten Feri­en­haus­ge­bie­ten in der Pla­nungs­re­gi­on Arns­berg.* Viel­leicht auch schon vor­aus­schau­end eine Prä­zen­denz­wir­kung für die geplan­te Feri­en­haus­an­la­ge? Auch dort han­delt es sich um eine Flä­che von 30 ha Wald­land im unmit­tel­ba­ren Ufer­be­reich, die nie­mals einer nor­ma­len Bebau­ung zuge­führt wer­den könn­ten. Durch den auf­ge­stell­ten Bebau­ungs­plan aller­dings wur­de die­se Flä­che in Bau­land umge­wan­delt, zwar noch mit der Zweck­bin­dung Feri­en­haus­an­la­ge, aber dass, was bis­her als mög­li­ches Betrei­ber­mo­dell der Feri­en­haus­an­la­ge vor­ge­stellt wur­de, ist mehr als dürf­tig und die Fra­ge was mit Freibad/Mehrzweckhalle ist, ist offen­sicht­lich noch voll­kom­men offen. Die Fir­ma Dor­mio, als mög­li­cher Betrei­ber, hat dazu in der letz­ten Rats­sit­zung wenig kon­kre­tes vor­stel­len kön­nen.  Auch eine angeb­lich vor­lie­gen­de Wirt­schaft­lich­keits­be­rech­nung wur­de dem Rat nicht vor­ge­stellt und liegt wei­ter­hin im stil­len Käm­mer­chen im Rat­haus­platz 7.  Und dass, obwohl schon seit 2009 ein gül­ti­ger Bebau­ungs­plan vor­liegt, der es jedem Inves­tor, nach  pri­vat­recht­li­chem – Erwerb der Grund­stü­cke ermög­licht eine Feri­en­haus­an­la­ge inner­halb der Fest­set­zun­gen zu errich­ten. Offen­sicht­lich ist dabei eine Par­zel­lie­rung und ein Ver­kauf der ein­zel­nen  Grund­stü­cke an Pri­vat­an­le­ger oder einen Fonds geplant. Ob das viel­leicht auch dazu füh­ren könn­te, dass die Häu­ser schlei­chend  als Wohn­sit­ze genutzt wer­den könn­ten? Oder was ist,wenn sich her­aus­stellt, das die *gehei­me* Wirt­schaft­lich­keits­be­rech­nung mehr auf Luft­schlös­sern als auf Fak­ten beruht und das Haupt­ge­schäft viel­leicht auf einem Grund­stücks­ge­schäft besteht? Dazu der Bür­ger­meis­ter: *Einen dau­er­haf­ten Erst- und Zweit­wohn­sitz in die­sem Gebiet schließt der gül­ti­ge Bebau­ungs­plan mit der Fest­set­zung *Son­der­ge­biet Feri­en­park* zudem kate­go­risch aus.* Auch die Bebau­ungs­plä­ne *Am Roden*, *Am Hude­weg*, *An der Hes­pe* und *Am West­ufer* schlos­sen Erst­wohn­sit­ze kate­go­risch aus. Des­we­gen  nun der Antrag der CDU auf Umwand­lung der Gebie­te in Dau­er­wohn­ge­bie­te!

Mat­thi­as Schul­te- Huer­mann Rats­mit­l­gied Bünd­nis 90/Die Grü­nen

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