- LESER­BRIEF – Reak­ti­vie­rung der Röhr­tal­bahn ist über­fäl­lig!

20. Oktober 2018
von Redaktion

Um Sun­dern lang­fris­tig an das Ruhr­ge­biet anbin­den zu kön­nen benö­tigt man eine Bahn­an­bin­dung nach Dort­mund und Hagen. Als Berufs­pend­ler kämp­fe ich täg­lich mit den Tücken des Sun­derner ÖPNV. Ver­spä­tet sich der Bus, hän­ge in Neheim fest. Um pünkt­lich zur Arbeit zu kom­men muss ich also immer eine Stun­de mehr ein­pla­nen.   Fakt ist, dass die Stra­ßen mehr als über­füllt sind und die­se Ent­wick­lung auch mit E‑Mobilität nicht zurück­ge­hen wird. Daher ist eine Reak­ti­vie­rung der Röhr­tal­bahn not­wen­dig um unse­re Stra­ßen zu ent­las­ten. Pro­fi­tie­ren wür­den Schü­ler, Stu­den­ten, Berufs­pend­ler, älte­re oder erkrank­te Men­schen und auch der Tou­ris­mus der Stadt.  Selbst Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren von der Bahn, Tou­ris­ten errei­chen Sun­dern ohne eige­nes Fahr­zeug mit Bahn, Berufs­pend­ler kön­nen eine Stre­cke fah­ren, aber zurück mit der Bahn.
Das die Bahn­tras­se sich wirt­schaft­lich rech­nen kann ist bereits im Jahr 2011 in einer Stu­die bewie­sen wor­den. Von den zwei Stre­cken, die neben der Röhr­tal­bahn zur Reak­ti­vie­rung vor­ge­se­hen sind schnitt die Röhr­tal­bahn am bes­ten ab, so das bereits am Bahn­hof Neheim Hüs­ten ein 3. Bahn­steig gebaut wur­de. Aber eine neue Stu­die, ist unver­ständ­li­cher Wei­se vom Rat zurück­ge­stellt wor­den. War­um?
Ein bes­tes Bei­spiel für eine Reak­ti­vie­rung sieht man im 38 km ent­fern­ten Lüden­scheid, wo man nicht nur mit dem Zug nach Hagen oder Dort­mund kommt, son­dern auch seit Dezem­ber 2017 direkt nach Köln.
Auch wür­de eine Reak­ti­vie­rung der Röhr­tal­bahn der obe­ren Ruh­tal­bahn gut zu Gesicht ste­hen bei einer mög­li­chen Elek­tri­fi­zie­rung der Ste­cke, denn jeder Kilo­me­ter der befah­ren wird im Sauer­land hilft dafür bei umwelt­freund­li­cher zu wer­den.

Chris­toph Klin­ner, Sun­dern

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