Leser­brief an Dorf​in​fo​.de – Was­ser­schutz­zo­ne Dörnholthausen

13. Juli 2013
von Redaktion

Leser­brief an Dorf​in​fo​.de – Was­ser­schutz­zo­ne Dörnholthausen

Für fast 700000,- Euro wur­de auf Kos­ten der Gebüh­ren­zah­ler in Sun­dern der neue Hoch­be­häl­ter in Dörn­holt­hau­sen errich­tet. Eine auf­wen­di­ge Fil­tra­ti­ons­an­la­ge rei­nigt das Was­ser- Dörn­holt­hau­sen und der größ­te Teil Sto­ck­ums bekom­men dadurch sau­be­res und kalk­ar­mes Quell­was­ser aus dem Wald­ge­biet der Homert. Bei einem Tag der offe­nen Tür wur­den nun die auf­wen­di­igen Rei­ni­gungs­stu­fen gezeigt: Mit einer hoch­mo­der­nen Fil­tra­ti­ons­an­la­ge wer­den kleins­te Schmutz­par­ti­kel­chen aus dem Wass­re gefil­tert. In einer nach­ge­schal­te­ten UV Anla­ge wird das Was­ser des­in­fi­ziert. Auf­wen­di­ge und teu­re Tech­nik für eine klei­ne Was­ser­gin­nungs­an­la­ge mit­ten im Wald. Für die­se teu­re Anla­ge bean­trag­ten die Grü­nen schon 2009 die Aus­wei­sung einer Was­ser­schutz­zo­ne (Antrag sie­he unten) um die Umwelt zu scho­nen und den Schmutz­ein­trag zu ver­hin­dern.  Das was eigent­lich Geschäft der lau­fen­den Ver­wal­tung sein soll­te, ist aller­dings bis heu­te nicht erfolgt: In der letz­ten Kreisum­welt­aus­schus­sit­zung begrün­de­te der zustän­di­ge Amts­lei­ter die Untä­tig­keit in der Sache damit, dass das Per­so­nal feh­le: Zwar lägen alle Gut­ach­ten vor, doch für die Ver­hand­lun­gen mit den Grund­stücks­ei­gen­tü­mern zur Umset­zung feh­le das not­wen­di­ge und fach­ge­schul­te Per­so­nal. Auch beim Amts­lei­ter der Stadt Sun­dern ver­weist man auf Per­so­nal­man­gel: Die Gut­ach­ten lägen auch dort zur Stel­lung­nah­me vor, aber aus Zeit- und Per­so­nal­grün­den sei es bis­her nicht mög­lich gewe­sen dazu Stel­lung zu neh­men.  Der­weil hat die Wald­um­wand­lung in dem Bereich erheb­lich zuge­nom­men: Wäh­rend es frü­her ein rei­nes Wald­ge­biet war haben heu­te die Mono­schnitt­grün­kul­tu­ren die Ober­hand gewon­nen: In den Berei­chen  wo frü­her kein Che­mi­ka­li­en und Dün­ge­mit­tel­ein­satz vor­kam sind sie zum Regel­fall gewor­den. Dem Ver­neh­men nach wüh­len  der/​die ent­spre­chen­den Grund­stücks­ei­gen­tü­mer der Schnitt­grün­kul­tu­ren  beim Land, damit der Zustand so blei­ben kann und sie ihre Mono­kul­tu­ren noch aus­wei­ten kön­nen. Der Steu­er­zah­ler hat ja die teu­re Anla­ge auch finan­ziert, da kann das Gift ja unge­stört wei­ter in die Schnitt­grün­mo­no­kul­tu­ren gekippt werden.

Mat­thi­as Schul­te- Huer­mann Rats­mit­glied Bünd­nis 90/​Die Grü­nen SKB SBL- Frak­ti­on im Kreisumweltausschuss

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