„Kunst der Fuge – Kunst der Improvisation“

28. Februar 2013
von Redaktion

Alek­san­dra & Alex­an­der Grych­tolik an zwei Cembali

Aleksandra-und-Alexander-GrMesche­de. Die Bach´schen Wer­ke haben es ihnen ange­tan, genau wie die baro­cke Impro­vi­sa­ti­ons­pra­xis. Alek­san­dra und Alex­an­der Grych­tolik musi­zie­ren nicht nur an zwei Cem­ba­li, sie expe­ri­men­tie­ren auch, pro­bie­ren aus, schaf­fen mit bewähr­ten Tas­ten Neu­es. Am kom­men­den Frei­tag, 8. März, ist das Musi­ker­paar um 20 Uhr in der Mesche­der Stadt­hal­le zu Gast.

 

„Bachs Musik ist für mich wie eine zwei­te Mut­ter­spra­che“, for­mu­liert Alex­an­der Fer­di­nand Grych­tolik sei­nen schöp­fe­ri­schen Zugang zu den Wer­ken des gro­ßen Barock­kom­po­nis­ten. „Im Zusam­men­tref­fen von Inter­pre­ta­ti­on, Impro­vi­sa­ti­on und Kom­po­si­ti­on bekom­men wir ein ganz­heit­li­ches Ver­ständ­nis von die­ser groß­ar­ti­gen Musik und ihrer Entstehung.“

 

Alex­an­der Grych­tolik, 1980 in Ber­lin gebo­ren, stu­dier­te Cem­ba­lo bei Bern­hard Klapp­rott an der Musik­hoch­schu­le in Wei­mar und schloss par­al­lel dazu ein Archi­tek­tur­stu­di­um an der Wei­ma­rer Bau­haus-Uni­ver­si­tät ab. Sein Cem­ba­lo­stu­di­um setz­te er dann am König­li­chen Kon­ser­va­to­ri­um in Brüs­sel bei Fré­dé­rick Haas fort.

 

Um ange­hen­de Orga­nis­ten auf ihre kir­chen­mu­si­ka­li­sche Tätig­keit an Barock­or­geln vor­zu­be­rei­ten, hat­te Alex­an­der Grych­tolik einen deutsch­land­weit erst­ma­li­gen Lehr­auf­trag für „Baro­cke Impro­vi­sa­ti­ons­pra­xis an der Musik­hoch­schu­le in Wei­mar inne. Wei­te­re Lehr­tä­tig­keit führ­te ihn u. a. an die Musik­hoch­schu­le in Frank­furt am Main.

 

Sei­ne Frau Alek­san­dra Mag­da­le­na Grych­tolik gehör­te nach dem Fall des „Eisern Vor­hangs“ zur ers­ten Cem­ba­lis­ten­ge­nera­ti­on in Polen, die sich inten­siv mit his­to­ri­scher Auf­füh­rungs­pra­xis aus­ein­an­der­setz­te. „In der Musik des 17. und 18. Jahr­hun­derts tref­fen die euro­päi­schen Natio­nal­strö­mun­gen auf­ein­an­der, und außer­dem spürt man eine beson­de­re Tran­szen­denz. Das hat mich schon immer fas­zi­niert“, beschreibt Alek­san­dra Grych­tolik ihren Weg zur Musik die­ser Epoche.

 

Kar­ten für das Kul­tur­ring-Kon­zert kos­ten 15 Euro (außer­dem gibt es ermä­ßig­te Kar­ten) und sind in den Mesche­de Bür­ger­bü­ros (Tel.: 0291/205–136) und an der Abend­kas­se erhältlich.