Kreis­aus­län­der­amt und der Fall Her­ceg

18. Oktober 2013
von Redaktion

Kreis­aus­län­der­amt und der Fall Her­ceg
Hoch­sauer­land­kreis. Bri­lon. Mesche­de. In einem Schrei­ben vom 16.10.2013 an das SBL-Kreis­tags­mit­glied hat das Aus­län­der­amt die Ver­öf­fent­li­chung der Pres­se­mit­tei­lung des Soli­da­ri­täts­grup­pe Her­ceg auf den Inter­net­sei­ten der SBL bean­stan­det. Dazu hat Rein­hard Loos geant­wor­tet:
“Sehr geehr­te Damen und Her­ren des Kreis­aus­län­der­am­tes!
Ihr Schrei­ben vom 16.10.2013 haben wir erhal­ten. Uns lie­gen zum Fall Her­ceg eini­ge Unter­la­gen vor (wenn auch bis­her nicht alle), und wir haben selbst mit dem Ehe­paar Her­ceg län­ge­re Gesprä­che geführt.
Aus den uns vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen ergibt sich, dass Ihr Schrei­ben vom 16.10.2013 stel­len­wei­se unrich­tig ist, dass eini­ge Sach­ver­hal­te unrich­tig dar­ge­stellt wer­den (z.B. hin­sicht­lich der Sprach­kennt­nis­se von Frau Her­ceg), dass die Beur­tei­lung der medi­zi­ni­schen Situa­ti­on von Frau Her­ceg unrich­tig ist, und dass außer­dem aktu­el­le und wich­ti­ge Sach­ver­hal­te uner­wähnt blei­ben, z.B. die auch im WDR-Fern­se­hen vom Arbeit­ge­ber geäu­ßer­te Absicht an einer Fort­set­zung der unbe­fris­te­ten Beschäf­ti­gung von Herrn Her­ceg.
Wie schon öfters in der­ar­ti­gen Fäl­len, läßt sich auch die Beur­tei­lung der straf­recht­li­chen Rele­vanz nicht nach­voll­zie­hen, wenn man die nähe­ren Umstän­de betrach­tet.
Sehr irri­tie­rend ist wei­ter­hin, dass sich die Argu­men­ta­ti­on mehr­fach auf Aus­sa­gen der Poli­zei Bri­lon stützt. Die Beam­ten des Poli­zei­dienst­stel­le Bri­lon haben bekannt­lich ein erheb­li­ches Glaub­wür­dig­keits­pro­blem, das von ihnen selbst sowie von der Lei­tung der Kreis­po­li­zei­be­hör­de ver­ur­sacht wur­de. Dazu ver­wei­se ich auf die umfang­rei­che Medi­en­be­richt­erstat­tung in den letz­ten Mona­ten.
Ins­be­son­de­re kön­nen wir Ihrem Schrei­ben auch nicht ent­neh­men, wel­chen aktu­el­len Anlaß es gibt, das Ehe­paar Her­ceg jetzt abzu­schie­ben; uns ist bis­her kei­ner bekannt.
Wir wer­den daher den Sach­ver­halt wei­ter prü­fen.
Mit vor­züg­li­cher Hoch­ach­tung
Rein­hard Loos”
Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)