Krea­ti­ve Kenn­zei­chen schüt­zen vor Stra­fe nicht

7. Februar 2013
von Redaktion

Bri­lon (Hoch­sauer­land) Am Mitt­woch­abend, gegen 22:00 Uhr, fiel den Poli­zei­be­am­ten aus Bri­lon im Bereich des Neh­de­ner Wegs ein grau­er Suzu­ki auf. An dem Fahr­zeug befand sich eine bunt zusam­men­ge­stell­te Mischung ver­schie­dens­ter Kenn­zei­chen. Vor­ne hat­te der Fah­rer, ein 52-jäh­ri­ger Mann aus Mesche­de, ein Kurz­zeit­kenn­zei­chen aus Kor­bach ange­bracht, wel­ches seit 2011 abge­lau­fen war. Damit das auf den ers­ten Blick nicht so auf­fällt, hat­te er die hin­te­re Jah­res­zahl ein­fach mit einem was­ser­fes­ten Stift über­schrie­ben und eine 4 dar­aus gemacht. Das soll­te den Ein­druck erwe­cken, dass das Kenn­zei­chen bis

2014 gül­tig sein soll­te. Dabei über­sah der Mann aber wohl lei­der die Tat­sa­che, dass Kurz­zeit­kenn­zei­chen gene­rell nur mit einer Gül­tig­keit von maxi­mal fünf Tagen aus­ge­ge­ben wer­den. Da er wohl aber auch nur eins die­ser Kurz­zeit­kenn­zei­chen hat­te, mach­te er hin­ten an das Fahr­zeug ein amt­li­ches Kenn­zei­chen mit HSK-Ken­nung, wel­ches mal ursprüng­lich für den Suzu­ki aus­ge­ge­ben war. Das Kenn­zei­chen war aber ent­stem­pelt. Das feh­len­de Stadt­sie­gel, als Zei­chen der Gül­tig­keit eines amt­li­chen Kenn­zei­chens, hat­te der Mesche­der kur­zer­hand mit einem gefälsch­ten Sie­gel und durch­sich­ti­gem Kle­be­band ersetzt. Die Ermitt­lun­gen erga­ben, dass das Fahr­zeug seit Novem­ber 2012 wegen feh­len­den Ver­si­che­rungs­schut­zes zur Ent­stem­pe­lung aus­ge­schrie­ben war.

Die phan­ta­sie­vol­len Kenn­zei­chen und der Fahr­zeug­schein wur­den durch die Beam­ten sicher­ge­stellt. Das Fahr­zeug wur­de abge­schleppt. Gegen den Mann wur­de Anzei­ge erstat­tet.