Kli­ni­kum Hoch­sauer­land: Kann das Lei­den bei Par­kin­son ver­zö­gert oder gestoppt wer­den?

2. Mai 2019
von Redaktion

Dr. Armin Buss, Chef­arzt der Kli­nik für Neu­ro­lo­gie, infor­miert nächs­te Woche in Mesche­de sowie in Arns­berg-Hüs­ten gemein­sam mit sei­nem Kol­le­gen Dr. Domi­nik Wes­se­ly zum The­ma „Kann das Lei­den bei Par­kin­son ver­zö­gert oder gestoppt wer­den?“ (Foto: Kli­ni­kum Hoch­sauer­land)

Hüsten/Meschede. „Die Par­kin­son-Krank­heit hat in den letz­ten Jah­ren viel von ihrem Schre­cken ver­lo­ren. Wir ver­ste­hen die Sym­pto­me von Pati­en­ten bes­ser und oft kön­nen wir die­se lin­dern. Das möch­ten wir bei unse­ren Infor­ma­ti­ons­aben­den in der nächs­te Woche ver­mit­teln“, so Dr. Armin Buss, der anläss­lich des 22. Welt-Par­kin­son-Tags gemein­sam mit sei­nem Kol­le­gen Dr. Domi­nik Wes­se­ly über neue Dia­gno­se­mög­lich­kei­ten, die Ergeb­nis­se neu­er Stu­di­en sowie über ein­fa­che Tipps und Tricks, die im All­tag hel­fen kön­nen, in Mesche­de und Hüs­ten infor­mie­ren möch­te.

In Deutsch­land leben momen­tan rund 400.000 Pati­en­ten mit der Par­kin­son­krank­heit. In 20 Jah­ren rech­nen die Exper­ten mit 800.000 bis 1,2 Mil­lio­nen Erkrank­ten. Die Schaf­fung effi­zi­en­ter, regio­na­ler Ver­sor­gungs­kon­zep­te ist daher eben­so dring­lich wie die Erfor­schung und Bekämp­fung der Erkran­kungs­ur­sa­chen, an der auch Deut­sche Par­kin­son­for­scher betei­ligt sind.

Ein Blick auf die Gene – Zahl­rei­che The­ra­pie­an­sät­ze für die ver­schie­de­nen Par­kin­son-Vari­an­ten

Ein Schlüs­sel zum Erfolg ist ein genau­es Ver­ständ­nis jener Reak­tio­nen und Signal­we­ge in den Zel­len des Erkrank­ten, die an der Ent­ste­hung und dem Ver­lauf der Krank­heit betei­ligt sind. „Bin­nen nur einer Genera­ti­on hat sich unser Wis­sen um die Par­kin­son-Krank­heit ver­viel­facht“, berich­tet Chef­arzt PD Dr. Armin Buss, der neue und bewähr­te The­ra­pie­an­sät­ze, „mit denen wir das Lei­den hof­fent­lich bald an der Wur­zel packen kön­nen“, wäh­rend der bei­den Infor­ma­ti­ons­aben­de gemein­sam mit sei­nem Kol­le­gen, Ober­arzt Dr. Domi­nik Wes­se­ly, per­sön­lich vor­stel­len wird.

Jähr­lich fin­det im Früh­jahr der Welt­par­kins­on­tag statt. Denn die Par­kin­son-Krank­heit ist eine der häu­figs­ten fort­schrei­ten­den Krank­hei­ten des Ner­ven­sys­tems. Nach und nach ster­ben dabei Ner­ven­zel­len im Gehirn ab. Auch wenn eine Hei­lung bis­lang nicht mög­lich ist, lässt sich Mor­bus Par­kin­son heut­zu­ta­ge sehr gut behan­deln.

Nächs­te Woche: Par­kin­son-Infor­ma­ti­ons­aben­de in Mesche­de und Hüs­ten

Über die Mög­lich­kei­ten die­ser medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung kön­nen sich Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sowie Ange­hö­ri­ge bei den Infor­ma­ti­ons­aben­den zum The­ma „Kann das Lei­den bei Par­kin­son ver­zö­gert oder gestoppt wer­den?“ in der nächs­ten Woche am Diens­tag, den 7. Mai im St. Wal­bur­ga-Kran­ken­haus in Mesche­de sowie am Don­ners­tag, den 9. Mai im Karo­li­nen-Hos­pi­tal in Hüs­ten infor­mie­ren. Neben leicht ver­ständ­li­chen Kurz­vor­trä­gen bei­der Medi­zi­ner gibt es aus­rei­chend Zeit für per­sön­li­che Fra­gen und indi­vi­du­el­le Gesprä­che. Beginn ist jeweils um 18.00 Uhr. Der Ein­tritt für alle Inter­es­sier­ten, Betrof­fe­nen und Ange­hö­ri­gen ist frei.

Hin­ter­grund

In der Kli­nik für Neu­ro­lo­gie am Kli­ni­kum-Stand­ort in Neheim wer­den alle Erkran­kun­gen, die sich auf das Gehirn, das Rücken­mark, die Ner­ven und die Mus­keln bezie­hen, unter­sucht und behan­delt.

Ein wesent­li­cher Schwer­punkt der neu­ro­lo­gi­schen Abtei­lung ist bei­spiel­wei­se die aku­te sta­tio­nä­re Behand­lung und Dia­gnos­tik von Schlag­an­fäl­len oder die lang­fris­ti­ge ambu­lan­te Behand­lung von Parkinson’schen Erkran­kung in der Fach­arzt­pra­xis für Neu­ro­lo­gie am Kli­ni­kum.

Das Team der Neu­ro­lo­gie um Chef­arzt Pri­vat­do­zent Dr. med. Armin Buss (Fach­arzt für Neu­ro­lo­gie, Zusatz­be­zeich­nung Inten­siv­me­di­zin) ver­fügt über eine umfang­rei­che appa­ra­ti­ve Aus­stat­tung (u.a. eine Schlag­an­fall-Inten­siv­e­in­heit (Stro­ke Unit), Elek­tro­en­ce­pha­logramm, Elek­tro­myo­gra­phie, Neu­ro­gra­phie, evo­zier­te Poten­tia­le, Ultra­schall­ge­rä­te zur Unter­su­chung der Blut­ge­fä­ße zum Gehirn und im Gehirn. Die nöti­gen bild­ge­ben­den Ver­fah­ren, Com­pu­ter­to­mo­gra­phie und Kern­spin­to­mo­gra­phie wer­den in Zusam­men­ar­beit mit der Radio­lo­gi­schen Abtei­lung im Hau­se durch­ge­führt. Wei­ter kön­nen umfang­rei­che Labor­un­ter­su­chun­gen auch des Ner­ven­was­sers, teils in Koope­ra­ti­on mit aus­wär­ti­gen Labo­ren durch­ge­führt wer­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Kon­takt­mög­lich­keit direkt online unter klinikum-hochsauerland.de.