Kei­ne guten Arbeits­be­din­gun­gen für die Män­ner in Oran­ge

13. September 2018
von Redaktion

Sun­dern. Zugi­ge Hal­len, feh­len­de bzw. man­gel­haf­te Sani­tär- und Dusch­räu­me, Umklei­den halb im Frei­en, kaput­te Dächer, ver­al­te­te Büro­räu­me, ein­drin­gen­de Feuch­tig­keit und pro­ble­ma­ti­sche Dach­ver­klei­dun­gen fan­den jetzt die Mit­glie­der der AG 60plus bei ihrer Besich­ti­gung des Bau– und Betriebs­ho­fes am Schwem­ker Ring vor.

Nicht mehr für die Mit­ar­bei­ter zumut­bar!  Dies war das Fazit der AG – Mit­glie­der, nach­dem der Lei­ter der Ein­rich­tung Her­bert Din­ter sie durch alle Berei­che geführt und über alle Pro­ble­me des Bau- und Betriebs­ho­fes infor­miert hat­te.

Zur­zeit sind beim Bau- und Betriebs­hof, inklu­si­ve 2 Azu­bis, 32 Mit­ar­bei­ter im gesam­ten Stadt­ge­biet unter ande­rem für land­schafts­gärt­ne­ri­sche Bau- und Erd­ar­bei­ten, für Arbei­ten auf den Fried­hö­fen, für Pflanz­ar­bei­ten und Ein­saa­ten ver­ant­wort­lich. Dar­über hin­aus wer­den sie in den Win­ter­mo­na­ten für den Win­ter­dienst ein­ge­setzt.

Lan­ge Män­gel­lis­te

Max Leh­nert, der wäh­rend sei­ner Rats­tä­tig­keit vie­le Jah­re Aus­schuss­vor­sit­zen­der war, hier­zu: „Wer die Män­gel­lis­te durch­geht, erahnt was die Mit­ar­bei­ter aus­hal­ten müs­sen. Genau die Män­ner in Oran­ge, die sowie­so bei Wind und Wet­ter für die Sicher­heit und das Wohl­be­fin­den der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sor­gen“.

Über 40 Jah­re am Stand­ort Schwem­ker Ring

Bereits seit meh­re­ren Jahr­zehn­ten ist die bau­li­che Sub­stanz und Aus­stat­tung der Gebäu­de in der Kri­tik. Bereits im Bür­ger­meis­ter­wahl­kampf hat­te sich Ralph Bro­del den Betriebs­hof ange­se­hen. „Ich war erschro­cken über die Arbeits­be­din­gun­gen und Ver­hält­nis­se, die ich dort vor­ge­fun­den habe, doch immer wie­der waren wohl der dama­li­gen Rat­haus­spit­ze ande­re Din­ge wich­ti­ger“, so Ralph Bro­del im Gespräch mit dem Vor­stand der AG 60plus.

Erfreut zei­gen sich die Mit­glie­der der AG 60plus dar­über, dass nun inner­halb kur­zer Zeit die Pla­nun­gen und die poli­ti­schen Beschlüs­se für einen Neu­bau des Betriebs­ho­fes durch den Bür­ger­meis­ter, Ver­wal­tung und Poli­tik umge­setzt wer­den.

Lei­tung und Mit­ar­bei­ter des Bau- und Betriebs­ho­fes freu­en sich dar­über, dass nach vie­len Jah­ren der Sta­gna­ti­on, das The­ma nun vom Bür­ger­meis­ter offen­siv ange­gan­gen wor­den ist und eine Lösung für die Ver­la­ge­rung in Sicht ist.

Arbeit unter wid­ri­gen Umstän­den

AG – Vor­stands­mit­glied Hubert Wie­necke, seit 45 Jah­ren in der Gewerk­schaft IGM: „Die Stadt hat eine Für­sor­ge­pflicht für ihre Mit­ar­bei­ter und der muss sie auch im Bau- und Betriebs­hof gerecht wer­den. Gera­de dort, wo unter wid­rigs­ten Bedin­gun­gen gear­bei­tet wird. Ich glau­be, dass kein Poli­ti­ker oder Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ter ger­ne in sol­chen Räu­men arbei­ten möch­te“.

Zur­zeit lau­fen im Rat­haus und in den poli­ti­schen Gre­mi­en inten­si­ve Gesprä­che, damit in den nächs­ten Wochen die Auf­trags­ver­ga­be an einen Gene­ral­pla­ner für den Neu­bau erfol­gen kann.