Katho­li­sche Kitas demons­trier­ten in Sun­dern für bes­se­re Ausstattung

22. Mai 2014
von Redaktion

„Wir sind der Zukunftsschatz“

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Wäh­rend des Markt­ta­ges sorg­te die Demons­tra­ti­on der Kin­der für Aufsehen

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Im Rat­haus über­ga­ben die Kin­der die Pro­test­post­kar­ten an Bür­ger­meis­ter Det­lef Lins.

Sun­dern (Hoch­sauer­land)  Mit einer Demons­tra­ti­on durch die Sun­derner Fuß­gän­ger­zo­ne pro­tes­tier­ten die sie­ben katho­li­schen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen in Sun­dern gegen Per­so­nal­kür­zun­gen. Zum Abschluss wur­den meh­re­re Hun­dert Post­kar­ten, auf denen die For­de­run­gen der Kitas for­mu­liert sind, an Bür­ger­meis­ter Det­lef Lins  über­ge­ben. Für ihre Demons­tra­ti­on hat­ten sich die Kitas einen guten Tag aus­ge­sucht: den Markt­tag in Sun­dern. Mit Bol­ler­wa­gen, Ras­seln, Tril­ler­pfei­fen und Glöck­chen bewaff­net zogen rund 100 Kin­der, Erzie­he­rin­nen und Eltern zwi­schen den Markt­stän­den hin­durch. „Zeit fürs Spiel, ist das Ziel“ und „gebt den Kin­dern einen Platz, denn wir sind der Zukunfts­schatz“, rie­fen die Mäd­chen und Jun­gen. Damit sorg­ten die Abord­nun­gen aus den Kitas St. Johan­nes und Christ­kö­nig Sun­dern, Allen­dorf, Endorf, Sto­ckum, Hach­en und Lang­scheid für viel Auf­se­hen und Gesprächs­stoff. Die Erzie­he­rin­nen ver­teil­ten Hand­zet­tel, auf denen die For­de­run­gen der Kitas stan­den. Haupt­punkt ist eine kos­ten­de­cken­de Anhe­bung der Kind­pau­scha­len des Kin­der­bil­dungs­ge­set­zes (Kibiz). Da das Land die Kitas nicht ent­spre­chend finan­ziert, ver­lie­ren die katho­li­schen Tages­ein­rich­tun­gen in Sun­dern im kom­men­den Jahr ins­ge­samt 58 Fach­kraft­stun­den. Zum Hin­ter­grund: Die Per­so­nal- und Sach­kos­ten einer Kita wer­den durch Pau­schal­be­trä­ge des Kibiz finan­ziert. Die­se Beträ­ge wer­den pro Jahr um 1,5 Pro­zent ange­ho­ben. Allein die Per­so­nal­kos­ten sind in den letz­ten Jah­ren jedoch um 18 Pro­zent gestie­gen. Die Sche­re zwi­schen Kos­ten und Kibiz-Pau­scha­len wird immer grö­ßer. Im Rat­haus wur­de der Pro­test­zug von Sun­derns Bür­ger­meis­ter Det­lef Lins emp­fan­gen. Dort erläu­ter­ten Erzie­he­rin­nen die Situa­ti­on und die Kin­der über­ga­ben dem Bür­ger­meis­ter die von vie­len Unter­stüt­zern unter­schrie­be­nen Pro­test­post­kar­ten, auf denen die Siche­rung der Qua­li­tät der Kitas gefor­dert wur­de.  Bür­ger­meis­ter Lins lob­te die tol­le Akti­on der Kitas. „Ihr seid das Wich­tigs­te, was wir haben: unse­re Zukunft“, ver­si­cher­te er den Kin­dern. Auch wenn er für das Gesetz nicht zustän­dig sei, so ver­sprach er doch, sich für das Anlie­gen der Kitas ein­zu­set­zen. Auch die Stadt sehe die Ent­wick­lung beim Kibiz kri­tisch. „Ich wer­de die Kar­ten an die für das Gesetz zustän­di­gen Stel­len wei­ter­lei­ten“, so Lins.