Jun­ge Uni­on HSK for­dert Genera­tio­nen­wech­sel in der CDU

10. November 2017
von Redaktion

Mer­kel soll vier wei­te­re Jah­re Kanz­le­rin blei­ben, doch per­so­nel­ler Wech­sel muss früh­zei­tig ein­ge­lei­tet werden

Die CDU muss sich stär­ker den The­men der jun­gen Genera­ti­on zuwen­den und in der Par­tei­spit­ze einen Genera­tio­nen­wech­sel ein­lei­ten. Zu die­sem Ergeb­nis kommt die Jun­ge Uni­on Hoch­sauer­land. Die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der CDU hat in einer Vor­stands­sit­zung gemein­sam mit dem hei­mi­schen CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Patrick Sen­s­burg die Bun­des­tags­wahl ana­ly­siert. Basis für die Dis­kus­si­on war eine Befra­gung unter akti­ven JU-Mit­glie­dern im Kreis­vor­stand und in den Stadt­ver­bän­den, an der über 80 Mit­glie­der teil­ge­nom­men hatten.

Patrick Sen­s­burg MdB mit dem Kreis­vor­stand der Jun­gen Uni­on (Foto: Privat)

Eine deut­li­che Mehr­heit von fast 80 Pro­zent spricht sich in der Mit­glie­der­be­fra­gung dafür aus, dass Ange­la Mer­kel Bun­des­kanz­le­rin blei­ben soll. Aller­dings ist auch die Hälf­te dafür, dass Mer­kel den CDU-Par­tei­vor­sitz in den kom­men­den Jah­ren nie­der­le­gen soll­te. „Die CDU muss jetzt einen per­so­nel­len Umbruch und einen Genera­tio­nen­wech­sel ein­lei­ten und nicht erst in vier Jah­ren“, bewer­tet der JU-Kreis­vor­sit­zen­de Tho­mas Becker das Ergebnis.

 

Wenig über­ra­schend sei, dass die JU-Mit­glie­der kei­ne Sym­pa­thien für die AfD hegen. Becker sagt dazu: „Wer poli­tisch inter­es­siert ist und sich mit der AfD aus­ein­an­der­ge­setzt hat, erkennt, dass die Par­tei außer rechts­po­pu­lis­ti­schen Phra­sen kei­ne ech­ten Pro­blem­lö­sun­gen anbie­tet.“ Erstaun­lich sei­en hin­ge­gen die Sym­pa­thien, die die JU-Mit­glie­der für die FDP haben. Schwarz-Gelb sei nicht nur die Wunsch­ko­ali­ti­on vie­ler Mit­glie­der, son­dern spre­che mit The­men wie der Digi­ta­li­sie­rung oder Genera­tio­nen­ge­rech­tig­keit The­men an, die jun­gen Men­schen beson­ders wich­tig sind, stellt die Jun­ge Uni­on im HSK fest. Die­se The­men sind im Wahl­kampf jedoch haupt­säch­lich von der FDP besetzt wor­den. Die CDU müs­se sich auch wie­der stär­ker den Zukunfts­the­men zuwen­den, for­dert die Jun­ge Union.

 

Einer Jamai­ka-Koali­ti­on sieht der CDU-Nach­wuchs posi­tiv ent­ge­gen. Mehr als die Hälf­te der JU-Mit­glie­der fin­det eine Jamai­ka-Koali­ti­on gut – das ent­spricht laut ARD Deutsch­land­trend dem Bun­des­durch­schnitt. Die Jun­ge Uni­on for­dert jedoch, dass die Koali­ti­on The­men wie Breit­band­aus­bau, Bil­dung, Wis­sen­schaft und For­schung nicht zu kurz kom­men lässt. Glei­ches hat auch der Bun­des­ver­band der JU vor weni­gen Wochen auf dem Deutsch­land­tag in Dres­den gefordert.

 

Dort hat­te sich Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel für die For­de­rung der Jun­gen Uni­on aus­ge­spro­chen, einen Son­der­par­tei­tag zur Abstim­mung über den Koali­ti­ons­ver­trag ein­zu­be­ru­fen. Dazu sagt der JU-Kreis­vor­sit­zen­de Tho­mas Becker: „Ande­re Par­tei­en wol­len ihre Mit­glie­der befra­gen. Da ist es das Min­des­te, einen Son­der­par­tei­tag auszurichten“.