Jugend­po­li­tik – Rüdi­ger Lauf­möl­ler (FDP) trifft jugend­po­li­ti­schen Spre­cher im Land­tag

14. November 2013
von Redaktion

Jugend­po­li­tik – Rüdi­ger Lauf­möl­ler (FDP) trifft jugend­po­li­ti­schen Spre­cher im Land­tag

Hafke FDP JugendSun­dern. Im Düs­sel­dor­fer Land­tag tra­fen sich jetzt der stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­ter Rüdi­ger Lauf­möl­ler (Mit­glied im Jugend­hil­fe­aus­schuss Sun­dern) und der Spre­cher für Fami­lie, Kin­der und Jugend der FDP Land­tags­frak­ti­on Mar­cel Haf­ke. Gesprächs­the­ma war u.a. die stei­gen­de Zahl von Inob­hut­nah­men von Kin­dern und Jugend­li­chen lan­des­weit und ent­spre­chend auch im Hoch­sauer­land­kreis. Immer mehr Eltern sind aus ver­schie­de­nen Grün­den nicht mehr in der Lage ihre Kin­der zu erzie­hen. Fami­li­en­ge­rich­te ent­zie­hen den Eltern in die­sen Fäl­len das Sor­ge­recht.

„Das ist nicht nur sehr tra­gisch für die Betrof­fe­nen. Es kos­tet zudem viel Geld. Geld das in den kom­mu­na­len Haus­hal­ten ein­ge­stellt wer­den muss,“ so Lauf­möl­ler. Die Sun­derner FDP-Frak­ti­on hat die­sen Punkt des­halb auch in ihrer Haus­halts­re­de am 07.11.13 ein­ge­bracht. Die Libe­ra­len in Sun­dern sind der Mei­nung, man sol­le lie­ber heu­te Geld in die Prä­ven­ti­on ein­flie­ßen las­sen um lang­fris­tig Leid der Betrof­fe­nen und Kos­ten für die All­ge­mein­heit ein­zu­spa­ren.

Dies sieht auch Mar­cel Haf­ke so, der betont, dass die Lan­des­frak­ti­on gegen das vom Bund beschlos­se­ne Betreu­ungs­geld votiert.

„Das Geld für das Betreu­ungs­geld könn­te sinn­vol­ler in den Aus­bau von Ganz­tags­be­treu­ung gesteckt wer­den“, sagt der jugend­po­li­ti­sche Spre-cher in Düs­sel­dorf.

Lauf­möl­ler sprach zudem das The­ma Jugend­kri­mi­na­li­tät an. Hier ist ins­be­son­de­re der Dro­gen­kon­sum unter Jugend­li­chen ein Schwer­punkt­the­ma. Ins­be­son­de­re syn­the­ti­sche Dro­gen, aber auch die hoch­ge­züch­te­ten Can­na­bis­pro­duk­te, füh­ren bei den jun­gen Men­schen oft zu fata­len Fol­gen. Jugend­li­che fal­len durch erhöh­te Aggres­sio­nen auf, besor­gen sich auf oft­mals ille­ga­lem Wege Geld für ihren Kon­sum und lan­den immer öfters in den Jugend­psych­ia­tri­en.

Auch hier müs­sen sich die Ver­ant­wort­li­chen (Eltern, Leh­rer, Poli­ti­ker, Poli­zei) end­lich zusam­men set­zen um prä­ven­ti­ve Maß­nah­men zu ergrei-fen. „Natür­lich ist auch das Schul­um­feld in Sachen Dro­gen betrof­fen“, wis­sen Lauf­möl­ler und Haf­ke. Aber natür­lich ist es den ver­ant­wort­li­chen Schul­lei­tern auch höchst unan­ge­nehm wenn ihre Schu­le betrof­fen ist. Also wird es lie­ber nicht ange­spro­chen.

Letzt­lich sprach der Besuch aus Sun­dern noch das The­ma „Son­der­ur­laubs­re­ge­lung für Allein­er­zie­hen­de bei Krank­heit von über 12-jäh­ri­gen Kin­dern“ an. Bei unter 12-jäh­ri­gen Kin­dern ste­hen Erzie­hungs­be­rech­tig­ten Son­der-urlaubs­ta­ge für die Betreu­ung ihres erkrank­ten Nach­wuch­ses zu. Aber kann man ein 12-jäh­ri­ges Kind, wel­ches krank­heits­be­dingt nicht zur Schu­le gehen kann (z.B. mit 40 Grad Fie­ber), allein zu Hau­se las­sen? Mög­li­cher­wei­se sind die ange­spro­che­nen The­men auch Grün­de war­um die Deut­schen immer weni­ger Kin­der bekom­men…?