HSK-SPD: Schwarz-Gelb legt unzu­rei­chen­de Schmal­spur­re­ge­lung beim Fracking vor!

28. Februar 2013
von Redaktion

Zur Vor­la­ge eines Fracking-Geset­zes durch die Bun­des­re­gie­rung erklär­te Rai­ner Mühl­ni­ckel, stellv. Vor­sit­zen­der der SPD im HSK:

„Nach jah­re­lan­gem Nichts­tun legt Schwarz-Gelb jetzt im Schnell­ver­fah­ren eine Schmal­spur­re­ge­lung für das Fracking vor. Wäh­rend grund­sätz­lich posi­tiv zu bewer­ten ist, dass es eine Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung für zukünf­ti­ge För­de­run­gen geben soll, blei­ben die Rege­lun­gen aber in wei­ten Berei­chen hin­ter den Anfor­de­run­gen zurück.  Vor den Wah­len in Nie­der­sach­sen und Nord­rhein-West­fa­len hat­te Schwarz-Gelb noch einen ande­ren Ein­druck erweckt, jetzt wird die mög­lichst schnel­le Durch­füh­rung von Fracking-Maß­nah­men ange­strebt. Trotz aller Rhe­to­rik: Das Durch­set­zen von Fracking-Maß­nah­men geht der Bun­des­re­gie­rung vor den Schutz von Mensch und Umwelt. Das Trink­was­ser ist das wich­tigs­te Lebens­mit­tel für uns Men­schen. Die Regi­on Hoch­sauer­land ist Trink­was­ser­lie­fe­rant weit über die Kreis­gren­zen hin­aus. Fast das gesam­te Ruhr­ge­biet ist auf das Was­ser aus dem Sauer­land ange­wie­sen. Auch in vie­len Tei­len des Müns­ter­lan­des wird Trink­was­ser für Mil­lio­nen Men­schen gewon­nen. Soll­te ein Unfall pas­sie­ren in der Erde oder mit den hoch­gif­ti­gen Rück­was­ser sind Mil­lio­nen von Men­schen betrof­fen. Durch den Ein­satz was­ser­ge­fähr­den­der che­mi­scher Sub­stan­zen, die nicht genau oder gar nicht dekla­riert sind, ist die­se Metho­de zur Gewin­nung bzw. För­de­rung von Erd­gas (Schie­fer­ga­sen) nicht hin­nehm­bar. Eben­so ist die­se Metho­de durch einen immens hohen Frisch­was­ser­ver­brauch gekenn­zeich­net. Gif­ti­ge bzw. radio­ak­ti­ve Sub­stan­zen wer­den mit dem Rück­fluss­was­ser an die Ober­flä­che gepumpt. Eine Rei­ni­gung die­ses Was­sers ist nach heu­ti­gem Stand nicht mög­lich und somit für die mensch­li­che oder tie­ri­sche Nut­zung ver­lo­ren. Der mit die­ser För­der­me­tho­de ein­her­ge­hen­de Flä­chen­ver­brauch ist eben­so wenig hin­nehm­bar. Auch die Erschüt­te­run­gen bis hin zu klei­nen Erd­be­ben sind nicht ver­tret­bar. Hier­zu fehlt im Ent­wurf der schwarz-gel­ben Bun­des­re­gie­rung jede Aus­sa­ge. Auch ein Ver­bot des Ver­pres­sens der Rück­flüs­se in den Unter­grund fehlt. Voll­kom­men falsch ist, dass die Bun­des­re­gie­rung in Bohr­fel­dern, für die es bereits einen Rah­men­be­triebs­plan gibt, kei­ne Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fun­gen anstrebt. Das betrifft vor allem Nie­der­sach­sen und ent­spricht der Hal­tung der abge­wähl­ten schwarz-gel­ben Lan­des­re­gie­rung. Damit ist die

Vor­la­ge der Bun­des­re­gie­rung im Bun­des­rat nicht zustim­mungs­fä­hig. Das hin­neh­men der Ver­seu­chung unse­rer Umwelt für eine För­de­rung von rund 13 Jah­ren und für ca. 3 Pro­zent des Gas­be­dar­fes in Deutsch­land und auf­grund der viel zu hohen Las­ten für Mensch, Tier unser Was­ser leh­nen wir als HSK SPD die­ses För­der­tech­nik ab. Und for­dern ein Ver­bot wie in Frank­reich von Fracking in Deutschland.“

Hier­zu ergänzt Dirk Wie­se, Vor­sit­zen­der der SPD im Hoch­sauer­land­kreis und hei­mi­scher Bundestagskandidat:

„Die SPD im Hoch­sauer­land­kreis lehnt Fracking wei­ter­hin strikt ab. Es kön­ne bis­her nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, dass bei die­sem höchst umstrit­te­nen Ver­fah­ren zur unkon­ven­tio­nel­len Erd­gas­för­de­rung ein Risi­ko für Mensch und Umwelt bestehe. Im Gegen­teil, Erfah­run­gen aus den USA lie­ßen das Schlimms­te befürch­ten. Wir dür­fen und wer­den nicht zulas­sen, dass die Gesund­heit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger oder aber die intak­te Natur im Sauer­land und der gan­zen Regi­on aufs Spiel gesetzt wer­den. Ich begrü­ße es des­halb aus­drück­lich, dass die SPD-regier­ten Bun­des­län­der bereits erklärt haben den Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung im Bun­des­rat zu stop­pen. Die SPD im Hoch­sauer­land­kreis wird am kom­men­den Mon­tag auf ihrer nächs­ten regu­lä­ren Vor­stands­sit­zung einen Antrag auf den Weg brin­gen und erneut ihre Posi­ti­on deut­lich machen: Nein zum Fracking!”.Weitere Infor­ma­tio­nen auch unter www​.hsk​-spd​.de und bei Face­book unter „SPD im Sauerland”.