Gro­ßes Inter­es­se am Zer­ti­fi­kat „Fami­li­en-Freund­li­ches-Unter­neh­men“

15. Mai 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Das Inter­es­se am Zer­ti­fi­kat „Fami­li­en-Freund­li­ches Unter­neh­men Hoch­sauer­land­kreis“ ist groß. An der Auf­takt­ver­an­stal­tung für die zwei­te Run­de der Ver­ga­be des Zer­ti­fi­ka­tes in der Fach­hoch­schu­le Süd­west­fa­len in Mesche­de nah­men 50 Fir­men­ver­tre­ter teil. Bis­lang lie­gen schon sie­ben Anmel­dun­gen vor. Noch bis zum 14. Juni haben Unter­neh­men die Mög­lich­keit, sich für den Zer­ti­fi­zie­rungs­pro­zess zu bewer­ben.

 

Fir­men bei der Umset­zung fami­li­en­be­wuss­ter Maß­nah­men unter­stüt­zen und ihnen gleich­zei­tig ein Instru­ment an die Hand geben, mit dem sie ihre fami­li­en­freund­li­che Betriebskul­tur auch nach außen kom­mu­ni­zie­ren kön­nen – das sind die Zie­le des Zer­ti­fi­kats. Land­rat Dr. Karl Schnei­der ermun­ter­te die Fir­men zur Teil­nah­me: „Nut­zen Sie die Chan­ce, nach außen hin offen­siv dar­zu­stel­len, dass es gelingt, Beruf und Fami­lie unter einen Hut zu bekom­men“.

 

Prof. Dr. Anne Jaco­bi von der FH Süd­west­fa­len nahm Bezug auf eine ihrer Stu­di­en zum The­ma Lebens­qua­li­tät: „Fami­li­en­freund­lich­keit wird im Sauer­land bereits groß geschrie­ben und ist ein bedeu­ten­der Stand­ort­fak­tor. Da ist es beson­ders wich­tig, dass sich auch die Unter­neh­men die­sem The­ma nicht ver­schlie­ßen.“ Die­se Not­wen­dig­keit beton­te auch Alex­an­dra Wachen­dor­fer, die den Zer­ti­fi­zie­rungs­pro­zess als Fach­be­ra­te­rin beglei­tet: „Über 50 Pro­zent aller Beschäf­tig­ten haben Betreu­ungs­auf­ga­ben – sei es für Kin­der oder pfle­ge­be­dürf­ti­ge Ange­hö­ri­ge. Fami­li­en­ori­en­tie­rung im Unter­neh­men  trägt dazu bei, dass Leis­tungs­trä­ger nicht „aus­bren­nen“ und sich lang­fris­tig best­mög­lich auf die Arbeit kon­zen­trie­ren kön­nen“.

 

Wie eine fami­li­en­be­wuss­te Betriebskul­tur aus­se­hen kann, erläu­ter­te Fried­helm Kes­ting, Betriebs­lei­ter bei der Rem­be GmbH Safe­ty + Con­trol. Das Bri­lo­ner Unter­neh­men gehört zu den elf Betrie­ben, die im ver­gan­ge­nen Jahr erst­mals im Hoch­sauer­land­kreis zer­ti­fi­ziert wur­den. Fle­xi­ble Arbeits­zei­ten, indi­vi­du­el­le Ein­glie­de­rung nach der Eltern­zeit sowie die Unter­stüt­zung von Beschäf­tig­ten bei per­sön­li­chen oder fami­liä­ren Schwie­rig­kei­ten waren nur eini­ge Bei­spie­le. „Wir sind nicht nur ein Fami­li­en­un­ter­neh­men – wir unter­neh­men was mit Fami­lie“, so sein Fazit.

 

Die Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaft des Krei­ses und das Kom­pe­tenz­zen­trum Frau und Beruf Hell­weg-Hoch­sauer­land sind die Pro­jekt­part­ner für das Zer­ti­fi­kat. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Ver­fah­ren und den Kos­ten gibt es im Inter­net unter www.wfg-hsk.de. Dort kön­nen auch die Bewer­bungs­un­ter­la­gen her­un­ter­ge­la­den wer­den.