Gro­ße Feu­er­wehr­übung in Allen­dorf – Fotos -

26. April 2013
von Redaktion

Sun­dern Allen­dorf (Hoch­sauer­land) In einer eher klei­ne­ren Lösch­grup­pe hat man als Lösch­grup­pen­füh­rer schon mal so sei­ne Pro­ble­me, eine geeig­ne­te Übung vor­zu­be­rei­ten. Meist sind nur 2 oder 3 Fahr­zeu­ge am Stand­ort, wel­che die Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den auf­grund der  regel­mä­ßi­gen Übungs­aben­de bereits in- und aus­wen­dig ken­nen. Dass es auch ein­mal anders gehen kann, hat die Lösch­grup­pe Allen­dorf bei einer spek­ta­ku­lä­ren Übung  am Sams­tag bewie­sen. Schon im Vor­feld waren vie­le Gesprä­che geführt wor­den, weit über die Orts­gren­zen hin­aus. Und man war Aller­we­gen auf offe­ne Ohren und gro­ßes Inter­es­se gesto­ßen. Die Allen­dor­fer, selbst mit 20 Kame­ra­den ver­tre­ten, hat­ten zunächst auch die Orte Hagen, Ame­cke und Sun­dern ein­ge­la­den. Doch damit nicht genug.  Gute Kon­tak­te gab es auch in den Kreis Olpe und den Mär­ki­schen Kreis. Daher waren auch die Lösch­grup­pen Rönk­hau­sen, Eiring­hau­sen, Affeln und sogar das THW Affeln (2  Fahr­zeu­ge und 12 Ein­satz­kräf­te) mit in die Übung ein­ge­bun­den.  Übungs­lei­ter Robert Weber aus Allen­dorf freu­te sich, ins­ge­samt 110 Teil­neh­mer bei der, sagen wir mal, „Drei­län­der­übung“ begrü­ßen zu dür­fen. Fol­gen­des Sze­na­rio erwar­tet die Übungs­teil­neh­mer: Ein schwe­rer Ver­kehrs­un­fall an der Aus­fahrt eines holz­ver­ar­bei­ten­den Betrie­bes in Hüt­te­brü­chen mit einem Lang­holz­trans­por­ter und 2 betei­lig­ten PKW hat sich ereig­net. Ein­ge­klemm­te Per­so­nen sind aus den demo­lier­ten Fahr­zeu­gen zu befrei­en. Es tritt zudem unkon­trol­liert Kraft­stoff aus einem der Wagen aus.  Mit Ret­tungs­sche­re und Sprei­zer rückt ein Trupp vor, um die Fahr­zeu­ge zu öff­nen. Ein Lösch­an­griff wird vor­sorg­lich auf­ge­baut, um bei einem plötz­li­chen Ent­zün­den direkt löschen zu kön­nen. Über den Hof des Säge­werks kommt der Eigen­tü­mer völ­lig auf­ge­löst zum Ein­satz­lei­ter. Was ist pas­siert? Das aus­lau­fen­de Ben­zin aus dem PKW ist die Hof­ein­fahrt hin­un­ter­ge­lau­fen und hat sich in dem Säge­werk an einer hei­ßen Maschi­ne ent­zün­det. Es brennt im Säge­werk! Wei­ter Kräf­te wer­den ange­for­dert, die von allen Sei­ten mit den  Lösch­an­grif­fen das Feu­er bekämp­fen. Die bei­den THW-Fahr­zeu­ge fah­ren jedoch an der Ein­satz­stel­le vor­bei. In ca. 2 km Ent­fer­nung ist ein Forst­ar­bei­ter unter einem Rücke­zug gekom­men und muss  geret­tet wer­den. Auch hier rücken zusätz­lich Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr mit an und unter­stüt­zen die THW-Kräf­te in dem unweg­sa­men Wald­stück. Eine blen­dend vor­be­rei­te­te Übung, die alle Teil­neh­mer begeis­tert hat. Im Hin­ter­grund der Übung wur­de ein neu­es Funk­kon­zept für den Sprech­funk vor Ort ange­wandt und auch die gemein­schaft­li­che Atem­schutz­do­ku­men­ta­ti­on und Bereit­stel­lung von fri­schen Atem­schutz­ge­rä­ten bei so einem gro­ßen Auf­ge­bot geprobt und beur­teilt.  Wehr­füh­rer Peter Ris­se war beein­druckt und bedank­te sich im Anschluss, dass so vie­le sich die Zeit genom­men hat­ten, vor allem auch bei den Kame­ra­den aus  dem MK und dem Kreis Olpe. Beim kame­rad­schaft­li­chen Abschluss am Grill wur­de anschlie­ßend noch lan­ge über die gelun­ge­ne Übung gespro­chen.

Micha­el Har­mann – Pres­se­spre­cher Feu­er­wehr Stadt Sun­dern