Gegen Tabui­sie­rung, für Früh­erken­nung und Behand­lung Netz­werk „Bünd­nis gegen Depres­si­on“ star­tet im HSK – Spon­so­ren will­kom­men

3. Mai 2013
von Redaktion
Die Bündnispartner setzen auf die Breitenwirkung des neugegründeten Bündnisses gegen Depression

Die Bünd­nis­part­ner set­zen auf die Brei­ten­wir­kung des neu­ge­grün­de­ten Bünd­nis­ses gegen Depres­si­on

Hoch­sauer­land­kreis. Tabui­siert, unter­schätzt und alles ande­re als lus­tig: Depres­si­on ist eine Volks­krank­heit. Allein in Deutsch­land lei­den etwa 4 Mil­lio­nen Men­schen an die­ser Erkran­kung. Obwohl sie sehr häu­fig ist, wird sie in der Öffent­lich­keit wenig wahr­ge­nom­men und oft miss­ver­stan­den. „Dabei ist Depres­si­on eine Krank­heit wie Dia­be­tes oder Blut­hoch­druck und bei genau­em Nach­fra­gen sicher dia­gnos­ti­zier- und erfolg­reich behan­del­bar“, so der Tenor der Auf­takt­ver­an­stal­tung des „Bünd­nis­ses gegen Depres­si­on“, an der 125 Fach­leu­te, Inter­es­sier­te und Gäs­te im Kreis­haus Mesche­de unter Mode­ra­ti­on von Karl Josef Fischer, Psych­ia­trie­ko­or­di­na­tor des Hoch­sauer­land­krei­ses, teil­nah­men.

 

Ziel des neu gegrün­de­ten Bünd­nis­ses, beglei­tet von der Schirm­herr­schaft des Land­rats Dr. Karl Schnei­der und unter­stützt von Kreis­di­rek­tor Dr. Klaus Dra­then ist es, die Früh­erken­nung und Behand­lung von Depres­sio­nen im Hoch­sauer­land­kreis zu ver­bes­sern und gegen die Tabui­sie­rung die­ses Krank­heits­bil­des vor­zu­ge­hen.

 

Prof. Dr. Gun­ther Haag aus Frei­burg stell­te in sei­nem Ein­gangs­vor­trag die „Depres­si­on als eine heil­ba­re Volks­krank­heit“ vor­an. Danach stell­ten Priv.-Doz. Dr. Ste­fan Ben­der, Ärzt­li­cher Direk­tor der LWL-Kli­ni­ken Mars­berg,  sowie Dr. Man­fred Hum­mel, Chef­arzt der Psych­ia­tri­schen Kli­nik des Kli­ni­kum Arns­berg, die geplan­ten Akti­vi­tä­ten des Bünd­nis­ses vor.

 

„Grund­idee des Bünd­nis­ses ist, dass sich mög­lichst vie­le Per­so­nen und Insti­tu­tio­nen, die sich mit der Behand­lung, Ver­sor­gung und Beglei­tung von Men­schen mit Depres­sio­nen befas­sen, zu einem Netz­werk zusam­men­schlie­ßen“, erläu­ter­te Priv.-Doz. Dr. Ste­fan Ben­der.

 

Öffent­lich­keits­ar­beit, Fort­bil­dung und Ange­bo­te für Betrof­fe­ne sind die drei Haupt­säu­len der geplan­ten Bünd­nis­ar­beit in den nächs­ten drei Jah­ren.

 

Die nächs­ten Schrit­te nach der Auf­takt­ver­an­stal­tung in Mesche­de  sind wei­te­re Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in sie­ben Städ­ten des Hoch­sauer­land­krei­ses. Den Auf­takt machen Mars­berg (06. Juni, 19 Uhr, Aula der Haupt­schu­le) und Mesche­de (20. Juni, 19.Uhr, Sit­zungs­saal „Sauer­land“ des Kreis­hau­ses).

Geplan­te Fort­bil­dungs­an­ge­bo­te rich­ten sich an zahl­rei­che Mul­ti­pli­ka­to­ren wie z.B. Leh­rer, Poli­zis­ten, Pfar­rer, Mit­ar­bei­ter von Bera­tungs­stel­len, Unter­neh­mer und vor allem auch an Haus­ärz­tin­nen und Haus­ärz­te, die eine wesent­li­che Rol­le bei der Erken­nung und Behand­lung der Depres­si­on spie­len.

 

Für Betrof­fe­ne und Ange­hö­ri­ge ist ein Fly­er erar­bei­tet wor­den: mit Infor­ma­tio­nen über das Krank-heits­bild sowie Adres­sen und Tele­fon­num­mern, über die man Rat und Hil­fe ein­ho­len kann.

 

Getra­gen wird das Netz­werk allein durch die Bei­trä­ge sei­ner Mit­glie­der und vor allem durch Spen-den: „Um all das, was wir uns vor­ge­nom­men haben, finan­zie­ren zu kön­nen, brau­chen wir wei­te­re Spon­so­ren. Die­se sind eben­so wie wei­te­re Part­ner herz­lich will­kom­men“, so hieß die freund­li­che Auf­for­de­rung von Karl Josef Fischer, sich für das neu­ge­grün­de­te „Bünd­nis für Depres­si­on“ zu enga­gie­ren – auch finan­zi­ell.

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen, Ter­mi­ne sowie Hilfs- und Bera­tungs­an­ge­bo­te: im Inter­net unter www.buendnis-depression.de/hochsauerlandkreis oder tele­fo­nisch bei der Bünd­nis­ge­schäfts­stel­le unter 0291–941469.

 

Hin­ter­grund:

Das Bünd­nis gegen Depres­si­on im Hoch­sauer­land­kreis ori­en­tiert sich an ver­gleich­ba­ren Zusam­men­schlüs­sen in rund 70 Regio­nen und Städ­ten in ganz Deutsch­land. Die Idee geht auf eine Akti­on in Nürn­berg zurück, wo durch ein loka­les Bünd­nis die Sui­zid­ra­te deut­lich redu­ziert wer­den konn­te. Auf­grund der zahl­rei­chen Bünd­nis­se in ganz Deutsch­land  und der dort gesam­mel­ten Erfah­run­gen steht bereits eine Viel­zahl von Infor­ma­ti­ons- und Schu­lungs­ma­te­ria­li­en zur Ver­fü­gung, auf die Bünd­nis gegen Depres­si­on im Hoch­sauer­land­kreis zurück­grei­fen kann.