Gefeilt, aber nicht gestutzt

14. November 2016
von Redaktion

RCS ver­liert gegen Stral­sun­der Wild­cats

wildcatsSun­dern. Mit 0:3 haben die Bun­des­li­ga­vol­ley­bal­le­rin­nen des RC Sor­pe­see ihr Heim­spiel gegen die Stral­sun­der Wild­cats ver­lo­ren. Das Team aus dem Nord-Osten der Repu­blik ent­führ­te drei wich­ti­ge Punk­te vom Sor­pe­see an die Ost­see.

 

Dabei hat­ten die HSK-Girls ins­be­son­de­re in Durch­gang 1 schon wie der siche­rer Sie­ger die­ses Sat­zes aus­ge­se­hen. Doch wie­der ein­mal gelang es nicht, die Füh­rung zum Satz­en­de auch in etwas Zähl­ba­re­res umzu­wan­deln. Statt­des­sen sicher­te sich das Team um Trai­ner André Thiel auf­grund des guten Kamp­fes und zwei indi­vi­du­el­len Feh­lern der Sauer­land-Trup­pe den Satz mit 26:24.

 

Trotz aller War­nun­gen des Trai­ner­teams, jetzt bloß nicht auf­zu­ste­cken, fiel es der Mann­schaft um Kapi­tä­nin Kirs­ten Plat­te schwer, in den zwei­ten Satz hin­ein­zu­fin­den. Schnell führ­ten die „wil­den Kat­zen“ mit 4:1 und setz­ten sich bis zur ers­ten tech­ni­schen Aus­zeit ab. Die­se indes wirk­te zunächst heil­sam auf die Schal­low-Ath­le­tin­nen. Denn nach der Spiel­un­ter­bre­chung arbei­te­te sich die Aus­wahl des RCS wie­der an den Geg­ner ran und schaff­te beim 9:9 den Aus­gleich. „So nicht“, war die prom­te Reak­ti­on der Vor­pom­mern. Ein Gang drauf legen und Vor­sprung wie­der her­stel­len. Gesagt, getan. Beim 16:11 pfiff das gute Schieds­ge­richt zur zwei­ten tech­ni­schen Aus­zeit. Die tat den Sauer­län­de­rin­nen nicht gut. Nach 24 Minu­ten war alles vor­bei. 15:25 aus Sicht der Heim­mann­schaft.

 

Wer nun auf eine Trotz­re­ak­ti­on der ganz in schwarz spie­len­den Gast­ge­be­rin­nen hoff­te, wur­de im Ergeb­nis ent­täuscht. Bis Ende des ers­ten Drit­tels des drit­ten Durch­gangs hielt die Schal­low-Sechs zwar noch gut mit. Ins­be­son­de­re die spä­ter als MVP aus­ge­zeich­ne­te Lena Ved­der fand ein ums ande­re Mal die Lücke im Block und konn­te punk­ten. Doch eine gute Auf­schlag­se­rie der geg­ne­ri­schen Spie­le­rin Joa­chim begrub die Hoff­nun­gen. Sechs Punk­te Vor­sprung erar­bei­te­ten sich die Gäs­te. Ein Abstand, der bis zum Ende nicht mehr auf­ge­holt wur­de, ja sogar im Finish sich noch ver­grö­ßer­te. 16:25 und damit 0:3.

 

„Ja, das Ergeb­nis der Durch­gän­ge 2 und 3 ist bit­ter und muss uns nach­denk­lich stim­men“, räum­te Trai­ner Schal­low ein. „Gera­de nach einem so guten ers­ten Satz müs­sen wir den Schwung mit­neh­men“, resü­mier­te der Head­coach. Ein State­ment, das bei den knapp 320 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern auf unge­teil­te Zustim­mung stieß.

 

Erfreu­lich für drei Fans war am Schluss aber noch das Gewinn­spiel des Spiel­tags­prä­sen­ta­tors und Haupt­spon­sors CASO Ger­ma­ny. Wert­vol­le Prei­se, unter ande­rem auch eine nigel­na­gel­neue Mikro­wel­le, wech­sel­ten den Besit­zer.

 

Am kom­men­den Wochen­en­de wird das Team nebst eini­gen Fans den Dop­pel­spiel­tag in Schwe­rin und Ham­burg bestrei­ten. Bei­de Teams ran­gie­ren deut­lich über dem RC Sor­pe­see in der Tabel­le. Den­noch will die RSC-Aus­wahl am Ende nicht mit lee­ren Hän­den an den Sor­pe­see zurück­keh­ren. Dafür wird aller­dings eine Leis­tungs­stei­ge­rung von Nöten sein.