Flücht­lin­ge und Asyl­be­wer­ber – Wie vie­le leben im HSK? Wie vie­le wur­den abge­scho­ben?

24. April 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Kreis­tags­mit­glied Rein­hard Loos von der Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL) erhielt auf­grund einer Anfra­ge der SBL dazu vom Land­rat eine kur­ze Ant­wort.
Aus dem Schrei­ben des HSK-Aus­län­der­be­hör­de vom 19.04.2013 geht her­vor, dass sich zum jet­zi­gen Zeit­punkt im Hoch­sauer­land­kreis (ohne die Stadt Arns­berg; denn Arns­berg hat ein eige­nes Aus1änderamt) 141 Flücht­lin­ge auf­hal­ten. Zudem wür­den hier 232 Asyl­be­wer­ber leben sowie 19 Asyl­fol­ge­an­trag­stel­ler.
Sum­ma Sum­ma­rum han­delt es sich also um 392 Män­ner, Frau­en und Kin­der, die im Hoch­sauer­land­kreis Auf­ent­halt und Blei­be suchen.
Die Flücht­lin­ge stamm­ten, schreibt die Kreis­ver­wal­tung, über­wie­gend aus Syri­en, Afgha­ni­stan und der Tür­kei. Im Jahr 2012 und bis zum 19.04.2013 sei­en 20 Flücht­lin­ge und 183 Asyl­be­wer­ber, vor­wie­gend aus den drei genann­ten Län­dern, neu zuge­zo­gen. Das wäre also in etwa die Hälf­te aller im HSK leben­den Flüchtlinge/Asylbewerber.
Zum Auf­ent­halts­sta­tus die­ser Men­schen berich­tet die Behör­de nichts; denn die Fra­ge­stel­lung der SBL dazu war ihr nicht kon­kret genug. Meh­re­re wei­te­re Fra­gen blie­ben lei­der auch unbe­ant­wor­tet, wie z.B. danach, wie vie­le der betref­fen­den Per­so­nen den HSK 2012 und im ers­ten Quar­tal 2013 aus wel­chen Grün­den auch immer ver­lie­ßen, sowie die heik­le Fra­ge nach der Zahl der Abschie­bun­gen und zwangs­wei­sen Auf­ent­halts­be­en­di­gun­gen.
Bei den Fra­gen nach der Auf­nah­me, der Unter­brin­gung, der Betreu­ung zuge­wie­se­ner aus­län­di­scher Flücht­lin­ge ver­wies der HSK an die Städ­te und Gemein­den.
Wie vie­le Flücht­lin­ge und Asyl­be­wer­ber aus dem Hoch­sauer­land­kreis in den letz­ten Mona­ten abge­scho­ben wur­den oder einer Abschie­bung mit einer soge­nann­ten „frei­wil­li­gen“ Aus­rei­se zuvor kamen, bleibt zunächst das Geheim­nis des Aus­län­der­am­tes. Wir neh­men an, es gibt eine gewis­se „Fluk­tua­ti­on“.
Um mehr über mög­li­che Auf­ent­halts­be­en­di­gun­gen zu erfah­ren, schick­te die SBL am 23.04.13 eine wei­te­re Anfra­ge an den Land­rat.
Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)