Fes­ti­val im Pfer­de­stall ende­te „gru­se­lig“ – Fotos -

24. Juni 2013
von Redaktion

Fes­ti­val im Pfer­de­stall ende­te „gru­se­lig“ – Foto­stre­cke -

Sun­dern.  Man konn­te die Stei­ne fast von den Her­zen der Ver­an­stal­ter fal­len hören, als am Frei­tag­abend (21.06.2013) der Him­mel auf­klar­te und die Son­ne her­vor­lug­te. Denn für den Kri­mi­abend „Crime ‘n‘ con­cert“ hat­te man sich nach den Regen­güs­sen beim Kla­vier­kon­zert und der gro­ßen Hit­ze beim Kin­der­thea­ter end­lich Traum­wet­ter gewünscht. Das schö­ne Wet­ter war aber nur das I-Tüp­fel­chen für eine erfolg­rei­che Ver­an­stal­tungs­rei­he.

Der letz­te Akt des ers­ten „Som­mer­fes­ti­vals im Pfer­de­stall“ auf dem Hof Berg­hoff in Dörn­holt­hau­sen setz­te noch ein­mal einen Glanz­punkt. Mit San­dra Lüp­kes und Jür­gen Keh­rer hat­te man zwei hoch­ka­rä­ti­ge und im Sauer­land bekann­te Kri­mi­au­toren enga­giert, die sich an die­sem Abend aber nicht aufs Lesen beschränk­ten, son­dern mit dem Musik­duo „Bon­sai­pop“ (Niko­la Mater­ne und Frank Kon­rad) musi­ka­li­sche Unter­stüt­zung mit­ge­bracht hat­ten.

Von Bond-Melo­di­en über Musik von „The Poli­ce“ oder „Aeros­mith“ bis hin zum unver­meid­li­chen „Kri­mi­nal­tan­go“ wur­de mit ver­teil­ten Rol­len gele­sen und gesun­gen, dazu gab es eini­ge Kri­mikurz­ge­schich­ten. Bei „Hotel Cali­for­nia“ muss­te sogar Jür­gen Keh­rer – der sich eigent­lich als unmu­si­ka­lisch bezeich­net – sein Gesangs­ta­lent unter Beweis stel­len. Die bei­den Frau­en­stim­men har­mo­nier­ten vor­züg­lich mit­ein­an­der und erzeug­ten mit ihren Inter­pre­ta­tio­nen den beab­sich­tig­ten Gru­sel­ef­fekt bei den zahl­rei­chen Zuhö­rern. Die dezen­te, aber gekonn­te Unter­ma­lung durch Frank Kon­rads Gitar­re run­de­te die Musik her­vor­ra­gend ab.

Zahl­rei­che Bücher wech­sel­ten anschlie­ßend am Bücher­tisch den Besit­zer, unter ihnen natür­lich die unver­meid­li­chen Wils­berg-Kri­mis, die Jür­gen Keh­rer für das ZDF schreibt und die ihn in ganz Deutsch­land bekannt gemacht haben.

Abge­run­det wur­de der Abend wie schon eine Woche vor­her das Kla­vier­kon­zert mit klei­nen raf­fi­nier­ten Häpp­chen „für den hoh­len Zahn“, die gekonnt von Chris­ti­an Len­ze und dem Haus Berg­hoff zube­rei­tet waren.

„Mit sech­zig Zuschau­ern hat­ten wir pro Ver­an­stal­tung gerech­net, auf acht­zig gehofft, aber bei­de Ver­an­stal­tun­gen waren aus­ver­kauft!“ erklär­te eine strah­len­de Mar­gret Hau­rand nach dem Kri­mi­kon­zert. Auch mit dem Besuch beim Kin­der­thea­ter war man voll zufrie­den, zumal es an dem Tag extrem heiß war. „Die Stim­mung war bes­tens, wir bekom­men sehr vie­le posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen!“ ergänz­te Mat­thi­as Berg­hoff, der Besit­zer des Pfer­de­stalls und des Apart­ment­ho­tels, der einen gro­ßen Teil der Ide­en und ganz viel Arbeit zum Fes­ti­val bei­gesteu­ert hat­te.

Wenn die Spon­so­ren wie­der mit­ma­chen, wird es im nächs­ten Jahr eine Neu­auf­la­ge des Fes­ti­vals geben, da sind sich die Ver­an­stal­ter vom För­der­ver­ein der Stadt­bü­che­rei, Mat­thi­as Berg­hoff und Uta Koch (Kul­tur­bü­ro der Stadt Sun­dern) einig. Die Mess­lat­te hängt hoch!