EU Rege­lun­gen schüt­zen unse­re Umwelt und unser Trink­was­ser

31. Dezember 2012
von Redaktion

[Bild: Ruhrverbandschef Prof. Harro Bode und Europaabgeordneter Peter Liese sind sich einig: Die Gesundheit der Menschen muss optimal geschützt werden, aber Kosten-Nutzen-Verhältnis muss stimmen. Hier bei einem Besuch der Kläranlage in Bestwig-Velmede. V.l.: Dipl.-Ing. Michael Menke (RWG Ruhr-Wasserwirtschafts-Gesellschaft mbH), Prof. Dr.-Ing. Harro Bode (Vorsitzender des Vorstands des Ruhrverbands), Dr. Peter Liese, Stefan Schrowange (Ruhrverband), Winfried Gerold (CDU Gemeindeverband Bestwig) und Dr. Winfried Haneklaus (Ruhrverband)]

[Bild: Ruhr­ver­bands­chef Prof. Har­ro Bode und Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ter Peter Lie­se sind sich einig: Die Gesund­heit der Men­schen muss opti­mal geschützt wer­den, aber Kos­ten-Nut­zen-Ver­hält­nis muss stim­men. Hier bei einem Besuch der Klär­an­la­ge in Best­wig-Vel­me­de. V.l.: Dipl.-Ing. Micha­el Men­ke (RWG Ruhr-Was­ser­wirt­schafts-Gesell­schaft mbH), Prof. Dr.-Ing. Har­ro Bode (Vor­sit­zen­der des Vor­stands des Ruhr­ver­bands), Dr. Peter Lie­se, Ste­fan Schrowan­ge (Ruhr­ver­band), Win­fried Gerold (CDU Gemein­de­ver­band Best­wig) und Dr. Win­fried Han­ek­laus (Ruhr­ver­band)]

Ruhr­ver­bands­chef Prof. Har­ro Bode und Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ter Peter Lie­se sind sich einig: Die Gesund­heit der Men­schen muss opti­mal geschützt wer­den, aber Kos­ten-Nut­zen-Ver­hält­nis muss stim­men

Was­ser­ver­schmut­zung ist eine der Haupt­sor­gen der EU-Bür­ger. Einer EU-Befra­gung vom Juli zufol­ge den­ken 73 % der Bür­ger, die EU soll­te Maß­nah­men ergrei­fen, um Was­ser­pro­ble­me zu bekämp­fen.

Che­mi­ka­li­en, Medi­ka­men­te und Hor­mo­ne befin­den sich in unter­schied­li­chen Kon­zen­tra­tio­nen in Flüs­sen, Seen und im Trink­was­ser. Der Umwelt­aus­schuss des EU-Par­la­ments hat jetzt für eine wei­te­re Redu­zie­rung die­ser Stof­fe im Was­ser gestimmt. „Über Müll und Abwäs­ser gelan­gen Che­mi­ka­li­en wie z.B. Insek­ten­schutz­mit­tel, Flam­men­schutz­mit­tel und phar­ma­zeu­ti­sche Wirk­stof­fe in die euro­päi­schen Gewäs­ser. Das schä­digt nicht nur die Natur, son­dern kann über das Trink­was­ser auch die Men­schen krank machen. Was­ser hält sich nicht an Lan­des­gren­zen. Es ist daher ganz klar, dass wir hier gemein­sam euro­pä­isch vor­ge­hen müs­sen”, so der süd­west­fä­li­sche CDU-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Dr. Peter Lie­se.

Im Bericht des Umwelt­aus­schus­ses des Euro­pa-Par­la­ments wird unter ande­rem auch PFOS, die wich­tigs­te und gefähr­lichs­te Unter­grup­pe von PFT, aus­drück­lich erwähnt. Die Abge­ord­ne­ten for­dern auch für PFT stren­ge aber mit heu­ti­gen Ana­ly­se­me­tho­den auf Grund­la­ge der wis­sen­schaft­li­chen Metho­den der EU-Kom­mis­si­on mess­ba­re Grenz­wer­te. Der von der Kom­mis­si­on vor­ge­schla­ge­ne Wert für PFOS im Vor­schlag stren­ger als für Trink­was­ser. „Es kann aber nicht sein, dass die Men­schen weni­ger geschützt wer­den als die Fische”, so Lie­se.

Zu die­sem The­ma hat sich der hei­mi­sche Abge­ord­ne­te Dr. Peter Lie­se jetzt mit dem Chef des Ruhr­ver­ban­des, Prof. Har­ro Bode, aus­ge­tauscht. Bei­de waren sich einig, die Gesund­heit der Men­schen opti­mal geschützt wer­den muss. Es muss aber ver­mie­den wer­den, dass die Bür­ger mit hohen Kos­ten belas­tet wer­den, wenn kein Mehr­wert für die Gesund­heit erzielt wer­den kann.

Peter Lie­se: „Wir brau­chen euro­pa­weit stren­ge Stan­dards zum Schutz des Was­sers, denn Was­ser ist das wich­tigs­te Lebens­mit­tel. Wir müs­sen die Erfah­run­gen, die wir in unse­rer Regi­on beim PFT-Skan­dal gemacht haben nut­zen, um aus Feh­lern zu ler­nen. Auf der ande­ren Sei­te kann es aber nicht sein, dass wir den Bür­gern hohe Kos­ten auf­er­le­gen, wenn es kei­nen zusätz­li­chen Nut­zen für die Gesund­heit gibt. Des­halb brau­chen wir eine Kos­ten-Nut­zen-Abwä­gung“.

„Es ist ein schwie­ri­ges The­ma, weil jeder ger­ne sau­be­res Trink­was­ser hat. Man muss sich aber fra­gen, ob man die Klär­tech­nik, nach­dem man sie in den letz­ten zwan­zig bis drei­ßig Jah­ren immer noch wei­ter per­fek­tio­niert hat, für Abwäs­ser wei­ter per­fek­tio­nie­ren soll oder ob das jetzt zu einem gerin­ge­ren Nut­zen führt und zu höhe­ren Kos­ten. Die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit muss gewahrt wer­den“, beton­te Prof. Bode.