Etwa 90 Mit­ar­bei­ter betrof­fen – Insol­venz­an­trag Fir­ma Carl Froh in Sun­dern Hachen

22. November 2015
von Redaktion

Sun­dern: Werks­stand­ort in Gefahr?
BM Brodel 10 Carl Froh (6) Fa.FrohSun­dern / Hach­en: Nach­dem, durch einen wei­te­ren Eigen­tü­mer­wech­sel Anfang Mai 2015, der Fort­be­stand der Carl Froh Rohr­tech­nik GmbH in Hach­en als lang­fris­tig gesi­chert geschil­dert wur­de, kom­men nun neue Pro­ble­me und tur­bu­len­te Zei­ten auf das Unter­neh­men zu.
Am 13. Novem­ber 2015 wur­de durch die Geschäfts­füh­rung des Unter­neh­mens beim Amts­ge­richt Arns­berg Insol­venz ange­mel­det und durch das Gericht die Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens bekannt­ge­ge­ben. Anfang Mai erwar­te­te das Unter­neh­men noch einen Jah­res­um­satz von 28 Mio. Euro.
Etwa 90 Mit­ar­bei­ter betroffen
Am Stand­ort in Hach­en pro­du­zie­ren zur­zeit etwa 90 Mit­ar­bei­ter Prä­zi­si­ons­stahl­roh­re und Kom­po­nen­ten für die Auto­mo­bil­in­dus­trie und den Nutz­fahr­zeug­bau. Dar­über hin­aus kom­men die Pro­duk­te des Unter­neh­mens unter ande­rem in der För­der­tech­nik und in der Möbel­in­dus­trie zum Einsatz.
Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del ist von der Ent­wick­lung über­rascht, denn im August hat­te er noch Gesprä­che mit der Fir­men­lei­tung geführt. „In den Schil­de­run­gen der Aus­las­tung und der Auf­trags­la­ge zeig­te sich eine gesun­de Ent­wick­lung. Auf jeden Fall zeigt sich hier, wie wich­tig eine funk­tio­nie­ren­de Wirt­schafts­för­de­rung ist, denn so wären Warn­si­gna­le viel frü­her wahr­nehm­bar gewe­sen.” Direkt  am Mon­tag will sich Bro­del direkt mit dem vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ter in Ver­bin­dung set­zen. „Nach mei­nen Infor­ma­tio­nen wur­de Rechts­an­walt Andre­as Schoß aus Arns­berg durch das Amts­ge­richt bestellt.”