Ers­te 24h-Übung der Jugend­feu­er­wehr Meschede-Olpe

26. September 2013
von Redaktion

Ers­te 24h-Übung der Jugend­feu­er­wehr Meschede-Olpe

IMG_5159„Leit­stel­le Olpe von Flo­ri­an Mesche­de 7 TSF‑W 1, kom­men“, „Hier Leit­stel­le Olpe“, „Jugend­feu­er­wehr Olpe für die nächs­ten 24h ein­satz­be­reit am Stand­ort“, „Ver­stan­den, Ende“. Am 14. Sep­tem­ber um 10:00 Uhr war dies die ers­te Funk­kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen der Jugend­feu­er­wehr Olpe und der simu­lier­ten Leit­stel­le in Olpe. Acht Mäd­chen und Jun­gen haben ihre Schlaf­stät­ten her­ge­rich­tet, um in den nächs­ten Stun­den acht gestell­te Ein­satz­sze­na­ri­en abzu­ar­bei­ten. Die Betreu­er zeig­ten bei der Erstel­lung der Ein­sät­ze sehr viel Krea­ti­vi­tät um mög­lichst rea­lis­ti­sche, aber auch abwechs­lungs­rei­che Sze­na­ri­en zu erstellen.
Als zum ers­ten Mal die his­to­ri­sche Hand­si­re­ne auf­heul­te, hieß das Ein­satz­stich­wort: Aus­lau­fen­de Betriebs­stof­fe auf dem Schüt­zen­platz. Mit einem Schaum­tep­pich wur­de fik­tiv aus­lau­fen­der Die­sel abge­deckt, um ein Auf­stei­gen der Die­sel­ga­se zu vermeiden.
Der zwei­te Ein­satz stell­te die Jugend­feu­er­wehr dann bereits vor grö­ße­re Pro­ble­me. Im Sport­heim Olpe war eine bewusst­lo­se Per­son hin­ter einer ver­schlos­se­nen Tür ein­ge­sperrt. Nach genau­er Erkun­dung der Lage, konn­te sich über ein nicht ord­nungs­ge­mäß geschlos­se­nes Fens­ter im 1. OG Zugang zum Gebäu­de ver­schafft wer­den. Erschwe­rend kam hin­zu, dass Brand­rauch durch einen Schwel­brand die Sicht im Gebäu­de sehr stark einschränkte.
Wäh­rend des Spü­lens nach dem Mit­tags­es­sen dann bereits der nächs­te Ein­satz: Ein Land­wirt mel­det, dass sein Feu­er zum Abbren­nen von Abraum völ­lig außer Kon­trol­le gera­ten sei und auf land­wirt­schaft­li­che Maschi­nen über­zu­tre­ten dro­he. Die Jugend­feu­er­wehr muss­te erst­mals ein ech­tes Feu­er löschen, wodurch die­ser Ein­satz zu einem High­light der 24h-Übung wurde.
Gegen 17:00 Uhr heul­te die Hand­si­re­ne zu einem wei­te­ren Groß­ein­satz auf. Am nahe­ge­le­ge­nen Küp­pel­turm in Frei­enohl wird mit dem prä­gnan­ten Ein­satz­stich­wort „Sui­zid“ alar­miert. Jetzt durf­te nur mit äußers­ter Vor­sicht vor­ge­gan­gen wer­den. Nach­dem die sui­zid­ge­fähr­de­te Per­son davon über­zeugt wer­den konn­te, das Vor­ha­ben abzu­bre­chen, wur­de die Per­son mit­hil­fe des Absturz­si­che­rungs­ruck­sacks der Lösch­grup­pe Vis­beck von dem Bal­ken auf den siche­ren Boden zurückgeholt.
In der Nacht kam es zum nächs­ten High­light. Eine ver­miss­te Per­son im Wald auf der „Sied­lung“ erfor­der­te weit­rei­chen­de Kennt­nis­se in der Kar­ten­kun­de. Die Leit­stel­le hat meh­re­re Koor­di­na­ten durch­ge­ge­ben, an denen die Per­son von Jägern oder Spa­zier­gän­gern zuletzt gese­hen wur­de. Durch Abfah­ren der Koor­di­na­ten konn­te ein Gebiet ein­ge­kreist wer­den, in dem die Jugend­feu­er­wehr die Per­so­nen­su­che begin­nen konn­te. Schnell wur­de mit einer Wär­me­bild­ka­me­ra die leicht unter­kühlt und ver­wirr­te Per­son gefun­den und dem nach­alar­mier­ten Ret­tungs­wa­gen übergeben.
Der letz­te Ein­satz für die mitt­ler­wei­le leicht über­mü­de­ten ange­hen­den Feu­er­wehr­leu­te am nächs­ten Mor­gen war ein bren­nen­der Ben­zin­ka­nis­ter in der Nähe einer Werk­statt, der mit einem Feu­er­lö­scher schnell gelöscht wer­den konnte.
Zwi­schen­durch wur­de zu einem Fehl­ein­satz und zu einer Ölspur alarmiert.
Nach dem Früh­stück und Auf­räu­men des Feu­er­wehr­hau­ses Olpe, waren sowohl Aus­bil­der als auch Jugend­feu­er­wehr­leu­te sehr zufrie­den, wenn auch ein wenig müde. Beson­ders inter­es­sant war laut Aus­sa­ge der jun­gen Kame­ra­den die Viel­sei­tig­keit der unter­schied­li­chen Auf­ga­ben der Feu­er­wehr, da alle Ein­satz­sze­na­ri­en durch­aus rea­lis­tisch waren und zum Teil auch bereits so oder so ähn­lich vor­ge­kom­men sind.
Zum Ende hieß es dann mit müder Stim­me: „Leit­stel­le Olpe von Flo­ri­an Mesche­de 7 TSF‑W 1, kom­men“, „Hier Lei­stel­le Olpe“, „Jugend­feu­er­wehr ver­lässt nach 24h den Stand­ort und ist wie­der wie gewohnt zu alar­mie­ren“, „Ver­stan­den, Ende“