Erneut Betrugs­fäl­le bekannt geworden

18. Juni 2015
von Redaktion

polizei980Hoch­sauer­land­kreis  Der Poli­zei im Hoch­sauer­land­kreis sind in den letz­ten Tagen wie­der eini­ge Fäl­le von Betrü­ge­rei­en im Inter­net bekannt gewor­den, die immer nach dem glei­chen Mus­ter ablaufen.

Ins­be­son­de­re aus den Berei­chen Mars­berg und Schmal­len­berg sind der­ar­ti­ge Vor­fäl­le ange­zeigt worden:

 

Über ein sozia­les Netz­werk mel­det sich ein angeb­li­cher Bekannter.

Die­se geschieht teil­wei­se über gefälsch­te Accounts, manch­mal aber auch über mani­pu­lier­te, tat­säch­lich exis­tie­ren­de Pro­fi­le. Die­se „Bekann­ten” fra­gen unter einem Vor­wand nach der Han­dy­num­mer. Da sich das ange­schrie­be­ne Mit­glied des Netz­werks sicher fühlt – schließ­lich han­delt es sich ja um einen Bekann­ten – wird die Tele­fon­num­mer auch übermittelt.

 

Dann dau­ert es in der Regel nur weni­ge Minu­ten bis eine Nach­richt eines Inter­net­be­zahl­diens­tes auf dem Han­dy des Opfers ein­geht. Dort soll eine PIN-Num­mer ein­ge­ge­ben wer­den, um eine Zah­lung über die­sen Dienst zu legi­ti­mie­ren. Dabei vari­ie­ren die Beträ­ge nor­ma­ler­wei­se im zwei­stel­li­gen Bereich. Auf dem Fuße erfolgt ein erneu­ter Kon­takt über das sozia­le Netz­werk. Dies­mal bit­tet der „Bekann­te” um Über­mitt­lung des Bezahl­codes des Inter­net­be­zahl­diens­tes. Spä­ter soll dann eine Erklä­rung fol­gen. Über­mit­telt das Opfer jetzt die­sen Bezahl­code an der Betrü­ger, so setz­te die­ser den Code sofort ein und der finan­zi­el­le Scha­den ist ein­ge­tre­ten. So ist es in den letz­ten Tagen meh­re­ren Per­so­nen aus Mars­berg und Schmal­len­berg ergan­gen. Die Scha­dens­sum­men sind zwar nicht sehr hoch. Aber da teil­wei­se gleich meh­re­re die­ser Bezahl­codes über­mit­telt wor­den sind, kommt schnell eine beacht­li­che Sum­me zusam­men. Und der Schreck kommt mit der nächs­ten Han­dy­rech­nung, auf der die Beträ­ge ver­bucht werden.

 

Die Poli­zei rät drin­gend dazu

 

- mit der Wei­ter­ga­be von Daten über sozia­le Netz­wer­ke besonders

vor­sich­tig umzugehen.

- nie­mals Bezahl­codes von Inter­net­be­zahl­diens­ten an Dritte

wei­ter­zu­ge­ben. Die­se Codes sind im Inter­net wie Bargeld.

- im Zwei­fels­fall über ande­re Kanä­le Kon­takt mit dem echten

Bekann­ten auf­zu­neh­men. So klärt sich schnell, ob es sich um

Betrü­ger handelt.

- den Bekann­ten dar­über zu infor­mie­ren, dass sei­ne Account in dem

sozia­len Netz­werk mög­li­cher­wei­se mani­pu­liert wurde.

- bei Ihrer Poli­zei Straf­an­zei­ge zu erstat­ten, wenn Sie Opfer

eines sol­chen Betrugs gewor­den sind.