Engel des Aids­wai­sen besucht Sun­dern – beein­dru­cken­de Ver­an­stal­tung im Gym­na­si­um

10. September 2018
von Redaktion

Sun­dern. Eine emo­tio­na­le und beein­dru­cken­de Ver­an­stal­tung fand jetzt in der Zen­tra­len Raum­grup­pe des Städ­ti­schen Gym­na­si­um in Sun­dern statt. Auf Ein­la­dung des Arbeits­krei­ses Eine-Welt-Laden war Schwes­ter Res­ty aus Ugan­da wie­der nach Sun­dern gekom­men. Schwes­ter Res­ty, die damit bereits das fünf­te Mal Sun­dern besuch­te, ist Kran­ken­schwes­ter, Heb­am­me, Anwäl­tin der Aus­ge­grenz­ten und vor allem Schutz­en­gel der AIDS – Kran­ken und AIDS – Wai­sen. In den Jah­ren ihrer Tätig­keit am Lub­a­ga – Hos­pi­tal in Kampala/Uganda hat sie mit ihrem Team bereits etwa 1000 AIDS – Wai­sen und vie­le hun­dert AIDS – Pati­en­ten betreut.

Erst­ma­lig in Sun­dern mit dabei, Schwes­ter Getru­de. Sie ist eine der Wai­sen, die ihre Eltern sehr früh durch AIDS ver­lo­ren haben.

Zu Beginn der Ver­an­stal­tung begrüß­te der Schul­lei­ter Mar­tin Bart­hel die Gäs­te. In ihren Eröff­nungs­wor­ten erin­ner­te Mecht­hild Lux, die Vor­sit­zen­de des Arbeits­krei­ses Eine-Welt, an die lang­jäh­ri­ge und ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit mit der Akti­on Can­chana­b­u­ry, die das Pro­jekt „AIDS – Wai­sen“ in Ugan­da betreut und beglei­tet.

Auf­merk­sam und sehr inter­es­siert ver­folg­ten etwa 90 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­sen 6b und 8a und des Cho­res den Aus­füh­run­gen der Gäs­te aus Ugan­da. Schü­ler und Schü­le­rin­nen des Gym­na­si­ums unter­stüt­zen seit 10 Jah­ren die Arbeit in Ugan­da.

Schwes­ter Res­ty, wel­che seit rund 30 Jah­ren im Lub­a­ga – Hos­pi­tal auf der AIDS – Sta­ti­on arbei­tet, erin­ner­te dar­an, dass auch die Spen­den aus Sun­dern vie­len benach­tei­lig­ten und kran­ken Kin­dern wie­der Hoff­nung und Zuver­sicht für die Zukunft gege­ben hat.

Ein­drucks­voll, emo­tio­nal und in bewe­gen­den Wor­ten schil­der­te Schwes­ter Getru­de ihre Beweg­grün­de für ihre Tätig­keit als Kran­ken­schwes­ter. Schwes­ter Getru­de, die im Alter von vier bzw. sechs Jah­ren ihre Eltern durch die Immun­schwä­che AIDS ver­lo­ren hat, erzähl­te über den Über­le­bens­kampf mit ihren fünf Geschwis­tern. In die­ser Zeit, so Schwes­ter Getru­de, gab es in Ugan­da noch kei­ne Medi­ka­men­te gegen AIDS.

Nach dem Tod der Eltern über­nahm die ältes­te Schwes­ter die Ver­ant­wor­tung für die Geschwis­ter. Obwohl sel­ber noch sehr jung, ver­sorg­te und küm­mer­te sie sich wie eine Mut­ter um ihre Geschwis­ter.  Durch die Unter­stüt­zung von Schwes­ter Res­ty und der Akti­on Can­chana­b­u­ry gelang es, auch durch die Spen­den aus Sun­dern, für Getru­de eine gute Schul­aus­bil­dung und eine Aus­bil­dung zur Kran­ken­schwes­ter zu ermög­li­chen und eine fes­te Anstel­lung zu fin­den.

Auch Sun­derns Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del war von der Ver­an­stal­tung bewegt. Die Stadt Sun­dern hat die Bewer­bung der Stadt zur „Fair-Tra­de-City” geför­dert und unter­stützt.