Eltern­be­fra­gung zur U3-Betreu­ung – Wunsch und Bedarf im HSK sind hoch

14. September 2013
von Redaktion

Eltern­be­fra­gung zur U3-Betreu­ung – Wunsch und Bedarf im HSK sind hoch
Hoch­sauer­land­kreis. Auf Initia­ti­ve von SBL-Kreis­tags­mit­glied Rein­hard Loos betei­lig­te sich der Hoch­sauer­land­kreis in die­sem Jahr end­lich an einer Eltern­be­fra­gung zur U3-Betreu­ung. Sie wur­de bun­des­weit in 92 Kom­mu­nen durch­ge­führt, von der TU Dort­mund und dem Deut­schen Jugendinstitut.
Das Ergeb­nis ist in der Ver­wal­tungs­vor­la­ge Druck­sa­che 8/902 doku­men­tiert und wird den Mit­glie­dern des Kreis­ju­gend­hil­fe­aus­schus­ses in der Sit­zung am 19.09.2013 vor­ge­stellt. Hier ein klei­ner Überblick:
41,1 Pro­zent der Befrag­ten schick­ten den aus­ge­füll­ten Fra­ge­bo­gen an das Erhe­bungs­in­sti­tut zurück. Das ist ein gutes Ergeb­nis und liegt höher als im Kreis Soest.
Der Betreu­ungs­wunsch für unter Drei­jäh­ri­ge vari­iert in den ein­zel­nen Städ­ten und Gemein­den im Bereich des Kreis­ju­gend­am­tes zwi­schen einer Spann­brei­te von 51,7 % in Bri­lon und 32 % in Eslo­he und der Betreu­ungs­be­darf zwi­schen 41,8 % Pro­zent in Bri­lon und 25,9 % in Eslo­he. Der Unter­schied ergibt sich dar­aus, dass nach den Erkennt­nis­sen der For­scher “nicht alle Wün­sche in eine kon­kre­te Nach­fra­ge nach Betreu­ungs­plät­zen mün­den”. Zudem gibt es noch wei­te­re Zah­len für den „Bedarf mit redu­zier­ter Gewähr­leis­tungs­ver­pflich­tung“. Die­ser Begriff wird so erläu­tert: „Der Wert wur­de auf die Kin­der im Alter von 0 bis 1 Jahr redu­ziert, für die ein qua­li­fi­zier­ter Rechts­an­spruch auf einen Betreu­ungs­platz besteht, weil z.B. bei­de Eltern erwerbs­tä­tig sind.“ Hier wird also ein wesent­li­cher Teil der unter 1jährigen Kin­der her­aus­ge­rech­net, weil für sie kein Anspruch auf einen Betreu­ungs­platz besteht. Da sehen die Zah­len so aus: Bri­lon 40,5 %, Best­wig 38,5%, Mesche­de 36,6%, Mars­berg 36,4%, Mede­bach 34,6%, Ols­berg 34,0%, Win­ter­berg 31,2%, Hal­len­berg 27,3%, Eslo­he 25,2 %.
Die Gegen­über­stel­lung des „Bedarfs mit redu­zier­ter Gewähr­leis­tungs­ver­pflich­tung“ im Ver­gleich zur tat­säch­li­chen Betreu­ungs­quo­te im Kin­der­gar­ten­jahr 2012/13 ergibt ein unter­schied­li­ches Bild. In vie­len Kom­mu­nen feh­len Kita-Plät­ze für U3-Kin­der, in weni­gen ande­ren ergibt sich ein rech­ne­ri­scher Überhang.
Fehlquote
in Best­wig – 6,2 %
in Bri­lon – 5,8 %
in Eslo­he – 4,5 %
in Hal­len­berg – 1,8 %
in Mars­berg + 3,8 %
in Mede­bach ‑12,6 % !
in Mesche­de – 6,4 %
in Ols­berg + 0,8 %
in Win­ter­berg +19,3 %!
Ein ande­res und zwar wesent­lich ungüns­ti­ge­res Bild wür­de der Ver­gleich Betreuungswünsche/​tatsächliche Betreu­ungs­quo­te erge­ben. In Bri­lon wür­den demnach
16,93 % U3-Plät­ze feh­len, in Eslo­he 11,3 %. Ols­berg gerie­te ins Minus von 8,1 %. Mars­berg wäre bei minus 6,5 %. Ledig­lich in Win­ter­berg blie­be es bei einem sat­ten Plus von 11,1 %.
31% der Befrag­ten im HSK wün­schen sich ein Betreu­ungs­vo­lu­men von mehr als 30 Stun­den pro Woche, wei­te­re 32% eine Betreu­ungs­zeit zwi­schen 20 und 30 Stun­den wöchentlich.
So viel steht fest, der Betreu­ungs­wunsch wird wei­ter stei­gen. Der Hoch­sauer­land­kreis kann unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen der wei­te­ren Ent­wick­lung zuver­sicht­lich ent­ge­gen sehen. So unge­fähr steht es im letz­ten Satz der Druck­sa­che 8/902.
Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)