Eine Wäh­ler­ge­mein­schaft will in den Rat der Stadt Sundern!

19. Mai 2014
von Redaktion

Hans-KleinIn Sun­dern ist eine neue Kraft auf der poli­ti­schen Büh­ne auf­ge­taucht. Erst Ende Febru­ar 2014 grün­de­ten – unter ande­rem – die gro­ßen Bür­ger­initia­ti­ven Sun­derns die­se Wäh­ler­ge­mein­schaft. Erfah­rung haben die BIs bereits aus­rei­chend in der Lokal­po­li­tik Sun­derns sam­meln kön­nen. Sei es nun in Ame­cke, in Ste­mel oder bei der Aus­ein­an­der­set­zung um die Wind­parks in Wes­ten­feld. Bei die­ser Arbeit muss­ten sich die Akti­vis­ten bereits mit vie­len Details, Alter­na­ti­ven und Lösungs­an­sät­zen zu loka­len Pro­ble­men auseinandersetzen.

Aber war­um jetzt in den Stadt­rat? Hier­auf hat Andre­as Bah­de eine kla­re Ant­wort „Die Inter­es­sen der Bür­ger haben offen­sicht­lich für die Poli­ti­ker in Sun­dern nur eine gerin­ge Bedeu­tung. Ent­schei­dun­gen wer­den gegen den erklär­ten Wil­len der Bür­ger in den Ort­schaf­ten ein­fach durch­ge­drückt“. Hans Klein geht hier noch einen Schritt wei­ter „Die Bür­ger erfah­ren häu­fig gar nichts über die Pla­nun­gen der Stadt Sun­dern, sie erfah­ren erst im Nach­hin­ein von dem gefass­ten Beschluss. Die Bür­ger vor Ort, müs­sen damit aber meist ein Leben lang mit den Beschlüs­sen klar kommen“.

„Der Bür­ger­wil­le ist für uns eine ganz wich­ti­ge Richt­schnur“, so Hans Klein. Dabei kann Hans Klein auf Erfah­run­gen bei der Miss­ach­tung von Bür­ger­inter­es­sen zurück­bli­cken. Bei der Aus­ein­an­der­set­zung um Wohn­rech­te in Feri­en­woh­nun­gen in Ame­cke mit der Stadt Sun­dern, gelang es ihm und sei­nen Mit­strei­tern die­sen Bür­ger­wil­len einzufordern.

Daher ist die Auf­fas­sung von „WIR SIND SUN­DERN“, Beschlüs­se müs­sen da mit­ent­schie­den wer­den wo die Men­schen mit den Fol­gen leben müs­sen. Die neue Wäh­ler­ge­mein­schaft will daher das bis­he­ri­ge Sys­tem der Orts­vor­ste­her ersetz­ten durch Bezirks­aus­schüs­se wie es sie bereits in Arns­berg gibt. „Es soll­te doch der Bür­ger in den Orts­tei­len sel­ber über die Ent­wick­lung sei­nes Ortes ent­schei­den. Ein Hache­ner muss doch nicht ent­schei­den wie sich Helle­feld oder Endorf ent­wi­ckeln sol­len, dass wis­sen die Leu­te vor Ort am bes­ten“. Daher hat „WIR SIND SUN­DERN“ oder auch kurz die WISU, zwar ein Pro­gramm ent­wi­ckelt mit eini­gen wich­ti­gen Eck­punk­ten, aber ent­schei­dend ist für die WISU der Bür­ger­wil­le. „Der lässt sich nun mal nicht immer genau vor­her­sa­gen“, so Andre­as Bah­de, daher müs­sen Ent­schei­dun­gen auch von Fall zu Fall abge­wo­gen werden.

WIR SIND SUN­DERN möch­te den Orts­tei­len eine Chan­ce auf eine eigen­stän­di­ge Ent­wick­lung ermög­li­chen. „Der Cha­rak­ter eines Ortes wird doch durch Men­schen geprägt und darf nicht durch Ent­schei­dun­gen aus dem fer­nen Rat­haus beschnit­ten werden“.

Aber hat WIR SIND SUN­DERN auch ganz kon­kre­te For­de­run­gen? Hier gibt es ver­schie­de­ne Ansatz­punk­te, denn „WIR SIND SUN­DERN“ for­dert ein Umden­ken bei der Wind­kraft­pla­nung in Sun­dern. „Hier muss ein neu­er Betrach­tungs­win­kel her“ for­dert Hans Klein. Aus dem Blick lässt die WISU auch nicht die moder­ne Tech­nik, denn Sun­dern ist nur unzu­rei­chend an das schnel­le Inter­net ange­bun­den. Chris­toph Schul­te (selbst­stän­dig in der IT-Bran­che) for­dert daher, dass sich die Stadt dafür stark machen muss, dass alle Bür­ger und Fir­men in Sun­dern die Chan­ce auf den Zugang zum schnel­len Inter­net haben müs­sen. Aber auch die Ver­gan­gen­heit will „WIR SIND SUN­DERN“ nicht ruhen las­sen. „Wir brau­chen drin­gend eine Auf­klä­rung um die der­zeit undurch­sich­ti­gen Geschäf­te Rund um die Pro­jekt AG und die Gast­wel­ten. Die­se ste­hen in engem Zusam­men­hang mit der Ent­wick­lung um den Feri­en­park Ame­cke. Die Zah­len gehö­ren offen auf den Tisch. Es muss Schluss sein mit der der­zei­ti­gen Ver­ne­be­lungs­tak­tik“ so Hans Klein. Städ­ti­sche „Leucht­turm­pro­jek­te“ müs­sen drin­gend zurück­ge­fah­ren oder gestoppt wer­den. Sol­che Pro­jek­te ver­schlin­gen gro­ße Geld­sum­men, die der­zeit bei Stra­ßen, Schu­len, Ver­ei­nen, Fami­li­en und Sicher­heit ein­ge­spart wer­den müssen.

Aber „WIR SIND SUN­DERN“ will mehr, dass wird aus ihren Leit­fra­gen deut­lich: „Was ist gut für die Stadt? Was ist gut für den Ort? Was ist gut für die Bür­ger?“ und dar­über steht „Was wol­len die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger?“. Auf dem Hin­ter­grund die­ser Leit­fra­gen will die WISU in der nächs­ten Legis­la­tur­pe­ri­ode in Sun­dern Poli­tik aktiv mit­ge­stal­ten. Poli­tik auf Augen­hö­he mit allen Bür­gern der Stadt, eine Poli­tik die leben­di­ges Leben in den Orten för­dert, eine Poli­tik die sich für alle Bür­ger von Sun­dern stark machen will.