Ehren­berg: Ver­ord­nungs­wahn bedroht unse­re Tradition

10. März 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Zur Ände­rung der Richt­li­nie für die Errich­tung, die Abnah­me und das Betrei­ben von Schieß­stän­den erklärt das Mit­glied des Bun­des­ta­ges Hans-Wer­ner Ehrenberg:
Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Inne­ren hat eine neue Schieß­stands­richt­li­nie ver­ord­net, die die Dicke der Vogel­zie­le auf 8 cm begrenzt.
Die­se neue Richt­li­nie ent­behrt jeg­li­cher Sinn­haf­tig­keit und wider­spricht guter Schieß­pra­xis. Ein span­nen­des Schie­ßen wird dadurch unmög­lich. Die ohne­hin schon weit­rei­chen­de Über­bü­ro­kra­ti­sie­rung in Deutsch­land wird mit die­ser neu­en Richt­li­nie um eine wei­te­re unnö­ti­ge Ver­ord­nung bereichert.
Die bür­ger­schaft­li­chen Ver­ei­ne im Sauer­land mit ihren vie­len tau­send Mit­glie­dern haben ihre Tra­di­tio­nen und fes­ten Abläu­fe seit vie­len Jahr­zehn­ten. Es ist abso­lut nicht ersicht­lich, aus wel­chem Grund nun die­se Tra­di­tio­nen gera­de jetzt aus der Fer­ne „kor­ri­giert“ wer­den sollten.
Hier ist drin­gend Hand­lungs­be­darf. Ich wer­de mich dafür ein­set­zen, dass der Ver­ord­nungs­wahn gestoppt und die­ser Teil der Ver­ord­nung wie­der rück­gän­gig gemacht wird. Unse­re Schüt­zen haben ein Anrecht dar­auf, ihre Tra­di­tio­nen, die nicht umsonst Jahr­zehn­te über­dau­ert haben, wei­ter­hin eigen­stän­dig leben können.