Die welt­be­rühm­ten Regens­bur­ger Dom­spat­zen kom­men nach Mesche­de

18. April 2013
von Redaktion

Dom Konzertanzug klein„Einer der berühm­tes­ten Chö­re der Welt …“ schrieb Papst Paul VI., als er den Regens­bur­ger Dom­spat­zen 1976 zur Tau­send­jahr­fei­er gra­tu­lier­te. Und es stimmt in der Tat: Mit zahl­rei­chen und erfolg­rei­chen Kon­zer­ten konn­ten sich die Regens­bur­ger Dom­spat­zen an vie­len Orten der Welt in die Her­zen ihrer Zuhö­rer sin­gen. Regel­mä­ßi­ge CD-Auf­nah­men und die Prä­senz in Rund­funk und Fern­se­hen ver­hal­fen den sin­gen­den „Spat­zen” aus Regens­burg eben­falls zu ihrem hohen Bekannt­heits­grad und her­vor­ra­gen­den Ruf – weit über die Gren­zen Regens­burgs und Deutsch­lands hin­aus. Ein Dom­spatz zu sein ist etwas ganz Beson­de­res. Jeder, der sich ein­mal zu die­sem berühm­ten Chor zäh­len durf­te, wird sich zeit sei­nes Lebens immer wie­der ger­ne an die zahl­rei­chen Ein­drü­cke und unver­gess­li­chen Erleb­nis­se erin­nern, die einem Regens­bur­ger Dom­spat­zen zuteil­wer­den.

 

Am Diens­tag, 22. Okto­ber 2013, tre­ten die Regens­bur­ger Dom­spat­zen um 20 Uhr in der Pfarr­kir­che Mariä Him­mel­fahrt zu Mesche­de auf. Ein­tritts­kar­ten sind ab sofort erhält­lich in den Bür­ger­bü­ros in Mesche­de und Frei­en­ohl, über das Kar­ten­te­le­fon 0291 205136 und in allen CTS-Even­tim- und ADTi­cket-Shops.

 

Ver­an­stal­ter des Kon­zer­tes in der Kul­tur­ring Mesche­de e. V.

 

Pas­tor Karl Rie­ger, lei­ten­der Pfar­rer der St. Josef-Gemein­de Kamp-Lint­fort, freut sich sehr, dass er nach den so erfolg­rei­chen Begeg­nun­gen in sei­ner Gemein­de wie die Kon­zert­me­di­ta­ti­on mit Mar­got Käß­mann, das Kon­zert mit Lud­wig Gütt­ler und die Fas­ten­me­di­ta­ti­on mit „Jesus Christ Super­star“ in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nun einen der berühm­ten und bes­ten geist­li­chen Chö­re Deutsch­lands prä­sen­tie­ren kann. Es han­delt sich hier­bei wie­der um ein geist­li­ches Kon­zert mit Lite­ra­tur aus der Zeit des Früh­ba­rock bis zu Gegen­wart. Auch Musik­erzie­her Dr. Sche­pers, Musik­erzie­her am Georg-Fors­ter-Gym­na­si­um und Orga­nist und Chor­lei­ter der St. Josef-Kir­che, ist begeis­tert davon, sei­nen Schü­le­rin­nen und Schü­lern eine solch hohe künst­le­ri­sche Per­fek­ti­on vor­stel­len zu kön­nen.

 

Durch den Bei­fall und die Aner­ken­nung, die die Regens­bur­ger Dom­spat­zen regel­mä­ßig bei ihren Auf­trit­ten ern­ten, sind die sin­gen­den Kna­ben längst zu einer der bekann­tes­ten Sehens- bzw. „Hörens­wür­dig­kei­ten” Regens­burgs gewor­den. Wegen der vie­len aus­ge­dehn­ten Kon­zert­rei­sen mit dem eige­nen Bus oder – gar nicht zu sel­ten – auch mit dem Flug­zeug in die gan­ze Welt, wer­den die Dom­spat­zen „Sin­gen­de Bot­schaf­ter der Stadt” genannt. Her­vor­zu­he­ben sind Kon­zert­rei­sen in die USA, nach Kana­da und Japan, aber auch nach Hong­kong, Tai­wan, die Phil­ip­pin­nen und Süd­ko­rea. Selbst­ver­ständ­lich sind die rei­se­lus­ti­gen Regens­bur­ger auch in allen euro­päi­schen Län­dern zu Hau­se. Vom Gre­go­ria­ni­schen Cho­ral bis hin zur Musik unse­rer Tage – das Reper­toire an geist­li­chen und welt­li­chen Chor­wer­ken ist breit gefä­chert. Wahr­schein­lich ist es die­se aus­ge­wo­ge­ne Mischung, wel­che die Dom­spat­zen neben ihren aus­ge­zeich­ne­ten sän­ge­ri­schen Leis­tun­gen so ein­ma­lig macht.

 

1976 konn­ten die Dom­spat­zen ihr 1000-jäh­ri­ges Bestehen fei­ern, denn im Jah­re 975 trenn­te Bischof Wolf­gang das Bis­tum von der Abtei St. Emmer­am und bezog mit den Scho­laren Woh­nung im „Alten Bischofs­hof”. Seit die­ser Zeit gibt es eine Dom­schu­le, die sich schon bald zu einer hoch ange­se­he­nen Bil­dungs­stät­te ent­wi­ckel­te. Zu den wich­tigs­ten Auf­ga­ben ihrer Schü­ler gehör­te die lit­ur­gi­sche Gestal­tung der Got­tes­diens­te in der Dom­kir­che. Das heu­ti­ge „Nest” der Regens­bur­ger Dom­spat­zen ist das Ver­mächt­nis von Dr. Theo­bald Schrems, der von 1924 bis 1963 als Regens­bur­ger Dom­ka­pell­meis­ter wirk­te. Vor über 40 Jah­ren hat er das gemein­sa­me Haus für Schu­le, Inter­nat und Chor ins Leben geru­fen – und damit die Vor­aus­set­zung für das heu­ti­ge hohe Niveau der Dom­spat­zen geschaf­fen. Ab 1964 über­nahm Georg Ratz­in­ger die Lei­tung des Chors. In sei­ner 30jährigen Amts­zeit konn­te er den inter­na­tio­nal guten Ruf der Dom­spat­zen fes­ti­gen und aus­wei­ten. Er präg­te den typisch wei­chen, natür­li­chen „Regens­bur­ger Klang”. Georg Ratz­in­ger über­gab Deutsch­lands ältes­ten Kna­ben­chor in bes­ter Ver­fas­sung an sei­nen Nach­fol­ger Roland Büch­ner – für einen erfolg­rei­chen Start in ein neu­es Jahr­tau­send.

 

Seit Juli 1994 ist Roland Büch­ner, 1954 gebo­ren, Dom­ka­pell­meis­ter. Als vier­fa­cher Fami­li­en­va­ter kennt er selbst die Pro­ble­me der „flüg­ge” wer­den­den Spat­zen und hilft, wo immer er kann. Der Dom­ka­pell­meis­ter muss natür­lich auch ein bes­tens aus­ge­bil­de­ter Musi­ker und Chor­lei­ter sein. Büch­ner stu­dier­te an der Regens­bur­ger Fach­aka­de­mie für Katho­li­sche Kir­chen­mu­sik und Musik­erzie­hung und an der Münch­ner Musik­hoch­schu­le. Sei­nen Abschluss mach­te er mit der Künst­le­ri­schen Staats­prü­fung im Fach Kir­chen­mu­sik und dem Diplom im Kon­zert­fach. Seit 1985 lei­te­te Roland Büch­ner den Kon­zert­chor an der Fach­aka­de­mie für Katho­li­sche Kir­chen­mu­sik und Musik­erzie­hung in Regens­burg und war zugleich Dozent für Orgel und Chor­lei­tung.