Die Roten Socken besich­ti­gen Bau­ern­hof

30. August 2018
von Redaktion

Bei aller­bes­tem Som­mer­wet­ter wan­der­ten die „Roten Socken“ aus Sun­dern durch die Wes­ten­fel­der „Weist“. Vor­bei an Obst­bäu­men, Limou­sin­rin­dern und ziem­lich tro­cke­nen Wie­sen ging es zum Bau­ern­hof von Karl-Josef und Mar­le­ne Japes.

Schon von außen konn­te man erken­nen, wel­chen Spa­gat ein Land­wirt heu­te zu bewäl­ti­gen hat. Wäh­rend das Bruch­stein­wohn­haus über 200 Jah­re alt ist, ste­hen in der Remi­se moderns­te Gerä­te wie ein Bal­len­wick­ler, der in die­sem Jahr ange­schafft wur­de. Viel Büro­kra­tie und gestie­ge­ne Ansprü­che der Ver­brau­cher machen man­chem Land­wirt das Leben schwer, dazu kommt die Abhän­gig­keit vom Wet­ter, die sich in die­sem Jahr beson­ders bemerk­bar mach­te.

Der Betrieb am Ran­de des Dor­fes, der von Vater Karl-Josef und sei­nem Sohn

sdr

bewirt­schaf­tet wird, ist aller­dings gut und breit auf­ge­stellt. Neben den mehr als hun­dert Milch­kü­hen züch­tet man auch Käl­ber und küm­mert sich um den Wald­be­sitz. Das Fut­ter für die Tie­re kommt zum aller­größ­ten Teil von den eige­nen Wei­den und Acker­flä­chen. Dabei ver­zich­tet man voll­stän­dig auf den oft kri­ti­sier­ten Anbau von Mais und baut lie­ber Fut­ter­erb­sen an. Die­se sind unpro­ble­ma­ti­scher im Anbau, tra­gen als Legu­mi­no­sen zur Boden­ge­sund­heit bei und man lockt kei­ne Wild­schwei­ne an, die gern in Mais­fel­dern leben.

Die Milch­kü­he haben in ihrem Stall über­ra­schend vie­le Frei­hei­ten, kön­nen sich ihren Platz suchen, Fut­ter holen, sich krau­len las­sen oder auf die Wei­de direkt vor dem Stall gehen. Ein Melkstand mit 16 Plät­zen dient zwei­mal täg­lich der Milch­ge­win­nung. Die­se Milch wird an eine gro­ße Mol­ke­rei­ket­te in Köln ver­kauft oder bei gera­de gebo­re­nen Käl­bern an die­se ver­füt­tert.

„Der Geruch auf dem Bau­ern­hof ist noch immer so wie in mei­ner Kind­heit, aber alles ande­re hat sich sehr ver­än­dert!“ stell­te Max Leh­nert, der die Besich­ti­gung orga­ni­siert hat­te,  fest. Und der im Gar­ten ange­bo­te­ne Pflau­men­ku­chen und Streu­sel­ku­chen schmeckt noch immer so lecker wie damals!

Natür­lich wur­de auch die Fami­lie Japes mit den schö­nen klei­nen roten Socken beschenkt.