Der Reichs­po­grom­nacht vor 75 Jah­ren geden­ken, und Kunst erle­ben

4. November 2013
von Redaktion

Der Reichs­po­grom­nacht vor 75 Jah­ren geden­ken, und Kunst erle­ben

Kon­zert mit der Sän­ge­rin Char­lot­te Kovac, Sopran, in Beglei­tung des Pia­nis­ten Micha­el Zart­ze­kel, und Vor­stel­lung der Kin­der-Kunst-Instal­la­ti­on „Schat­ten­reich“

CharlotteSun­dern. (Hoch­sauer­land) Mög­lich machen das am Sams­tag, 9. Novem­ber um 19:30 Uhr in der Aula der Real­schu­le die Sopra­nis­tin Char­lot­te Kovac, der Pia­nist Micha­el Zart­ze­kel, der Kunst­ver­ein Sun­dern Sauer­land e.V. und enga­gier­te Kin­der, die alle ein Ziel haben: Mit Respekt und Tole­ranz der Reichs­po­grom­nacht vor 75 Jah­ren zu geden­ken und für ein fried­vol­les und freund­schaft­li­ches Mit­ein­an­der zu plä­die­ren.
Und das mit den Mit­teln der Kunst.
Die in Sun­dern gebo­re­ne Char­lot­te Kovac lebt seit fast 20 Jah­ren mit ihrer Fami­lie in Isra­el. Musi­ka­lisch ist sie inter­na­tio­nal unter­wegs und vie­len Sun­dernern ist sie aus ver­gan­ge­nen Kon­zer­ten in leb­haf­ter und guter Erin­ne­rung. Sie sehen schon mit Span­nung dem kom­men­den Kon­zert ent­ge­gen, wel­ches sich anlass­ge­mäß natür­lich mit israe­li­scher Musik beschäf­tigt. So ist das Kon­zert beti­telt mit „Lie­der, ver­ton­te Gebe­te und Kla­vier­mu­sik jüdi­scher Kom­po­nis­ten“.

„Lie­der, ver­ton­te Gebe­te und Kla­vier­mu­sik jüdi­scher Kom­po­nis­ten“.

Jüdi­sche Kom­po­nis­ten, das sind z.B. Mau­rice Ravel, Felix Men­dels­sohn-Bar­thol­dy oder Fan­ny Cäci­lia Hen­sel, Schwes­ter von Men­dell­sohn-Bar­thol­dy. Hein­rich Hei­ne, einer der bedeu­tends­ten deut­schen Lite­ra­ten ist jüdi­scher Her­kunft und begeg­net uns im Kon­zert als Text­ge­ber eines Lie­des. Eben­so wird man z.B. das seit 1967 legen­dä­re und viel dis­ku­tier­te Yerusha­lem shel Zahav – Jeru­sa­lem aus Gold von Nao­mi She­mer hören. Dem Lied wird bis heu­te der Sta­tus der heim­li­chen Natio­nal­hym­ne Isra­els zuge­ord­net.
Am Flü­gel wird Micha­el Zart­ze­kel Char­lot­te Kovac beglei­ten. Für ihn, der in Russ­land gebo­ren wur­de, dort sein Musik­stu­di­um absol­vier­te und spä­ter mit sei­ner Fami­lie nach Isra­el immi­grier­te, ist Deutsch­land und Sun­dern eine Pre­mie­re, weil er zum ers­ten Mal Deutsch­land besucht. Als Musi­ker aber ist er ein erfolg­rei­cher Pia­nist, der bereits in Russ­land, Öster­reich, Isra­el, und Süd­ame­ri­ka mit sei­nem Spiel begeis­tern konn­te.

Schat­ten­reich

„Schat­ten­reich“ heißt eine Raum­in­stal­la­ti­on, die der Kunst­ver­ein Sun­dern-Sauer­land e.V. als Ergeb­nis sei­nes ers­ten eige­nen Kin­der-Kunst­pro­jekts zum Kon­zert vor­stel­len möch­te. Kin­der von Heu­te haben eine Instal­la­ti­on in Geden­ken an Men­schen geschaf­fen, die 1938 Kin­der waren und vom Krieg und NS-Regime bedroht waren. Neben dem Geden­ken und Respekt für die Opfer der furcht­ba­ren Ver­bre­chen des Nazi­re­gimes set­zen sie auf Tole­ranz im Umgang mit­ein­an­der, unab­hän­gig von Nati­on oder Reli­gi­on. Das haben sie mit den Künst­lern Char­lot­te Kovac und Micha­el Zart­ze­kel gemein­sam.
Vom 12. – 24. Novem­ber wird die Instal­la­ti­on im Rat­haus­foy­er gezeigt.

Sams­tag, 9. Novem­ber,
Aula der Real­schu­le Sun­dern,
Beginn 19:30 Uhr, kein Ein­tritt