Der her­kunfts­sprach­li­che Unter­richt in Alba­nisch im HSK

29. Mai 2013
von Redaktion
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„Unter­richt außer­halb der Schu­le“, hieß das Aus­tausch­pro­jekt zwi­schen deut­schen und alba­ni­schen Schü­lern.

Der her­kunfts­sprach­li­che Unter­richt in Alba­nisch im Hoch­sauer­land­kreis und Dort­mund mit Leh­rer Kema­jl Cal­la­ku hat­te vor drei Jah­ren gemein­sam mit den alba­ni­schen Schü­lern aus Arns­berg-Sun­dern und Dort­mund eine Schul­fahrt in den Koso­vo unter­nom­men. Die­se Akti­vi­tät wur­de im Rah­men eines Schü­ler­aus­tau­sches durch­ge­führt. Jetzt stand eine Gegen­ein­la­dung an. Alba­ni­sche Schü­ler aus dem Koso­vo waren vom 18.05.2013 – 25.05.2013 zu Gast in Arns­berg und Sun­dern. Die­se Schü­ler­grup­pe stellt jedoch eine beson­de­re Kate­go­rie da. Es sind Kin­der, deren Eltern im Koso­vo­krieg gefal­len sind. „Unter­richt außer­halb der Schu­le“, hieß das Aus­tausch­pro­jekt. Ziel des Pro­jek­tes war es Men­schen aus der eige­nen und aus frem­den Kul­tu­ren zu begeg­nen, geschicht­li­che Hin­ter­grün­de zu ver­ste­hen, die sprach­li­chen Fer­tig­kei­ten zu ver­tie­fen und in inter­na­tio­na­len Zusam­men­hän­gen den­ken zu ler­nen. Durch die­se Schü­ler­aus­tausch­pro­gram­me bil­den die Schu­len im euro­päi­schen Raum  gegen­sei­ti­ge wich­ti­ge Part­ner­schaf­ten, wel­che eine gro­ße Bedeu­tung für unser heu­ti­ges eng ver­floch­te­nes Euro­pa haben. Es hilft Vor­ur­tei­le abzu­bau­en und von­ein­an­der zu ler­nen.

 

Nach Deutsch­land kamen 16 Schü­ler und drei Lehr­kräf­te alba­ni­scher Schu­len aus den Gemein­den Sken­der­aj, Raho­vec und Kaca­nik. Beglei­tet wur­de die­se Akti­vi­tät von Herrn Nuhi Gashi, Ver­tre­ter des Bil­dungs­mi­nis­te­ri­ums der Repu­blik Koso­vo. Eltern aus dem her­kunfts­sprach­li­chen Unter­richt in Alba­nisch in Arns­berg-Sun­dern und Dort­mund nah­men die Kin­der für eine Woche bei sich zu Hau­se auf und sorg­ten für ihre Ver­pfle­gung.

Die Schü­ler erleb­ten eine außer­ge­wöhn­li­che Woche in Deutsch­land. Am Sonn­tag, dem 19.05.2013 fand zu Ehren die­ser Schü­ler­grup­pe im Orts­teil Müsche­de ein Kul­tur­nach­mit­tag statt. An die­ser Ver­an­stal­tung nah­men auch unser hei­mi­scher Bun­des­tags­kan­di­dat Dirk Wie­se sowie unse­re Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Bir­git Sip­pel teil. Bei­de begrüß­ten die­se Ver­an­stal­tung und beton­ten, dass der Aus­tausch mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern aus ande­ren Län­dern die Bereit­schaft för­dert, im euro­päi­schen und inter­na­tio­na­len Kon­text zu ler­nen und sich die in einer glo­ba­li­sier­ten Welt nöti­ge Fle­xi­bi­li­tät, Mobi­li­tät sowie kom­mu­ni­ka­ti­ve, inter­kul­tu­rel­le und sozia­le Kom­pe­tenz anzu­eig­nen. Die Schü­ler­grup­pe besuch­te des Wei­te­ren den Movie Park in Bot­trop, den Zoo­gar­ten in Wup­per­tal und Groß­städ­te wie Dort­mund, Düs­sel­dorf und Köln. Auf dem Pro­gramm, stan­den eben­falls Besu­che an deut­schen Schu­len, wie der Haupt­schu­le Sun­dern und der Grim­me­schu­le Arns­berg, wel­che auch die offi­zi­el­le Ein­la­dung die­ser Schü­ler­grup­pe ver­an­lasst hat­te an. Der her­kunfts­sprach­li­che Unter­richt hier vor Ort bei uns im Sauer­land ist wich­tig. Er ist ein Ange­bot für Schü­le­rin­nen und Schü­ler, zwei­spra­chig auf­zu­wach­sen. Zum Einen ihre Mut­ter­spra­che zu beherr­schen und zum ande­ren die Spra­che ihrer zwei­ten Hei­mat zu kön­nen. Mehr­spra­chig­keit ist wich­tig. Dank an die­ser Stel­le an Herrn Cal­la­ku, der die­ses Ange­bot vor Ort mög­lich macht. Arti­kel ver­fasst von: Lule­zim Cal­la­ku ©