Dau­er­bren­ner „Fracking“ – Neue Ten­den­zen bei der Uni­on

10. Mai 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Mit schö­ner Regel­mä­ßig­keit schau­en wir was es im welt­wei­ten Netz an welt­wei­ten News zum Fracking gibt und stau­nen …. Heu­te gucken wir „nur“ auf Deutsch­land und den­ken: „Wow“:

 

„Umstrit­te­ne För­der­me­tho­de: Uni­ons-Beden­ken gegen neu­en Fracking-Gesetz­ent­wurf“, mel­det am 06. Mai 2013 Spie­gel online!!! Und so geht die Mel­dung wei­ter:

„Ber­lin – Mühe­voll hat­ten sich CDU, CSU und FDP zu einem Kom­pro­miss über ein Gesetz zum umstrit­te­nen Fracking durch­ge­run­gen. Doch meh­re­re Uni­ons-Abge­ord­ne­te im Bun­des­tag haben nun Beden­ken gegen den neu­en Ent­wurf. Laut Uni­ons-Frak­ti­on ste­he eine mehr­heit­li­che Zustim­mung jedoch nicht in Fra­ge.“ Wir wie­der­ho­len: „…ste­he nicht in Fra­ge“!

 

Klick:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fracking-unions-bedenken-gegen-neuen-gesetzentwurf-a-898435.html

 

Laut stern.de for­dern (wohl im Gegen­satz zu man­chen Uni­ons-Polit­ke­rIn­nen?) die Bier­brau­er här­te­re Fracking-Auf­la­gen

 

Klack:

http://www.stern.de/politik/deutschland/bierbrauer-fracking-folgen-gasf-rderung-warnen-brauwasser-2006749.html

 

Die Brau­er sehen die Qua­li­tät des Trink­was­sers trotz der geplan­ten Auf­la­gen in Gefahr.

 

Aber auch in Tei­len der bis­her dem Fracking so zuge­neigt wir­ken­den Uni­on gibt es immer mehr kri­ti­sche Stim­men gegen Erd­gas­boh­ren. Die taz ver­öf­fent­licht im Zusam­men­hang mit der Dis­kus­si­on über Fracking am Boden­see am 07.05.2013:

„BER­LIN dpa | Die Sor­ge um das Trink­was­ser aus dem Boden­see könn­te zu einer wei­te­ren Ver­schär­fung des Gesetz­ent­wurfs für die Gas­för­de­rung aus tie­fen Gesteins­schich­ten füh­ren. „Der Boden­see und Fracking ver­tra­gen sich nicht“, sag­te der Kon­stan­zer CDU-Abge­ord­ne­te Andre­as Jung am Diens­tag der Nach­rich­ten­agen­tur dpa. Um den Boden­see sei nur die Hälf­te der Gebie­te als Was­ser­schutz­ge­bie­te aus­ge­wie­sen. …

… Auch Baden-Würt­tem­bergs CDU-Lan­des­chef Tho­mas Stro­bl pocht auf eine Ver­schär­fung. Denn der Schutz des Trink­was­sers habe Prio­ri­tät. Die Orga­ni­sa­ti­on Cam­pact, der Bund für Umwelt und Natur­schutz Deutsch­land (BUND), der Bun­des­ver­band Bür­ger­initia­ti­ven Umwelt­schutz (BBU) und das Bür­ger­bünd­nis „Gegen Gas­boh­ren“ for­der­ten am Diens­tag die Bun­des­re­gie­rung auf, die Gas­för­der­me­tho­de zu ver­bie­ten. Nach einer Emnid-Umfra­ge wür­den 66 Pro­zent der Befrag­ten ein Ver­bot befür­wor­ten, zudem hät­ten 150 000 Men­schen im Inter­net den Appell „Fracking stop­pen“ unter­zeich­net, erklär­ten die Fracking-Geg­ner.“

 

 

Sie­he:

http://www.taz.de/Diskussion-um-Fracking-Regelungen-/!115866/

 

Und jetzt ein Dau­er­tromm­ler pro Fracking, das Han­dels­blatt, mit der glei­chen Mel­dung:

 

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gasfoerderung-bodensee-als-problem-bei-fracking-gesetz/8173858.html

 

und eini­gen Kom­men­ta­ren:

 

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gasfoerderung-bodensee-als-problem-bei-fracking-gesetz/v_detail_tab_comments/8173858.html

 

Noch ein Blick in unser Bun­des­land mit Assis­tenz des Min­de­ner Tages­blatts vom 05.05.2013:

 

„NRW: Kri­tik am ver­schärf­ten Gesetz­ent­wurf zu Fracking

Düs­sel­dorf (dpa). Nord­rhein-West­fa­len und Schles­wig-Hol­stein geht der schon ein­mal über­ar­bei­te­te Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zum umstrit­te­nen Fracking noch nicht weit genug. „Der Gesetz­ent­wurf ist unzu­rei­chend und erfüllt nicht die vom Bun­des­rat ver­ab­schie­de­ten Anfor­de­run­gen”, sag­te NRW-Umwelt­mi­nis­ter Johan­nes Rem­mel (Grü­ne). …“

 

Hier nach­zu­le­sen:

http://www.mt-online.de/start/letzte_meldungen_aus_der_region/8446407_NRW_Kritik_am_verschaerften_Gesetzentwurf_zu_Fracking.html

 

Und nun ins Sauer­land. Da ist die BIGG Hoch­sauer­land (Bür­ger­initia­ti­ve Gegen Gas­boh­ren Hoch­sauer­land) wei­ter sehr aktiv. Sie berich­tet auf ihrer HP von einem bun­des­wei­ten Tref­fen von 26 Bür­ger­initia­ti­ven gegen Gas­boh­ren, das am 4. und 5. Mai 2013 in Kor­bach statt­fand. Die­se For­de­run­gen wur­den in Kor­bach erar­bei­tet:

 

  • Die Initia­ti­ven for­dern      ein sofor­ti­ges aus­nahms­lo­ses Ver­bot sämt­li­cher For­men von Fracking bei der      Erfor­schung, Auf­su­chung und Gewin­nung fos­si­ler Ener­gie­trä­ger. Unab­hän­gig      davon, ob die Riss­bil­dung mit oder ohne den Ein­satz gif­ti­ger Che­mi­ka­li­en,      hydrau­lisch oder anders­ar­tig erzeugt wird.

 

  • Ein gene­rel­les Import- und      Han­dels­ver­bot von „gefrack­ten“ fos­si­len Ener­gie­trä­gern. Ein gene­rel­les      Ver­bot der Ver­pres­sung des Rück­flus­ses oder der unter­tä­gi­gen Abla­ge­rung      von Flui­den und Lager­stät­ten­wäs­ser. Sowie eine Novel­lie­rung des Berg­rechts      bei der die höchs­ten Umwelt­stan­dards und Betei­li­gungs­rech­te der      Öffent­lich­keit im Fokus ste­hen.

 

  • Beglei­tend for­dern die      Ver­tre­ter der Bür­ger­initia­ti­ven ein kon­se­quen­tes Umset­zen der poli­tisch      beschlos­se­nen Ener­gie­wen­de, d.h. die Abkehr von fos­si­len Brenn­stof­fen, den      Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en sowie die Stei­ge­rung der      Ener­gie­ef­fi­zi­enz.

 

Sie­he:

http://www.gegen-gasbohren.de/initiativen/bigg-hochsauerland/

 

Trotz der vie­len Kri­ti­ker und Anti-Fracking-Akti­vis­ten kön­nen wir uns bestimmt noch nicht ent­spannt zurück­leh­nen! Die Lob­by­is­ten tun‚s auch nicht! GANZ BESTIMMT NICHT!