CDU stellt Antrag auf Auf­he­bung der Bebau­ungs­plä­ne in Wochen­end­haus­ge­bie­ten – Dau­er­woh­nen soll mög­lich wer­den

21. Mai 2013
von Redaktion

20130517_DauerwohnenSun­dern-Ame­cke (Hoch­sauer­land) Die Inter­es­sen­ge­mein­schaft „Woh­nen am See“ setzt sich für die Umwand­lung der Ame­cker Wochen­end­haus­ge­bie­te in Wohn­ge­bie­te ein. Zwar sahen in den Ame­cker Wochen­end­haus­ge­bie­ten die ursprüng­li­chen pla­ne­ri­schen Fest­set­zun­gen die Nut­zung der Häu­ser zu Dau­er­wohn­zwe­cken nicht vor, fak­tisch wer­den heu­te aber nahe­zu alle Häu­ser hier­zu genutzt. Die CDU bekann­te sich bereits im ver­gan­ge­nen Jahr dazu, den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern der betrof­fe­nen Gebie­te zu hel­fen. Jetzt stellt die CDU für die Inter­es­sen­ge­mein­schaft einen ent­spre­chen­den Antrag an den Umwelt- und Pla­nungs­aus­schuss.
Nach einem ers­ten Tref­fen im März die­ses Jah­res erar­bei­te­te die IG „Woh­nen am See“ einen Fahr­plan, mit dem die Umwand­lung der Wochen­end­haus­ge­bie­te in Wohn­ge­bie­te erfol­gen kann. In Koope­ra­ti­on mit der CDU wird die­se Umwand­lung, die die Gebie­te „Am Roden“, „Am Hude­weg“, „An der Hes­pe“ und „Am West­ufer“ betrifft, nun als Antrag an den Umwelt- und Pla­nungs­aus­schuss und an den Rat der Stadt Sun­dern gestellt.  Zunächst sieht der Antrag die Auf­he­bung der bestehen­den Bebau­ungs­plä­ne vor und im Anschluss die Ein­lei­tung eines Bau­leit­plan­ver­fah­rens zur Auf­stel­lung neu­er Bebau­ungs­plä­ne, die Dau­er­woh­nen in den betrof­fe­nen Gebie­ten ermög­li­chen. CDU-Vor­sit­zen­der Ste­fan Lan­ge: „Wir müs­sen in die­sem Bereich das Pla­nungs­recht der Rea­li­tät anpas­sen“. Auch die Bezirks­re­gie­rung sieht das ähn­lich. In einer Stel­lung­nah­me hat­te die­se bereits im ver­gan­ge­nen Jahr erläu­tert, dass die frü­her vor­ge­se­he­ne tou­ris­ti­sche Vor­rang­funk­ti­on in den Gebie­ten nicht mehr gese­hen wer­de, da erkenn­bar in einem schlei­chen­den Pro­zess eine Umnut­zung in Dau­er­woh­nen bereits statt­ge­fun­den habe.  Bewoh­ner der Gebie­te sehen sich der­zeit mit mas­si­ven Wert­ver­lus­ten ihrer Immo­bi­li­en oder auch mit dem Nicht­zu­stan­de­kom­men von Anschluss­fi­nan­zie­run­gen bei Ban­ken kon-
fron­tiert. „Hier geht es nicht um Ein­zel­schick­sa­le, son­dern es geht um eini­ge Hun­dert be- trof­fe­ne Bür­ge­rin­nen und  Bür­ger. Poli­tik muss des­halb han­deln“, so Ste­fan Lan­ge.  Der Antrag soll in der nächs­ten Sit­zung des Umwelt- und Pla­nungs­aus­schus­ses am 4. Juni und in der dar­auf­fol­gen­den Sit­zung des Rates am 13. Juni abschlie­ßend behan­delt wer­den. Offen bleibt die Fra­ge, ob mit dem Ein­stieg in das bean­trag­te Ver­fah­ren bereits wie­der Dau­er­woh­nen in den betrof­fe­nen Gebie­ten ermög­licht bzw. wie­der gedul­det wer­den kann. „Wir wer­den die Ver­wal­tung bit­ten, dies zu prü­fen“, so die CDU in ihrer Stel­lung­nah­me.