CDU / CSU Minis­te­ri­um schießt den Vogel ab

8. März 2013
von Redaktion

„Die neue Schieß­stand­ver­ord­nung ist ein Schlag ins Gesicht für alle Schüt­zen­ver­ei­ne im Sauer­land. Hier wird ein Brauch­tum von lan­ger Tra­di­ti­on mit Füßen getre­ten“, macht Dirk Wie­se, Bun­des­tags­kan­di­dat und Vor­sit­zen­der der SPD im Hoch­sauer­land­kreis, anläss­lich der neu­en Schieß­stand­richt­li­nie des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums deut­lich. Nach die­ser Richt­li­nie dür­fe der Schüt­zen­vo­gel nur noch einen Rumpf­durch­mes­ser von 80 Mil­li­me­tern, statt wie bis­her 200mm haben. Dies wür­de aber dazu füh­ren, dass von den üblich erfor­der­li­chen 200 bis 600 Schuss, im schlimms­ten Fal­le nur noch zwei oder drei Schuss übrig blei­ben, um den Vogel von der Stan­ge zu holen. Was wie­der­um den Span­nungs­bo­gen, wer denn nun Schüt­zen­kö­nig wird, völ­lig zer­stö­ren würde.

„Ich war sel­ber schon Schüt­zen­kö­nig in Oeven­trop und das Vogel­schie­ßen ist der Höhe­punkt des jähr­li­chen Schüt­zen­fes­tes. Im gan­zen Hoch­sauer­land eines der wich­tigs­ten und schöns­ten Ereig­nis­se. Nicht aus­zu­den­ken, wenn nach 5 Run­den schon Schluss ist.“, ergänzt Rai­ner Mühl­ni­ckel, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der HSK-SPD. Vie­le Tra­di­ti­ons­ver­ei­ne hät­ten durch stei­gen­de Gema-Gebüh­ren oder Auf­la­gen für Fest­zugs­ab­si­che­rung sowie­so schon genug zu kämp­fen. „Wir dür­fen nicht zulas­sen, dass jetzt auch noch das Vogel­schie­ßen auf dem Spiel steht“, stel­len die gebür­ti­gen Sauer­län­der Wie­se und Mühl­ni­ckel fest und ergän­zen: „Die SPD im Hoch­sauer­land wird ihr Mög­lichs­tes tun, damit die­se alte Tra­di­ti­on nicht gefähr­det wird und wir uns auch die­ses Jahr aufs Vogel­schie­ßen freu­en kön­nen! Denn ein Fest ohne König, ist schlim­mer als ein Fest ohne Zigarette.“

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen auch unter http://​www​.hsk​-spd​.de/.