Bür­ger­meis­ter fun­gie­ren nicht als Stell­ver­tre­ter des Landrats

21. Juli 2015
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis.

Bür­ger­meis­ter fun­gie­ren nicht als Stell­ver­tre­ter des Landrats …

Das geht aus einem Ant­wort­schrei­ben des Land­rats an die Kreis­tags­frak­ti­on Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL/FW) hervor.

Falls ein Bür­ger­meis­ter einer kreis­an­ge­hö­ri­gen Stadt oder Gemein­de anläss­lich einer Ver­an­stal­tung ein Geld- oder Sach­ge­schenk des Hoch­sauer­land­krei­ses über­reicht haben soll­te, han­delt es sich um eine abso­lu­te Aus­nah­me­si­tua­ti­on, ant­wor­te­te Land­rat Dr. Karl Schneider.

Die SBL doku­men­tiert hier und jetzt sowohl ihre zwei­te Anfra­ge zu „Geld- oder Sach­ge­schen­ken des HSK“ sowie die Ant­wort der Ver­wal­tung. Alles ande­re zu die­sem Punkt fin­den Sie unter die­sem Link:
http://​sbl​-frak​ti​on​.de/​?​p​=​5​948

Anfra­ge

„Arns­berg, 23.06.2015

Anfra­ge gemäß § 11 Abs. 1 der Geschäfts­ord­nung des Kreistags
The­ma: Geld- oder Sach­ge­schen­ke des HSK

Sehr geehr­ter Herr Landrat,

vie­len Dank für Ihre Ant­wort vom 02.06.2015 auf mei­ne Anfra­ge zu „Geld- und Sach­ge­schen­ken des HSK“ vom 26.05.2015.

Bit­te beant­wor­ten Sie mir ergän­zend zur Fra­ge 4
„Wer über­gibt in der Regel die Geschen­ke des HSK in wes­sen Namen und in wel­cher Form?“ folgendes:

• Kommt der Fall vor, dass ein Bür­ger­meis­ter, z.B. aus Win­ter­berg oder Mede­bach, bei Fei­ern und Ver­an­stal­tun­gen stell­ver­tre­tend für den Land­rat bzw. im Namen des Land­rats Geld- und Sach­ge­schen­ke des Hoch­sauer­land­krei­ses an Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen überreicht?

• Wenn ja, steht das Ihrer Mei­nung nach nicht im Wider­spruch zu § 6 (2) der Haupt­sat­zung des Hoch­sauer­land­krei­ses, in dem gere­gelt ist, dass der Land­rat im Fal­le sei­ner Ver­hin­de­rung von sei­nen gewähl­ten Stell­ver­tre­tern in der durch das Wahl­er­geb­nis fest­ge­leg­ten Rei­hen­fol­ge ver­tre­ten wird?

In die­sem Zusam­men­hang möch­ten wir Sie auch bit­ten, uns die Anzahl und die Namen der Orte der durch die Stell­ver­tre­ter der Land­ra­tes in 2015 wahr­ge­nom­men Ter­mi­ne zu nennen.“

Ant­wort

„10. Juli 2015

Ihre Anfra­ge gemäß § 11 Abs. 1 Gesch0 für den Kreis­tag des Hochsauerlandkreises
hier: Geld- oder Sach­ge­schen­ke des HSK, ergän­zen­de Anfra­ge vom 23.06.2015

Sehr geehr­ter Herr Rabe,

die o.g. ergän­zen­de Anfra­ge beant­wor­te ich hier­mit wie folgt:

Wie ich Ihnen bereits mit­ge­teilt habe, wer­den Zuwen­dun­gen anläss­lich von Jubi­lä­en oder Ver­an­stal­tun­gen z.B. von Ver­ei­nen von mir per­sön­lich oder einem mei­ner Stell­ver­tre­ter per Scheck über­reicht. Ansons­ten wer­den Zuwen­dun­gen oder Spen­den per Bank­über­wei­sung über­mit­telt bzw. als Sach­ge­schenk übergeben.

Falls ein Bür­ger­meis­ter einer kreis­an­ge­hö­ri­gen Stadt oder Gemein­de anläss­lich einer Ver­an­stal­tung ein Geld- oder Sach­ge­schenk des Hoch­sauer­land­krei­ses über­reicht haben soll­te, han­del­te es sich um eine abso­lu­te Aus­nah­me­si­tua­ti­on, die nur auf kurz­fris­tig auf­ge­tre­te­ne Ter­min­schwie­rig­kei-ten sowohl bei mir und mei­nen bei­den Stell­ver­tre­tern als auch bei mei­ner Stell­ver­tre­te­rin zurück­ge­führt wer­den kann. Auch wenn viel­leicht vor Ort ein ande­rer Ein­druck ent­stan­den ist, fun­giert der Bür­ger­meis­ter in einem sol­chen Aus­nah­me­fall nicht als mein Stell­ver­tre­ter son­dern ledig­lich als Bote des Hochsauerlandkreises.

Eine Ver­tre­tung durch einen Bür­ger­meis­ter anstatt durch die gewähl­ten stell­ver­tre­ten­den Land­rä­te bzw. die stell­ver­tre­ten­de Land­rä­tin wür­de tat­säch­lich im Wider­spruch zur Haupt­sat­zung des Hoch­sauer­land­krei­ses ste­hen. Die Wahr­neh­mung der­ar­ti­ger Ter­mi­ne erfolgt daher unter Berück­sich­ti­gung der Maß­ga­ben der Haupt­sat­zung und der per­sön­li­chen Ter­mi­ne mei­ner Stell­ver­tre­ter/-in. Es wur­de aller­dings bis­lang nicht für not­wen­dig erach­tet, eine Lis­te dar­über zu füh­ren, wel­cher mei­ner Ver­tre­ter an wel­chem Ort wel­chen Ter­min wahr­ge­nom­men hat. Sicher­lich stim­men Sie mit mir dar­in über­ein, dass die­ser zusätz­li­che Auf­wand auch zukünf­tig ent­behr­lich ist.“

PM der Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL/FW)