Bilanz des vier­ten Blitz­ma­ra­thons der Poli­zei für den Hoch­sauer­land­kreis

5. Juni 2013
von Redaktion

Bilanz des vier­ten Blitz­ma­ra­thons der Poli­zei für den Hoch­sauer­land­kreis

Hoch­sauer­land­kreis  Vom 04. bis zum 5. Juni 2013 fand in der Zeit zwi­schen Diens­tag, 06:00 Uhr, und Mitt­woch­mor­gen, 06:00 Uhr, der vier­te 24-Stun­den-Blitz­ma­ra­thon der Poli­zei NRW statt. An die­sem betei­lig­te sich auch wie ange­kün­digt die Kreis­po­li­zei­be­hör­de Hoch­sauer­land­kreis mit Unter­stüt­zung der Geschwin­dig­keits­über­wa­chung des Hoch­sauer­land­krei­ses.

 

In den 24 Stun­den der Kon­troll­ak­ti­on wur­den im Hoch­sauer­land­kreis über 20.700 Kraft­fahr­zeu­ge gemes­sen. Davon muss­te bei ins­ge­samt 433 Autos, Lkw und Motor­rä­dern eine Über­schrei­tung der zuläs­si­gen Höchst­ge­schwin­dig­keit fest­ge­stellt wer­den. Das ent­spricht einer Bean­stan­dungs­quo­te von 2,09 %.

 

Die kreis­weit höchs­te Geschwin­dig­keits­über­schrei­tung wur­de im Bereich Eslo­he auf der Land­stra­ße 519 fest­ge­stellt. Dort war ein Auto­fah­rer am Mitt­woch in den frü­hen Mor­gen­stun­den außer­halb einer geschlos­se­nen Ort­schaft bei erlaub­ten 50 km/h mit 100 km/h unter­wegs.

Abzüg­lich der ein­ge­räum­ten Tole­ran­zen wird dem Mann jetzt eine Geschwin­dig­keits­über­schrei­tung von 47 km/h vor­ge­wor­fen. Dafür sind ein vier­wö­chi­ges Fahr­ver­bot, ein Buß­geld und Punk­te in der „Flens­bur­ger Ver­kehrs­sün­der­da­tei” vor­ge­se­hen.

 

In Mesche­de-Olpe wur­de am Diens­tag zwi­schen 11:30 Uhr und 14:00 Uhr ein Auto­fah­rer mit 88 km/h bei erlaub­ten 50 km/h fest­ge­stellt. Da sich der Auto­fah­rer inner­halb einer geschlos­se­nen Ort­schaft befand, erwar­ten ihn jetzt eben­falls vier füh­rer­schein­lo­se Wochen, ein Buß­geld und Punk­te im Ver­kehrs­zen­tral­re­gis­ter.

 

Trotz eini­ger Ver­stö­ße, die sehr deut­lich über den zuläs­si­gen Geschwin­dig­kei­ten lagen, zeigt sich der Ein­satz­lei­ter, Poli­zei­haupt­kom­mis­sar Uwe Gers­tha­gen, zufrie­den mit dem Ergeb­nis:

„Wir konn­ten fest­stel­len, dass der über­wie­gen­de Teil der Men­schen, die auf den Stra­ßen im Hoch­sauer­land­kreis unter­wegs waren, sich vor­schrifts­mä­ßig und vor­bild­lich ver­hal­ten haben. Die Quo­te der fest­ge­stell­ten Geschwin­dig­keits­über­schrei­tun­gen liegt mit knapp über

2 % etwa um das Vier­fa­che unter dem Wert, den wir bei Geschwin­dig­keits­mes­sun­gen an Tagen ohne vor­he­ri­ge Ankün­di­gung fest­stel­len. Der Wert liegt auch etwa ein bis zwei Pro­zent­punk­te unter den Wer­ten der zurück­lie­gen­den Blitz­ma­ra­thons. Damit sehen wir uns auf dem rich­ti­gen Weg, mit­tel­fris­tig eine Ver­hal­tens­än­de­rung aller Ver­kehrs­teil­neh­mer her­bei­zu­füh­ren und so maß­geb­lich zur Sicher­heit aller Betei­lig­ten bei­zu­tra­gen.”

 

Für den Zeit­raum der Kon­troll­ak­ti­on ist bis­lang bei der Poli­zei im Hoch­sauer­land­kreis kein Ver­kehrs­un­fall bekannt gewor­den, dem als Ursa­che über­höh­te oder nicht ange­pass­te Geschwin­dig­keit zu Grun­de liegt.

 

Uwe Gers­tha­gen: „So erfreu­lich die Ergeb­nis­se des vier­ten Blitz­ma­ra­thons auch sind und so sehr wir uns auch dar­über freu­en, dass es wäh­rend die­ser 24 Stun­den zu kei­nen Geschwin­dig­keits­un­fäl­len gekom­men ist, wird die Poli­zei im Hoch­sauer­land­kreis auch wei­ter­hin mit Nach­druck die Zie­le der lan­des­wei­ten Kam­pa­gne „Brems dich – ret­te Leben!” wei­ter­ar­bei­ten. Und das mit prä­ven­ti­ven Ansät­zen, aber auch mit repres­si­ven Kon­zep­ten. Ziel ist und bleibt dabei die Redu­zie­rung der schwe­ren und schwers­ten Unfall­fol­gen durch den Kil­ler Num­mer 1 im

Stra­ßen­ver­kehr: Der Geschwin­dig­keit! Und das nicht nur an Tagen, an denen ein Blitz­ma­ra­thon statt­fin­det. Wie nötig die­se Maß­nah­men sind, zeigt eine trau­ri­ge Infor­ma­ti­on, die die Poli­zei am Diens­tag

erreich­te: Nach einem schwe­ren Ver­kehrs­un­fall zu Fron­leich­nam auf der Land­stra­ße 740 zwi­schen Win­ter­berg und Küst­el­berg ist ein dabei schwerst­ver­letz­ter 65-jäh­ri­ger Motor­rad­fah­rer am Don­ners­tag in einer Spe­zi­al­kli­nik an sei­nen Ver­let­zun­gen gestor­ben. Damit erhöht sich die Zahl der im Jahr 2013 auf den Stra­ßen des Hoch­sauer­land­krei­ses gestor­be­nen Men­schen auf sie­ben. Fünf die­ser Unfäl­le ereig­ne­ten sich im öst­li­chen Kreis­ge­biet.”