Aus­stel­lung in der Stadt­ga­le­rie Sundern

18. Juni 2015
von Redaktion

schraube-löffler-braig.Sie ist Sun­dern sehr ver­bun­den, und hat Lang­scheid am Sorp­see seit Lan­gem qua­si zu ihrer Wahl­hei­mat erko­ren. Die Spra­che ist von der Künst­le­rin Doro­thee Schrau­be-Löff­ler, die durch ihre hoch­äs­the­tisch, kunst­schö­nen Objek­te in Gold deutsch­land­weit nicht nur die Kunst­sze­ne über­zeugt. In Sun­dern hat sie schon mehr­mals im Kunst­haus Knapstein und in der Stadt­ga­le­rie aus­ge­stellt. Die Künst­le­rin arbei­tet bereits seit 1956 als frei­schaf­fen­de Künst­le­rin. Sie blickt auf vie­le Prei­se und Belo­bi­gun­gen zurück. So wur­de ihr z. B. für die Gesamt­ge­stal­tung der Kran­ken­haus­ka­pel­le der Uni­ver­si­tät Regens­burg der 1. Preis zuge­spro­chen. Außer­dem arbei­tet Doro­thee Schrau­be-Löff­ler lang­jäh­rig künst­le­risch mit Men­schen mit einer geis­ti­gen Behin­de­rung. Im Haus der Kunst, Mün­chen, konn­te sie bereits mit einem ihrer Schü­ler den euro­päi­schen Kunst­preis der Out­si­der Art in Emp­fang neh­men, und unlängst den Publi­kums­preis der Kunst­stif­tung NRW in der sel­ben Spar­te, im Muse­um Abtei Liesborn

Gemein­sam mit Johan­nes Braig wird sie ab Sonn­tag, 28. Juni in der Stadt­ga­le­rie Sun­dern die Aus­stel­lung „Form & Spiel“ bestü­cken. Johan­nes Braig stu­dier­te Kunst in Ber­lin und Paris und lebt heu­te als frei­er Maler in Stutt­gart. „Die Far­be hat mich. Ich brau­che nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer….“, so lau­tet ein Tage­buch­ein­trag Paul Klees am 16.4.1914 wäh­rend sei­ner Tunis­rei­se. Das gilt auch für Johan­nes Braig. Wur­de der Farb­ein­satz in frü­he­ren abs­trak­ten Arbei­ten gleich­sam zum Kom­po­si­ti­ons­prin­zip, zei­gen sich bis heu­te Figu­ra­tio­nen und Gesich­ter auf einer eigent­lich auto­no­men Farb­flä­che. Wer hat Angst vor Rosa, Tür­kis und Him­mel­blau? – fragt Braig ange­sichts sei­ner „Figu­ra­tio­nen“. Das sind Frau­en­gestal­ten, die far­big und line­ar zwi­schen Zeich­nung und Male­rei zu schwe­ben schei­nen. Braig lenkt uns zum einen zum Colour Field Pain­ting eines Bar­nett New­man (Who’s Afraid of Red, Yel­low and Blue), zum ande­ren ver­weist er auf eine For­men­viel­falt und Far­big­keit des spä­ten Barock. Male­rei und bewusst gesetz­te Typo­gra­fie paa­ren sich mit Wort­in­hal­ten, paro­lisch, iro­nisch und selbst­iro­nisch auf Lein­wän­den. Mit Fra­gen wie: War­um gibt’s eigent­lich so vie­le Künst­ler? Oder, ohne Moos nix los, trennt sich Johan­nes Braig von der Flut der Künst­ler, die außer einem deko­ra­ti­ven Anspruch kei­nen ande­ren haben.

Man darf gespannt sein, wie sich die nach einem streng geo­me­tri­schen Ord­nungs­prin­zip gestal­te­ten Gold – Objek­te Schrau­be-Löff­lers, die zwei­fels­frei von der „ Sicher­heit des Schö­nen“ und der Suche nach der „voll­ende­ten Form“ geprägt sind, und die inten­si­ven Farb- und Form­ob­ses­sio­nen Brai­gs in der kom­men­den Aus­stel­lung zusam­men­fü­gen. Nicht umsonst weist der Titel „Form & Spiel“ auf Gemein­sam­kei­ten hin, die Künst­le­rin und Künst­ler trotz ihrer gegen­sätz­lich anmu­ten­den künst­le­ri­schen Aus­drucks­for­men anheim sind. Dazu gehört ihr jewei­li­ger Zugriff auf das süd­deut­sche Barock. Soviel sei schon ver­ra­ten. Zur Aus­stel­lungs­er­öff­nung herz­li­che Ein­la­dung. Aus­stel­lungs­er­öff­nung: Sonn­tag, 28.Juni, 11:00 Uhr, Stadt­ga­le­rie Sun­dern (Lock­weg 5, 59846 Sun­dern) Ein­füh­rung: Anne Knapstein Aus­stel­lungs­dau­er: 28.Juni – 01.August 2015 Öff­nungs­zei­ten: Mi – Fr 17 – 20 Uhr, Sa u. So 12 – 18 Uhr un.V. Kon­takt: kunsthaus-​knapstein@​gmx.​de, oder Mobil: 0171 – 120 47 16