Auf­merk­sam hin­ge­schaut und ent­schlos­sen gehan­delt – Land­rat ehr cou­ra­gier­te Zeu­gen

4. April 2019
von Redaktion

Herr Mar­ti­ni, Poli­zei­di­rek­tor Bun­se, Herr Becker, Her Xha­ka, Herr RIckert, Herr Schmidt, Herr Kräch­ter, Frau Tho­ridt, Frau Rados, Frau Gron­wald, Herr Maras, Frau Link, Herr Gron­wald, Herr Schul­te, Herr Wag­ner, Herr Schle­ep, Herr Schä­fer, Land­rat Dr. Schnei­der, Herr Nissal­la, Herr Som­mer, Herr Mesche­de, Frau Wag­ner (Foto: Hoch­sauer­land­kreis)

Mesche­de. Land­rat Dr. Karl Schnei­der und der Abtei­lungs­lei­ter der Poli­zei Poli­zei­di­rek­tor Klaus Bun­se hat­ten jetzt zu einem beson­de­ren Anlass ins Kreis­haus ein­ge­la­den. Bei den gela­de­nen Gäs­ten han­delt es sich um Frau­en und Män­ner, die sich im ver­gan­ge­nen Jahr durch eine beson­de­re Ret­tungs­tat oder Hil­fe­leis­tung aus­ge­zeich­net haben. Sie alle sind beherzt und enga­giert ein­ge­schrit­ten und haben jemand ande­rem in einer Situa­ti­on gehol­fen, in der die­se Hil­fe gera­de beson­ders nötig war. Dafür wur­den sie als cou­ra­gier­te Zeu­gen geehrt. Ins­ge­samt waren 25 Per­so­nen zu die­sem Ter­min ein­ge­la­den. 20 von ihnen konn­ten der Ein­la­dung nach­kom­men. Ihnen spra­chen Dr. Schnei­der und Herr Bun­se ihren Dank und ihre Aner­ken­nung aus und über­reich­ten eine Urkun­de und ein Prä­sent.

70-jäh­ri­ge Frau gehol­fen

Am 15. Janu­ar 2018 hör­te Hol­ger Schle­ep eine 70-jäh­ri­ge Frau im Nehei­mer Kauf­land um Hil­fe rufen. Der Frau wur­de kurz zuvor die Hand­ta­sche ent­wen­det. Er reagier­te sofort und ver­such­ten den Täter fest­zu­hal­ten. Die­ser wehr­te sich jedoch und stieß Herrn Schle­ep gegen ein Regal. Hier­bei erlitt er leich­te Ver­let­zun­gen. Dank sei­ner Hil­fe muss­te der Täter sei­ne Beu­te fal­len las­sen, so dass die Dame die Tasche wie­der zurück­er­hal­ten konn­te.

Am 23. Febru­ar 2018 kam es in der Haupt­stra­ße in Sun­dern zu einem Feu­er in einer Woh­nung. Fre­de­rik Schä­fer und Sebas­ti­an Seve­rin Schul­te haben von dem Brand erfah­ren und sich sofort ent­schie­den, zu dem Haus zu fah­ren und dem Bewoh­ner zu hel­fen. Herr Schä­fer hat ein Fens­ter der Haus­tür ein­ge­schla­gen um in das Haus und so in die Woh­nung zu gelan­gen. Er konn­te den schla­fen­den Mann aus der Woh­nung ret­ten. Herr Seve­rin hat Herrn Schä­fer bei der Ret­tung des Man­nes unter­stützt. Für sein beherz­tes Ein­grei­fen hat Herr Schä­fer die Ret­tungs­me­dail­le des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len erhal­ten. Herr Schul­te erhielt eine öffent­li­che Belo­bi­gung.

Tim Alex­an­der Niess­al­la wur­de am 26. März 2018 Zeu­ge, wie ein unbe­kann­ter Mann eine Zug­be­glei­te­rin im Regio­nal­zug von Mesche­de nach Dort­mund in den Schwitz­kas­ten nahm und auf die Dame ein­schlug. Er griff beherzt ein und konn­te den Täter von der Dame weg­rei­ßen. Die Zug­be­glei­te­rin erlitt bei dem Angriff leich­te Ver­let­zun­gen. Das schnel­le Ein­grei­fen von Herrn Niess­al­la hat einen schlim­me­ren Aus­gang ver­hin­dert.

Auto­fah­re­rin das Leben geret­tet

Am 23. April 2018 ereig­ne­te sich in Mesche­de-Wehr­sta­pel ein Ver­kehrs­un­fall. Eine Auto­fah­re­rin war auf­grund eines medi­zi­ni­schen Not­falls in den Gegen­ver­kehr gera­ten und dort mit einem Milch­las­ter kol­li­diert. Das Auto der bewusst­lo­sen Frau roll­te nach dem Zusam­men­stoß wei­ter. Ein Zeu­ge erfass­te schnell die Situa­ti­on und schaff­te es den Wagen anzu­hal­ten. Maxi­mi­li­an Rados konn­te die Frau aus dem Auto ret­ten. Bis zum Ein­tref­fen der Ret­tungs­kräf­te küm­mer­te er sich um die Dame und leis­te­te Ers­te Hil­fe.

Am 27. Mai 2018 war Wig­bert Mesche­de, gemein­sam mit sei­ner Frau, auf der Bun­destra­ße 480 von Bri­lon in Rich­tung Alme unter­wegs. Er bemerk­te einen Lkw, wel­cher vor ihm in Schlan­gen­li­ni­en fuhr und meh­re­re Ver­kehrs­zei­chen beschä­dig­te. Nach­dem er die Poli­zei infor­mier­te, setz­te er sich mit sei­nem Wagen vor den Lkw und brems­te die­sen bis zum Still­stand ab. Die ein­ge­setz­ten Poli­zei­be­am­ten stell­ten bei dem Fah­rer einen Atem­al­ko­hol­wert von über 2,5 Pro­mil­le fest. Durch das beherz­te Ein­schrei­ten und muti­ge Ver­hal­ten konn­te der Mann an der Wei­ter­fahrt gehin­dert.

Mar­tin Becker, Hen­ning Peter Rickert und Ste­phan Franz Mar­ti­ni wur­den am 27. Juni 2018 Zeu­ge eines Ver­kehrs­un­falls auf der Bun­des­stra­ße 7. Sie waren hin­ter einer Auto­fah­re­rin unter­wegs, wel­che mit ihrem Wagen ver­un­fall­te. Die Frau konn­te das Fahr­zeug aus eige­ner Kraft nicht ver­las­sen und im Motor­raum ent­stand ein klei­ne­res Feu­er. Durch das beherz­te Ein­schrei­ten und muti­ge Ver­hal­ten konn­te die Frau aus dem Fahr­zeug befreit wer­den.

Die­be über­führt

Einen Vor­fall an einer Shi­sha-Bar bemerk­te Riad Xha­ka am 20. Juli 2018. Er wur­de auf drei Die­be auf­merk­sam. Die Män­ner hat­ten zwei Shishas gestoh­len. Als die Män­ner ver­such­ten zu flüch­ten, nahm Herr Xha­ka sofort die Ver­fol­gung auf, um die Män­ner zu stel­len. Er konn­te einen der Män­ner ein­ho­len und zurück zum Geschäft beglei­ten. Dar­auf­hin kamen auch die bei­den flüch­ti­gen Täter zu der Shi­sha-Bar zurück und war­te­ten dort bis zum Ein­tref­fen der Poli­zei.

Am 26. Juli 2018 gab es am Hen­nesee in Mesche­de einen tra­gi­schen Bade­un­fall. Hier­bei ertrank ein 14-jäh­ri­ger Jun­ge. Als Jes­si­ca Link, Jill Gron­wald, Domi­nik Gron­wald, Maik Kräch­ter und Micha­el Schmidt bemerk­ten, dass der Jugend­li­che unter­ge­gan­gen war, eil­ten sie sofort ins Was­ser, um nach ihm zu suchen. Durch ihr beherz­tes und vor­bild­li­ches Ein­schrei­ten haben sie den Jun­gen gefun­den. Gemein­sam mit Feu­er­wehr­kräf­ten hol­ten sie ihn vom Grund des Hen­nesees und zogen ihn an Land.

Am 20. Sep­tem­ber 2018 kam es Am Teckels­berg in Sun­dern zu einer Explo­si­on mit anschlie­ßen­dem Brand in einem Ein­fa­mi­li­en­haus. René Maras hat die Explo­si­on gehört und sich sofort ent­schie­den, zu dem Haus zu eilen und der Per­son, die sich auf dem Dach befand, zu hel­fen. Er ver­such­te, den Mann vom Dach des bren­nen­den Hau­ses zu ret­ten. Eine Lei­ter wur­de auf­ge­stellt um an den Ver­letz­ten her­an zu kom­men. Des Wei­te­ren ver­sorg­te er ihn bis die Ret­tungs­kräf­te ein­tra­fen.

Taschen­dieb gestellt

Auf einen Taschen­dieb wur­de Horst Som­mer am 29. Sep­tem­ber 2018 auf einem Fried­hof in Arns­berg auf­merk­sam. Der Mann hat­te zwei Taschen zuvor aus einem Auto auf dem dor­ti­gen Park­platz gestoh­len. Er beob­ach­te­te wie der Dieb die­se Damen­hand­ta­schen durch­wühl­te. Als der Dieb zu flüch­ten ver­such­te, nahm Herr Som­mer sofort die Ver­fol­gung auf. Er konn­te den Täter letzt­end­lich ein­ho­len und stel­len, sodass die Poli­zei ihn für sei­ne Tat ver­ant­wort­lich machen konn­te.

Domi­nik und Moni­ka Wag­ner wur­den am 27. Okto­ber 2018 Zeu­ge eines Ver­bre­chens, als sie im Bereich des Möh­ne­flus­ses am Schlacht­hof­weg spa­zie­ren gin­gen. Auf einem Fuß­weg sahen sie, dass ein Jun­ge offen­sicht­lich ver­such­te, sich an einem Mäd­chen zu ver­ge­hen. Durch ihr beherz­tes Ein­schrei­ten schaff­ten sie es, den Jun­gen von sei­nem Vor­ha­ben abzu­hal­ten und das Mäd­chen zu schüt­zen.

Am 18. Dezem­ber 2018 kam es in der Stra­ße Am Gas­werk in Mesche­de zu einem Unglück. Ein 10-jäh­ri­ges Mäd­chen wur­de unter einem Gara­gen­tor ein­ge­klemmt. Als Mecht­hild Eli­sa­beth Tho­ridt bemerk­te, dass das Kind um Hil­fe rief, setz­te sie sofort einen Not­ruf ab und ver­such­te, gemein­sam mit wei­te­ren Hel­fern, die 10-Jäh­ri­ge zu befrei­en. Letzt­end­lich konn­te das ein­ge­klemm­te Mäd­chen durch die Ret­tungs­kräf­te ver­sorgt und das Gara­gen­tor geöff­net wer­den.

Auf­merk­sam hin­ge­schaut und ent­schlos­sen gehan­delt

All die­se Men­schen haben in einem ent­schei­den­den Moment auf­merk­sam hin­ge­schaut und ent­schlos­sen und mutig gehan­delt. Das zeich­net sie aus und dafür wur­den Ihnen Dank und Aner­ken­nung aus­ge­spro­chen und sie wur­den für ihre Taten als cou­ra­gier­te Zeu­gen geehrt. Im Anschluss an die Ehrung schil­der­ten alle ihre Ein­drü­cke des Erleb­ten und schnell wur­de deut­lich, dass es für alle ein­fach selbst­ver­ständ­lich war zu hel­fen und ein­zu­grei­fen, ohne vor­ab die Risi­ken abzu­wä­gen. Erst im Nach­hin­ein wur­de ihnen bewusst, dass sie sich auch selbst in eine nicht unge­fähr­li­che Situa­ti­on gebracht hat­ten. In einem waren sich aber den­noch alle einig. Sie wür­den jeder­zeit wie­der so han­deln.