Auf­ge­passt beim Feri­en­job

31. Mai 2013
von Redaktion

Aus­tra­gen von Pro­spek­ten, Kell­nern oder Baby­sit­ten: Für die bevor­ste­hen­den Feri­en sucht fast jeder zwei­te Schü­ler einen Feri­en­job. Doch wer darf wel­chen Job machen und wel­che Regeln gel­ten für Kin­der, die in Haus­hal­ten leben, die Arbeits­lo­sen­geld II bezie­hen?

(Hoch­sauer­land, 31.05.2013). Han­dys, Kla­mot­ten und Musik sind Din­ge, die sich vie­le Jugend­li­che wün­schen und die ins Geld gehen. Um das Taschen­geld auf­zu­bes­sern, neh­men vie­le von ihnen in den Schul­fe­ri­en einen Job an. Dabei gilt: Für einen Feri­en­job muss man min­des­tens 15 Jah­re alt sein. Inner­halb eines Kalen­der­jah­res dür­fen Jugend­li­che in den Schul­fe­ri­en für maxi­mal 4 Wochen (20 Arbeits­ta­ge) arbei­ten. Gefähr­li­che und schwe­re Arbei­ten sind dabei tabu. Dazu zäh­len das Bewe­gen von Las­ten, unfall­ge­fähr­de­te Tätig­kei­ten, Arbei­ten bei Hit­ze, Käl­te, Näs­se oder Staub, der Umgang mit schäd­li­chen Stof­fen sowie Arbei­ten im Akkord.

„Mit der zeit­li­chen Begren­zung auf die Schul­fe­ri­en soll sicher­ge­stellt wer­den, dass schu­li­sche Belan­ge nicht beein­träch­tigt wer­den und die Feri­en ihren Erho­lungs­cha­rak­ter nicht ein­bü­ßen“, so Frank Göcke­ler, Regio­nal­ge­schäfts­füh­rer der IKK clas­sic. 13- und 14-jäh­ri­ge Schü­ler dür­fen, mit Ein­wil­li­gung der Eltern, leich­te Tätig­kei­ten wie Boten­gän­ge oder Zei­tun­gen aus­tra­gen über­neh­men – aller­dings nur für maxi­mal 2 Stun­den am Tag. „Auch Jugend­li­che aus Haus­hal­ten, die Arbeits­lo­sen­geld II bzw. Sozi­al­geld erhal­ten, kön­nen sich seit einer Geset­zes­än­de­rung im August 2010 mit einem Feri­en­job eige­ne Wün­sche finan­zie­ren. Mit die­ser neu­en Rege­lung wer­den Ein­nah­men von Schü­lern nicht mehr auf das Arbeits­lo­sen­geld II oder das Sozi­al­geld ange­rech­net“, so Göcke­ler.

Klar gere­gelt sind auch die Arbeits­zei­ten und Pau­sen: Mon­tags bis frei­tags dür­fen Jugend­li­che von 6 bis 20 Uhr maxi­mal 8 Stun­den am Tag und 40 Stun­den in der Woche arbei­ten. Wochenend‑, Nacht­ar­beit und Über­stun­den sind grund­sätz­lich ver­bo­ten. Aus­nah­men gel­ten für 16- und 17-Jäh­ri­ge, die bei­spiels­wei­se einen Feri­en­job in mehr­schich­ti­gen Betrie­ben oder Bäcke­rei­en haben. Die Pau­sen­zei­ten müs­sen min­des­tens 30 Minu­ten bei einer täg­li­chen Arbeits­zeit von 4,5 bis 6 Stun­den und 60 Minu­ten bei einer täg­li­chen Arbeits­zeit von über 6 Stun­den betra­gen. „Zudem sind die Jugend­li­chen wäh­rend eines Feri­en­jobs über den Betrieb unfall­ver­si­chert. Bei­trä­ge zur Sozi­al­ver­si­che­rung (Kranken‑, Pflege‑, Ren­ten- und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung) fal­len jedoch nicht an“, erläu­tert Göcke­ler. Aus­nah­me: Wenn der Jugend­li­che mit dem Feri­en­job die Zeit bis zum Aus­bil­dungs­be­ginn über­brückt, dann wird er vom Arbeit­ge­ber wie ein nor­ma­ler Arbeit­neh­mer behan­delt und zur Sozi­al­ver­si­che­rung ange­mel­det.

Wei­te­re Infos zum The­ma gibt es unter: www.ikk-classic.de/ferienjobs