Äste und Zwei­ge: Abstand zu Geh­weg und Stra­ße sorgt für Plus an Sicherheit

10. April 2013
von Redaktion

Ols­berg. Der Win­ter geht gera­de zu Ende – die Vor­freu­de auf den nahen­den Früh­ling ist über­all zu spü­ren. Auch Gär­ten und Grün­flä­chen wer­den dann wie­der ihre bun­te Pracht ent­fal­ten. Aller­dings: In man­chen Fäl­len kann sich üppi­ges Grün sogar zu einer Gefahr aus­wach­sen – und das im wahrs­ten Sinn des Wor­tes. Denn wenn Äste und Zwei­ge in den Bereich von Geh­weg oder Fahr­bahn her­ein­ra­gen, sind gefähr­li­che Situa­tio­nen nicht ausgeschlossen.

Zum Bei­spiel dann, wenn Fuß­gän­ger auf die Fahr­bahn aus­wei­chen müs­sen, weil der Bür­ger­steig durch Äste oder eine wuchern­de Hecke unpas­sier­bar ist. Ein wei­te­res Pro­blem. Her­ab­fal­len­de Äste kön­nen Pas­san­ten ver­let­zen. Die Stadt Ols­berg erin­nert alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger des­halb an die Ver­pflich­tung, an ihren Grund-stücks­gren­zen im Bereich der Bür­ger­stei­ge einen Frei­raum von drei Metern Höhe, im Bereich der Fahr­bah­nen sogar von 4,50 Meter Min­dest­hö­he ein­zu­hal­ten. Die­se Abstän­de sind im Orts­recht der Stadt Ols­berg festgeschrieben.

Und das hat einen guten Grund, weiß Franz-Josef Ham­mer­schmidt vom Fach­be­reich Bür­ger­ser­vice und öffent­li­che Ord­nung der Stadt Ols­berg: „Die­se Frei­räu­me garan­tie­ren nicht nur einen rei­bungs­lo­sen Auto- und Per­so­nen­ver­kehr, son­dern sie sor­gen auch dafür, dass die Grund­stücks­be­sit­zer haf­tungs­recht­lich auf der ‚siche­ren Sei­te‘ sind.“ Dabei gehe es nicht ein­mal um einen „Radi­kal­schnitt“ – der sei wäh­rend der Vege­ta­ti­ons­pha­se aus Grün­den des Vogel­schut­zes auch gar nicht erlaubt – Franz-Josef Ham­mer­schmidt: „Es geht um ein­zel­ne Äste, die hier die Sicher­heit beein­träch­ti­gen.“ Sein Tipp: Über­hän­gen­de Äste und Zwei­ge kön­nen oft auch ein Anlass für Nach­bar­schafts­strei­tig­kei­ten sein – „wer auch die Gren­ze zum Nach­barn über­prüft, kann hier vorbeugen.“

Was für Geh­we­ge und Fahr­bah­nen gilt, hat übri­gens eben­so für die Stra­ßen­be­leuch­tung Bedeu­tung: Auch hier kön­nen Äste und Zwei­ge für Pro­ble­me sor­gen, wenn sie in den unmit­tel­ba­ren Licht­raum einer Stra­ßen­la­ter­ne hin­ein­ra­gen. „Und das kann die Aus­leuch­tung von Stra­ßen und Geh­we­gen beein­träch­ti­gen und so bei Dun­kel­heit zu einer Gefahr wer­den“, unter­streicht Jan Till­mann vom Fach­be­reich Bau­en und Stadt­ent­wick­lung. Des­halb besteht nach dem Orts­recht der Stadt Ols­berg für Grund­stücks­be­sit­zer auch hier die Pflicht, den Licht­raum um eine Stra­ßen­la­ter­ne her­um frei­zu­hal­ten – Jan Till­mann: „Mit wenig Auf­wand wird so ein deut­li­ches Plus an Sicher­heit erreicht – und grü­ne Grund­stü­cke machen Besit­zern wie Pas­san­ten Freude.“

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen für inter­es­sier­te Grund­stücks­be­sit­zer gibt es bei Franz-Josef Ham­mer­schmidt unter Tel. 02962/982–201 (ord­nungs­be­hörd­li­che Fra­gen) oder bei Jan Till­mann (Stra­ßen, Geh­we­ge und Stra­ßen­be­leuch­tung) unter Tel. 02962/982–250.