Wen­nig­lo­her Schützen zie­hen Bilanz eines ereig­nis­rei­chen Jah­res

8. April 2019
von Redaktion

Die gewählten Vor­stands­mit­glie­der der Wen­nig­lo­her Schützenbruderschaft mit dem stell­ver­tre­ten­den Haupt­mann And­ré Wes­ter- mann, Adju­tant Andre­as Blu­me und Haupt­mann Hel­mut Böhmer (v.l.) (Foto: Peter Krä­mer)

Wen­nig­loh. Bei ihrer Gene­ral­ver­samm­lung konn­ten die Mit­glie­der der Wen­nig­lo­her St. Franziskus-Xaverius-Schützenbruderschaft auf ein ereig­nis­rei­ches Jahr für die Bru­der­schaft zurückblicken. Haupt­mann Hel­mut Böhmer zog mit sei­nem Vor­stands-Team in der Wen­nig­lo­her Schützenhalle hin­sicht­lich der Viel­zahl der durchgeführten Aktivitäten eine durch­weg posi­ti­ve Bilanz des ver­gan­ge­nen Jah­res.

Ren­dant präsentiert Ver­eins­er­geb­nis

Nach Durchführung der Sit­zungs-Regu­la­ri­en folg­ten Berich­te aus den Sek­tio­nen Blas­or­ches­ter und Pulvermänner, die für das Jahr 2018 eben­falls erfolg­rei­che Akti­vi- täten ver­mel­den konn­ten. Dann präsentierte Ren­dant Chris­ti­an Klaus einen Kas­sen­be­richt, der ein soli­des finan­zi­el­les Ver­eins­er­geb­nis der 397 Mit­glie­der zählenden Bru­der­schaft wider­spie­gel­te. Einem nomi­nel­len kal­ku­la­to­ri­schen Ver­lust von rund 14.000,- Euro ste­hen umfang­rei­che Inves­ti­tio­nen in Höhe von ins­ge­samt knapp 31.000,- Euro bei­spiels­wei­se in die Sub­stanz­er­hal­tung der Schützenhalle gegenüber. So muss die Wen­nig­lo­her Bru­der­schaft allein jährliche Fix­kos­ten in Höhe von 15.000,- Euro decken, was stets aufs Neue eine finan­zi­el­le Her­aus­for­de­rung dar- stellt. Die Kassenprüfer Sebas­ti­an Kortz und Uli Recha beschei­nig­ten dem Ren­dan­ten anschlie­ßend eine tadel­lo­se Kassenführung, was bei dem Umfang der wirt­schaft­li­chen Tätigkeit der Bru­der­schaft und ein­ge­denk der Tat­sa­che, dass das Amt des Ren­dan­ten aus­schließ­lich ehren­amt­lich ausgeübt wird, kei­nes­wegs als Selbstverständlichkeit zu betrach­ten ist.

Zahl­rei­che Ter­mi­ne und Ver­an­stal­tun­gen gestemmt

Danach lei­te­te Schützenhauptmann Hel­mut Böhmer sei­nen Bericht mit Dan­kes­wor­ten an das amtie­ren­de Königspaar Andre­as und Odet­te Wod­ke und Jungschützenkönig Jus­tin Reu­nert für ihr gro­ßes Enga­ge­ment für die Schützenbruderschaft ein. Aber auch ihren Amtsvorgängern And­ré Wes­ter­mann und Ines Edel­broich und dem ehe­ma­li­gen Jungschützenkönig Ste­fan Sprin­ger galt der Dank des Schützen-Chefs. Anschlie­ßend berich­te­te er, dass die Wen­nig­lo­her Schützen im ver­gan­ge­nen Jahr 62 offi­zi­el­le Ter­mi­ne und 33 eige­ne Ver­an­stal­tun­gen gestemmt haben. Beson­ders hob er das Stadtjungschützenfest her­vor, das im Sep­tem­ber in Wen­nig­loh gefei­ert wur­de und dank­te dabei auch für die hier­bei sehr gute Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Arns­berg und den befreun­de­ten Schützen aus Müschede, die tags drauf das Stadtschützenfest aus­rich­te­ten. Er ging auf die bei­den wie­der sehr erfolg­rei­chen Come­dy-Ver­an­stal­tun­gen ein und dank­te allen, die die­se Erfolgs­ge­schich­te durch ihr ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment tra­gen, allen vor­an dem Koch-Team und dem Haupt­or­ga­ni­sa­tor Dirk Qued­nau.

Neu­ge­stal­tung des Dorf­mit­tel­punk­tes wich­ti­ges Pro­jekt

Als wich­ti­ges Pro­jekt das lau­fen­den Jah­res stell­te Haupt­mann Böhmer sodann anhand einer groß­for­ma­tig ausgehängten Skiz­ze die Pla­nun­gen für die Neu­ge­stal­tung des Wen­nig­lo­her Dorf­mit­tel­punk­tes an der Schützenhalle mit einem Gesamt­in­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men von 192.000,- Euro vor, bei dem die Schützen inten­siv mit ein­ge­bun­den sind. Zudem warb er um die Unterstützung der Dorf­ge­mein­schaft für die Unter­hal­tung der his­to­ri­schen Wen­nig­lo­her Kapel­le. Im Rah­men der anste­hen­den Vor­stands­sit­zun­gen wer­de über kon­kre­te Möglichkeiten bera­ten, um die hierfür erfor­der­li­chen Finanz­mit­tel zu akqui­rie­ren. Abschlie­ßend dank­te er sei­nem Vor­stands­team ganz herz­lich für die Unterstützung bei der Bewältigung der viel­schich­ti­gen Auf­ga­ben und ganz beson­ders dem schei­den­den Schriftführer Her­bert Clas­berg und sei­nem Stell­ver­tre­ter Tho­mas Klaus für ihr gro­ßes Enga­ge­ment zum Woh­le der Schützenbruderschaft.

Vor­stands­wah­len brin­gen Neue­run­gen

Nach die­ser beein­dru­cken­den Rückschau stan­den turnusgemäß wie­der meh­re­re Vorstandsämter zur Wahl. Zunächst wur­den Ren­dant Chris­ti­ans Klaus und sein Stell­ver­tre­ter Patrick Schi­wek mit Dank in ihren Ämtern bestätigt. Sodann erfolg­te ein Wech­sel in der Schriftführung, bei dem die Ver­samm­lung Peter Krämer als Nach­fol­ger von Her­bert Clas­berg als Schriftführer und David Mann­chen als Nach­fol­ger von Tho­mas Klaus als Stell­ver­tre­ter wählte. Das Team der Fähnriche mit Ulrich Wes­ter­mann und Leo­nard Her­mes wird künftig durch Peter Bau­er­dick verstärkt. Im Zuge der nomi­nell anste­hen­den Wahl des Hal­len­war­tes wur­de beschlos­sen, dass das im ver­gan­ge­nen Jahr ein­ge­setz­te Hal­len-Team mit And­ré Wes­ter­mann, Ralf Stie­fer­mann und Andre­as Blu­me ihre erfolg­rei­che Arbeit fort­set­zen sol­le. Als Bei­sit­zer wer­den die Bru­der­schaft auch wei­ter­hin Jan Kunst­mann und Juli­an Zie­gen­fuß unterstützen. Verstärkung bekom­men sie hier­bei künftig von ihren neu­en Amts­kol­le­gen Tho­mas Klaus, Ste­fan Sprin­ger und Kars­ten Schul­te, wobei Letz­te­rer als Bei­sit­zer mit beson­de­ren Auf­ga­ben das Team der Schriftführung kom­plet­tiert. Zudem wur­de Peter Krämer für wei­te­re zwei Jah­re zum Pres­se­spre­cher der Wen­nig­lo­her Schützen gewählt. Abschlie­ßend bestimm­te die Ver­samm­lung, dass die Kas­se der Bru­der­schaft im kom­men­den Jahr von Uli Recha und Mario Fuchs geprüft wer­den soll. Alle Wah­len erfolg­ten ein­stim­mig.

Zum Abschluss des inter­nen Teils der Gene­ral­ver­samm­lung wur­de Her­bert Clas­berg zunächst von der Ver­samm­lung als Dank für sein langjähriges Enga­ge­ment ein­stim­mig in den erwei­ter­ten Vor­stand der Bru­der­schaft gewählt. Außer­dem wur­de noch ein­mal die Finan­zie­rung der Wen­nig­lo­her Kapel­le erörtert. Ein anschlie­ßend ein­ge­brach­ter Antrag auf Erhöhung des Mit­glieds­bei­trags wird nach kur­zer Dis­kus­si­on auf die nächste Gene­ral­ver­samm­lung ver­tagt.

Schützen tra­gen­de Säule der Wen­nig­lo­her Ver­eins­land­schaft

Die Bau­er des diesjährigen Schützenvogels mit Mit­glie­dern des Haupt­vor­stan­des und Schützenkönig Andre­as Wod­ke (Foto: Peter Krä­mer)

Nach einer Pau­se, in der das Blas­or­ches­ter der Wen­nig­lo­her Bru­der­schaft auf­spiel­te, schloss sich der öffentliche Teil der Gene­ral­ver­samm­lung an, der auch allen Nicht­mit­glie­dern offen­steht. Zunächst ver­las der schei­den­de Schriftführer Her­bert Clas­berg den Jah­res­be­richt, in dem er die zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen der Bru­der­schaft dar­stell­te, die die Grünröcke im Dorf und für das Dorf orga­ni­sie­ren. Ange­fan­gen mit den Kom­pa­nie­aben­den der bei­den Kom­pa­ni­en, der gro­ßen und vor­be­rei­tungs­in­ten­si­ven Kar­ne­vals­ver­an­stal­tung in der Schützenhalle und der eige­nen Gene­ral­ver­samm­lung setz­te sich das Enga­ge­ment der Schützen mit dem Rin­der­wurst- Frühschoppen der 2. Kom­pa­nie, dem Königinnen-Treffen, dem tra­di­tio­nel­len Schna­de­gang und den Besu­chen der Schützenfeste der befreun­de­ten Schützenbruderschaften des Kom­mer­s­krei­ses fort. Die Aus­rich­tung des eige­nen Hoch­fes­tes im Juli wur­de in die­sem Jahr erst­mals mit dem Kinderschützenfest kom­bi­niert, was sich als gelun­ge­ne Ver­bin­dung erwies. Dem „Bil­stein­din­ner“ der 2. Kom­pa­nie folg­ten dann mit der Aus­rich­tung des zwei­ten Arns­ber­ger Stadtschützenfestes und des Schützenkommerses als tra­di­tio­nel­lem Abschluss der Schützen-Saison zwei High­lights des Jah­res, die neben eini­ger Arbeit aber auch blei­ben­de Eindrücke für die Grünröcke des Berg­dor­fes mit sich brach­ten. Der Mar­tins­zug, die Fackel­wan­de­rung der 1. Kom­pa­nie und die Kom­pa­nie­ver­samm­lun­gen run­den das beein­dru­cken­de Port­fo­lio an Aktivitäten inner­halb der Dorf­ge­mein­schaft ab. Zahl­rei­che Haupt- und Gesamt­vor­stands­sit­zun­gen vervollständigen den Rei­gen der Aktivitäten des ver­gan­ge­nen Jah­res. Und so bil­den die Schützen auch wei­ter­hin eine tra­gen­de Säule der Wen­nig­lo­her Ver­eins­land­schaft.

Anschlie­ßend wur­de beschlos­sen, das Wen­nig­lo­her Schützenfest in die­sem Jahr vom 27. bis zum 29. Juli 2019 zu fei­ern.

Her­bert Clas­berg erstei­gert das Recht des Vogel­baus

Danach wur­de als ein Höhepunkt der Zusam­men­kunft wie jedes Jahr das Recht ver­stei­gert, den Wen­nig­lo­her Schützenvogel bau­en zu dürfen. Die alt­her­ge­brach­te Wen­nig­lo­her Tra­di­ti­on der soge­nann­ten „Vogel­ver­stei­ge­rung“ ist ein Mar­ken­zei­chen der Bru­der­schaft: Der­je­ni­ge, der im Zuge der Ver­stei­ge­rung das höchste Gebot abgibt, darf den „Haupt­dar­stel­ler“ des Vogel­schie­ßens am Schützenfestmontag anfer­ti­gen und die­sem Fest damit im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes ein Gesicht geben. In die­sem Jahr erstei­ger­te Her­bert Clas­berg das Recht des Baus des Schützenvogels für das Wen­nig­lo­her Schützenfest im Namen des Kegel­clubs „Blaue Jungs“ für den Rekord-Preis von 465,- Euro. Das Holz für den Bau des Vogels stif­tet Ste­fan Wie­necke.

Ehrun­gen beschlie­ßen die Gene­ral­ver­samm­lung

And­ré Wes­ter­mann, Andre­as Blu­me, Ste- fan Krämer, Kars­ten Schul­te, Wolf­gang Bun­te, Dirk Qued­nau, Jörg Edel­hoff, Kars­ten Klig­ge, Patrick Schi­wek, Hel­mut Böhmer (v.l.) (Foto: Peter Krä­mer)

Als krönender Abschluss der Gene­ral­ver­samm­lung konn­ten fol­gen­de Schützenbrüder für ihre 25-jährige Treue zur Bru­der­schaft geehrt wer­den: Wolf­gang Bun­te, Alex­and­re da Cos­ta, Jörg Edel­hoff, Kars­ten Klig­ge, Sebas­ti­an Klig­ge, Ste­fan Krämer, Dirk Qued­nau, Patrick Schi­wek, Chris­ti­an Schul­te, Kars­ten Schul­te, Marc Som­me­rei­sen und Fer­di Stie­fer­mann. Die Ehrun­gen der anwe­sen­den Jubi­la­re wur­den durch den Schützenhauptmann und das amtie­ren­de Königspaar Andre­as und Odet­te Wod­ke vor­ge­nom­men.

So beschloss Haupt­mann Hel­mut Böhmer nach gut drei Stun­den die Gene­ral­ver­samm­lung, wobei alle Wen­nig­lo­her Schützenbrüder ein­ge­la­den sind, auch in die­sem Jahr wie­der zahl­reich an den Ver­an­stal­tun­gen der Bru­der­schaft teil­zu­neh­men.

von Peter Krä­mer