31. Aus­ga­be der „Voß­win­ke­ler Rückblicke“

12. Juli 2021
von Redaktion

 

 

Voß­win­kel.  Wie­der unter erschwer­ten Bedin­gun­gen hat der Arbeits­kreis Dorf­ge­schich­te die nächs­te Aus­ga­be der „Voß­win­ke­ler Rück­bli­cke“ fer­tig­ge­stellt. Kei­ne Archiv­be­su­che, kaum Tref­fen unter­ein­an­der hat die Arbeit des Teams beein­träch­tigt. Trotz­dem ist es den Akti­ven des AK gelun­gen, wie­der eine Viel­falt an The­men aus alter oder auch neue­rer Geschich­te zusammenzustellen.

 

 

Ein Bericht befasst sich mit dem Stan­des­amt Voß­win­kel und sei­nen Stan­des­be­am­ten, deren Zustän­dig­keit sich auch auf die Nach­bar­or­te Bachum und Echt­hau­sen erstreck­te. Vor der all­ge­mei­nen Ein­füh­rung der Stan­des­äm­ter im 19. Jahr­hun­dert gab es Per­so­nen­stands­be­ur­kun­dun­gen nur bei den Kirchengemeinden.

 

Um Wah­len und Wäh­ler in Voß­win­kel und in der Regi­on von 1919 bis zum Jahr 1933, in dem es die vor­erst letz­ten frei­en Wah­len gab, geht es in einem wei­te­ren Artikel.

QR-Code Post

QR-Code Wah­len

 

Fort­setzt wird die Geschich­te der ältes­ten Voß­win­ke­ler Fami­li­en­na­men und ihre Bedeutung.

 

Immer wie­der hat der AK Fotos des Foto­chro­nis­ten Paul Albers ver­öf­fent­licht. Hier wird die­ser, den vie­le eher unter sei­nem Spitz­na­men „Kuckuck“ kann­ten, ein­mal vorgestellt.

 

Erst dadurch, dass Mit­glie­der des AK in einem Archiv bis­her nicht bekann­te Akten über die Post­fi­lia­len in Voß­win­kel gesto­ßen sind, konn­te jetzt die Geschich­te der „Post­agen­tu­ren“ von 1900 bis 1941 fort­ge­schrie­ben wer­den. Fort­set­zung wird folgen.

 

Eine kur­ze Geschich­te gibt es auch zum Mar­ken­na­men „Bol­li“, unter dem Alo­is Hüt­ter Töp­fe und Pfan­nen her­ge­stellt hat.

Zu eini­gen The­men ist das Mate­ri­al so umfang­reich, dass eine Ver­öf­fent­li­chung in einem Heft nicht immer in vol­lem Umfang mög­lich ist. Erst­ma­lig bie­tet der AK Inter­es­sier­ten die Mög­lich­keit, unter einem QR-Code wei­te­re Infor­ma­tio­nen abzurufen.

Voß­win­ke­ler Bahn­hof im Febru­ar 1956. Das Gebäu­de rechts ist die Güterabfertigung.

 

 

In der Titel­ge­schich­te wird die rasan­te Ent­wick­lung des Orts­teils Voß­win­kel-Bahn­hof beschrie­ben. Vor Errich­tung eines Hal­te­punk­tes der Reichs­bahn im Jahr 1897 war das Voß­win­ke­ler Ruhr­tal unbe­baut. Indus­trie- und Han­dels­be­trie­be, ein Hotel und ein land­wirt­schaft­li­cher Betrieb sie­del­ten sich in der Fol­ge­zeit an. Auch einen Sport­platz und ein „Strand­bad“ gab es spä­ter in den Wie­sen des Ruhr­ta­les und auch Wohn­be­bau­ung folg­te. Aller­dings spiel­te der Orts­teil eine unrühm­li­che Rol­le, da hier im 2. Welt­krieg ein Zwangs­ar­beits­la­ger errich­tet wur­de und von einer Vieh-Ver­la­de­ram­pe aus min­des­tens zwei­mal Nehei­mer und Sun­derner Juden in den Tod geschickt wurden.

 

Die ältes­ten noch exis­tie­ren­den Betrie­be „am Bahn­hof“ sind das „Wald­schlöss­chen“ mit 120 Jah­ren und der Hof Hauschul­te mit 100 Jah­ren. Bei­de Betrie­be konn­ten im letz­ten pan­de­mie­be­dingt ihr Jubi­lä­um nicht feiern.

 

Zu erwer­ben sind die „Voß­win­ke­ler Rück­bli­cke” mit 24 Sei­ten und vie­len Bil­dern bei den Mit­glie­dern des Arbeits­krei­ses, in den Voß­win­ke­ler Bäcke­rei­en, im Inge­nieur-Büro Rade­ma­cher und im Nehei­mer Buch­han­del zum Preis von nur 3,50 Euro.

 

 

Info:

  • Der Arbeits­kreis Dorf­ge­schich­te Voß­win­kel wur­de 1993 gegrün­det. Die Ver­eins­mit­glie­der haben sich zur Auf­ga­be gemacht, die Dorf­ge­schich­te zu erfor­schen und zu doku­men­tie­ren, alte Unter­la­gen, Doku­men­te usw. zu sam­meln und zu erhalten.

 

  • In der hei­mat­ge­schicht­li­chen Zeit­schrift „Voß­win­ke­ler Rück­bli­cke“ ver­öf­fent­licht der AK The­men aus der Dorf­ge­schich­te und Ergeb­nis­se sei­ner For­schungs­ar­beit. Seit 2008 erschei­nen die Rück­bli­cke zwei­mal im Jahr. Das jetzt vor­lie­gen­de Heft ist immer­hin schon die 31. Aus­ga­be. Abo bzw. Jah­res­bei­trag beträgt 6,00 Euro.

 

  • Der AK möch­te an geschichts­träch­ti­gen Plät­zen und Gebäu­den Geschichts­ta­feln Geplant sind 20 Tafeln, davon sind bereits 10 aufgestellt.

 

  • Dorf­ge­schicht­li­che Füh­run­gen wie auch Besich­ti­gun­gen außer­halb Voß­win­kels bie­tet der AK eben­falls an.

 

  • Beginn der Digi­ta­li­sie­rung des Archi­ves des Arbeitskreises.

 

  • Neu­auf­la­ge des Buches „Geschich­te der Schu­le in Voßwinkel“.

 

  • For­schungs­pro­jekt über Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus in Voßwinkel.