88-Mil­lio­nen-Pro­jekt des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land mit Spa­ten­stich gestar­tet

18. Januar 2020
von Redaktion

Der sym­bo­li­sche Spa­ten­stich für den Neu­bau des Not­fall- und Inten­siv­zen­trums des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land mit (v.l.): Jörg Beschor­ner, Pfle­ge­di­rek­tor der Arns­ber­ger Stand­or­te des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land, Mar­kus Bie­ker, Geschäfts­füh­rer Kli­ni­kum Hoch­sauer­land Infra­struk­tur GmbH, Andre­as Bar­thold, Auf­sichts­rats­mit­glied Kli­ni­kum Hoch­sauer­land und Haupt­ge­schäfts­füh­rer Ale­xia­ner GmbH, Wer­ner Kem­per, Spre­cher der Geschäfts­füh­rung Kli­ni­kum Hoch­sauer­land, Ralf Paul Bitt­ner, Bür­ger­meis­ter der Stadt Arns­berg, Nico­le Jeru­sa­lem, Auf­sichts­rats­mit­glied, Regie­rungs­prä­si­dent Hans-Josef Vogel, Land­rat Dr. Karl Schnei­der, Prof. Dr. med. Nor­bert Roeder, Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­ra­tes Kli­ni­kum Hoch­sauer­land, Dr. med. Mar­tin Bre­den­diek, Ärzt­li­cher Direk­tor der Arns­ber­ger Stand­or­te des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land (Foto: Kli­ni­kum)

Hüs­ten. Das Kli­ni­kum Hoch­sauer­land macht sich bereit für die Anfor­de­run­gen der Gesund­heits­ver­sor­gung der Zukunft: Am Frei­tag wur­de der ers­te Spa­ten­stich für einen sie­ben­stö­cki­gen Erwei­te­rungs­bau auf dem Gelän­de des Karo­li­nen-Hos­pi­tals gesetzt. Der Neu­bau soll Raum für das Gro­ße schaf­fen. Hier wer­den 13 not­fall­ver­sor­gen­de Fach­ab­tei­lun­gen, die aktu­ell über drei Kran­ken­haus­stand­or­te in Arns­berg ver­teilt sind, an einem Stand­ort zusammengeführt. Das Kli­ni­kum Hoch­sauer­land folgt damit kon­se­quent den Anfor­de­run­gen des Gesetz­ge­bers zur umfas­sen­den Not­fall­ver­sor­gung.

Die Bag­ger für die nöti­gen Erd­ar­bei­ten ste­hen schon bereit. Doch zuvor ist Mus­kel­kraft für den Spa­ten­stich und damit den offi­zi­el­len Bau­start wich­tig. Unterstützung beim Spa­ten­stich erhielt Wer­ner Kem­per, Spre­cher der Geschäftsführung Kli­ni­kum Hoch­sauer­land unter ande­rem von Regie­rungs­prä­si­dent Hans-Josef Vogel, Land­rat Dr. Karl Schnei­der, Ralf Paul Bitt­ner, Bürgermeister der Stadt Arns­berg, und Prof. Dr. med. Nor­bert Roeder, Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­ra­tes Kli­ni­kum Hoch­sauer­land.

Not­fall- und Inten­siv­zen­trum soll Mit­te 2023 in Betrieb gehen

Die Fer­tig­stel­lung des Erwei­te­rungs­baus mit ca. 11.000 Qua­drat­me­ter Nutz­flä­che ist für Ende 2022, die Inbe­trieb­nah­me des neu­en Not­fall- und Inten­siv­zen­trums für Mit­te des Jah­res 2023 geplant. Dann ste­hen am Kli­ni­kum Hoch­sauer­land, Stand­ort Karo­li­nen-Hos­pi­tal, ins­ge­samt 518 Bet­ten, davon 262 Bet­ten im Neu­bau, eine inter­dis­zi­pli­nä­re Not­auf­nah­me, ein gro­ßer zen­tra­ler OP-Bereich mit neun Sälen und allen Ein­griffs­mög­lich­kei­ten, eine gro­ße inter­dis­zi­pli­nä­re Inten­siv­sta­ti­on mit 50 Bet­ten, moderns­te Not­fall-Bild­ge­bung, Hub­schrau­ber­lan­de­platz und vie­les mehr zur Verfügung.

Bis es soweit ist, geht es zunächst an die Gründungsarbeiten. Im Frühsommer sol­len dann die Arbei­ten für den Roh­bau begin­nen. Der Roh­bau soll im Frühjahr 2022 fer­tig sein. Das kom­plet­te Pro­jekt­ma­nage­ment des Bau­vor­ha­bens erfolgt durch die Kli­ni­kum Hoch­sauer­land Infra­struk­tur GmbH.

88-Mil­lio­nen-Pro­jekt wird mit 28,17 Mio. EUR geför­dert

Das Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men beträgt 88 Mio. EUR, davon 62,5 Mio. EUR för­der­fä­hi­ge Bau­kos­ten. Das Vor­ha­ben zur Siche­rung der Ver­sor­gung wird vom Land NRW als sehr sinn­voll ange­se­hen und mit 28,17 Mio. EUR geför­dert.

Ein­zi­ges Kran­ken­haus mit umfas­sen­der Not­fall­ver­sor­gung in der Regi­on

Karl-Josef Lau­mann, Minis­ter für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les des Lan­des NRW schreibt dazu in einem Gruß­wort anläss­lich des Spa­ten­stichs für den Neu­bau: „Das kürzlich ver­öf­fent­lich­te Kran­ken­haus­gut­ach­ten hat gezeigt, dass es in den länd­li­chen Tei­len unse­res Lan­des teil­wei­se eine Unter­ver­sor­gung gibt. Der Hoch­sauer­land­kreis gehört dazu. Im Rah­men der Not­fall­ver­sor­gung erreicht zwar nahe­zu jeder Bürger ein Kran­ken­haus mit inter­nis­ti­scher und chir­ur­gi­scher Grund­ver­sor­gung inner­halb von 30 Minu­ten. Bis­her gibt es aber kein Kran­ken­haus, das so vie­le Fach­ab­tei­lun­gen und Kom­pe­ten­zen auf sich ver­eint, damit es eine umfas­sen­de und spe­zia­li­sier­te Not­fall­ver­sor­gung nach den Kri­te­ri­en des Gemein­sa­men Bun­des­aus­schus­ses ermög­li­chen kann. Dies wird durch die Zen­tra­li­sie­rung am Kli­ni­kum geschaf­fen. Aber nicht nur die Not­fall­ver­sor­gung wird ver­bes­sert. Das Kli­ni­kum Hoch­sauer­land wird zukünftig über eine opti­ma­le räum­li­che Aus­stat­tung an einem zen­tra­len Stand­ort verfügen. Es wird ein moder­ner Kran­ken­haus­be­trieb ent­ste­hen, der neben einer hoch­wer­ti­gen medi­zi­ni­schen Grund- und Regel­ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung auch eine hohe Zahl von Arbeits- und Aus­bil­dungs­plät­zen sichern wird. Es wer­den auch bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen für die Ärz­tin­nen und Ärz­te und das Pfle­ge­per­so­nal ent­ste­hen. In Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels im ärzt­li­chen Bereich und in der Pfle­ge ist das ein nicht zu unter­schät­zen­der Fak­tor.“

Ver­bes­se­rung der Ver­sor­gung und attrak­ti­ve Arbeits­plät­ze

„Das Kli­ni­kum Hoch­sauer­land ist einer von den zukünftigen Schwer­punkt­ver­sor­gern, auf die nach dem Wil­len unse­res Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ters die Not­fall­ver­sor­gung kon­zen­triert wer­den soll. Wir müssen aber auch die bau­li­chen, sons­ti­gen infra­struk­tu­rel­len und per­so­nel­len Vor­aus­set­zun­gen dafür schaf­fen, dass wir die­se Not­fall­ver­sor­gungs­schwer­punk­te in Arns­berg und Mesche­de erhal­ten und auch wei­ter aus­bau­en kön­nen. Und wir ste­hen im Wett­be­werb um die Attrak­ti­vi­tät des Arbeits­plat­zes für unse­re Mit­ar­bei­ter mit vie­len ande­ren Kran­ken­häu­sern in der Regi­on und in Deutsch­land. Mit die­sem neu­en Not­fall­zen­trum schaf­fen wir Vor­aus­set­zun­gen für Bei­des: Für die Ver­bes­se­rung der hoch­spe­zia­li­sier­ten Ver­sor­gung in unse­rer Regi­on und für die Siche­rung der dafür not­wen­di­gen Fach­kräf­te durch eine wei­te­re deut­li­che Ver­bes­se­rung der Attrak­ti­vi­tät der Arbeits­plät­ze“, sagt Prof. Dr. med. Nor­bert Roeder, Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­ra­tes Kli­ni­kum Hoch­sauer­land.