Bar­rie­re­frei­er Aus­bau von Bus­hal­te­stel­len hat begon­nen – Arns­berg setzt Zie­le aus dem Mas­ter­plan Mobi­li­tät 2030 um

29. Juni 2021
von Redaktion

 

Arns­berg. Die Stadt Arns­berg hat auf dem Schrep­pen­berg mit dem bar­rie­re­frei­en Aus­bau der Halt­stel­le „Zum Gerichts­berg“ begon­nen. Die Arbei­ten dort sind der Auf­takt zu einem groß ange­leg­ten Aus­bau­pro­jekt, das den Aus­bau von zunächst 23 Hal­te­stel­len in 2021 im Stadt­ge­biet vor­sieht. Damit folgt die Stadt Arns­berg nicht nur den Zie­len des aktu­el­len Nah­ver­kehrs­plans des Hoch­sauer­land­krei­ses für die Jah­re 2019 bis 2023. Im Rah­men des Mas­ter­plans Mobi­li­tät 2030 wird der Öffent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr (ÖPNV) klar erkenn­bar gemacht und zudem nut­zer­freund­lich ange­bo­ten. Im Jahr 2021 wer­den zunächst zwölf Hal­te­stel­len in bei­de Fahrt­rich­tun­gen und eine Hal­te­stel­le solo umbaut, die wäh­rend der Bau­zeit aber wei­ter­hin in Betrieb blei­ben. In eini­gen Fäl­len müs­sen die Hal­te­stel­len auch um weni­ge Meter ver­legt wer­den, um den Aus­bau durch­füh­ren zu kön­nen. Die Anwohner*innen erhal­ten Infor­ma­ti­ons­schrei­ben vor dem Start der kon­kre­ten Arbei­ten in ihrer Nachbarschaft.

Bar­rie­re­frei­er Buseinstieg

Der bar­rie­re­freie Aus­bau der Bus­hal­te­stel­len sieht jeweils den Neu­bau von so genann­ten Bus­kaps vor, die mit 18 cm hohen Bord­stei­nen einen niveau­an­ge­gli­che­nen Ein­stieg in den Bus ermög­li­chen. Die Maß­nah­me „bar­rie­re­frei­er Umbau der Bus­hal­te­stel­len“ gibt der Errich­tung von Bus­kaps gegen­über den Bus­buch­ten den Vor­rang. Wich­tigs­ter Vor­teil des Bus­kaps ist die Platz­erspar­nis: Der Bus­kap muss nur so lang wie der Bus sein – also knapp 20 Meter – eine Bus­bucht dage­gen ist teil­wei­se bis zu 50 Meter lang, damit der Bus gera­de an der Hal­te­stel­le zum Ste­hen kommt.

Leit­strei­fen für Sehbeeinträchtige

Neben einem niveau­glei­chen Ein­stieg, die ein Betre­ten Bus­se auf einer Ebe­ne ermög­licht, wird auch die Nut­zung des ÖPNV für seh­be­ein­träch­tig­te Per­so­nen durch den Ein­bau von tak­ti­len Leit­strei­fen ver­bes­sert. Alle neu­en Bus­hal­te­stel­len erhal­ten zudem neue Fahr­gast­un­ter­stän­de mit Sitz­ge­le­gen­hei­ten. Eine kom­bi­nier­te Nut­zung umwelt­freund­li­cher Ver­kehrs­mit­tel – ÖPNV und Fahr­rad – wird durch die Auf­stel­lung von Anlehn­bü­geln für Fahr­rä­der unter­stützt. An jeder neu­en Hal­te­stel­le wer­den Müll­ei­mer angebracht.

 

Aus­ge­wählt wur­den Hal­te­stel­len mit einem hohen Fahr­gast­auf­kom­men oder Hal­te­stel­len, die an wich­ti­gen Orten (z.B. Kran­ken­häu­ser) die Erreich­bar­keit mit dem ÖPNV gewähr­leis­ten. In den Arns­ber­ger Dör­fern wird jeweils eine zen­tra­le Hal­te­stel­le bar­rie­re­frei umge­baut. Wich­ti­ge Grund­sät­ze für die Pla­nun­gen ist die Erreich­bar­keit der Hal­te­stel­le über siche­re Que­rungs­hil­fen, aus­rei­chend bemes­se­ne War­te­flä­chen und eine Anord­nung der Hal­te­stel­len­aus­rich­tung, die die Anfor­de­run­gen von mobi­li­täts­ein­ge­schränk­ten Per­so­nen voll­um­fäng­lich berücksichtigt.

Alle bar­rie­re­frei umge­bau­ten Bus­hal­te­stel­len erhal­ten in Arns­berg künf­tig einen begrün­ten Fahr­gast­un­ter­stand mit Strom­ver­sor­gung über ein Solar­pa­nel. (Foto: BIK TEC)

Dach­be­grü­nung und Solarpaneel

Mit dem Aus­bau der Bus­hal­te­stel­len wer­den Fahr­gast­un­ter­stän­de errich­tet, die den Ziel­set­zun­gen des inte­grier­ten Kli­ma­schutz­kon­zep­tes der Stadt Arns­berg fol­gen. Das heißt, um mehr Grün in die Stadt zu bekom­men, gibt es für die neu­en Fahr­gast­un­ter­stän­de eine Dach­be­grü­nung. Alle Unter­stän­de erhal­ten zudem eine Beleuch­tung, die Ener­gie­ver­sor­gung erfolgt jeweils aut­ark über ein zusätz­li­ches Solar­pa­nel auf dem Dach. Damit kön­nen auf­wän­di­ge Anschluss­ar­bei­ten an das unter der Stra­ße ver­leg­te Strom­netz ver­mie­den wer­den. Die Hal­te­stel­len pro­du­zie­ren die not­wen­di­ge Ener­gie direkt vor Ort.

Lan­des­mit­tel

Die Kos­ten für den bar­rie­re­frei­en Aus­bau der Hal­te­stel­len bewe­gen sich je nach Auf­wand zwi­schen 20.000 Euro und rund 80.000 Euro. Das Aus­bau­pro­gramm wird mit Mit­teln des Lan­des gefördert.

 

Die Ver­kehrs­füh­rung wird durch die jewei­li­ge Bau­aus­füh­rung beein­träch­tigt, es ist mit Behin­de­run­gen zu rech­nen. Die Stadt bit­tet Anwoh­ner und Ver­kehrs­teil­neh­mer um Ver­ständ­nis. Der Aus­bau der Hal­te­stel­len erfolgt in zeit­li­cher Abfol­ge. In den nächs­ten Wochen und Mona­ten wer­den ins­ge­samt die fol­gen­den Hal­te­stel­len bar­rie­re­frei ausgebaut:

 

Gier­s­käm­pen, Wald­fried­hof Wen­de­platz, Oeven­trop Bahn­hof 1, Oeven­trop Bahn­hof 2, Oeven­trop Kir­che 1, Oeven­trop Kir­che 2, Trift­stra­ße 1, Trift­stra­ße 2, Mari­en­hos­pi­tal 1, Mari­en­hos­pi­tal 2, Ruhr­stra­ße 1, Ruhr­stra­ße 2, Zur Fried­richs­hö­he 1, Zur Fried­richs­hö­he 2, Sauer­land­stra­ße 1, Sauer­land­stra­ße 2, Zum Gerichts­berg 1 (bereits begon­nen), Zum Gerichts­berg 2 (bereits begon­nen), Brei­ten­bruch Mit­te 1, Brei­ten­bruch Mit­te 2, Zum Müg­gen­berg, Guten­berg­platz 1, Guten­berg­platz 2