59500 Euro für THW-Orts­ver­band Arns­berg aus dem Fahr­zeug­be­schaf­fungs­pro­gramm des Bundes.

28. Juni 2021
von Redaktion
Mit rund 1000 neu­en Fahr­zeu­gen unter­stützt der Bund die Orts­ver­bän­de des Tech­ni­schen Hilfs­werks (THW) in die­sem Jahr. Hin­ter­grund ist das Fahr­zeug­be­schaf­fungs­pro­gramm, das der Deut­sche Bun­des­tag auf­ge­setzt hat, um den Fahr­zeug­be­stand des THW auf Vor­der­mann zu brin­gen. Auch der THW-Orts­ver­band Arns­berg hat jetzt ein neues
Mann­schafts­trans­port­fahr­zeug mit Mate­ri­al­an­hän­ger erhal­ten, mel­det der hei­mi­sche SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de, Dirk Wiese.

SPD-Bun­des­tags­mit­glied Dirk Wie­se, freut über ein neu­es Mann­schafts­fahr­zeug für den THW-Orts­ver­band Arns­berg. (Foto: Mar­co Urban)

„Ich freue mich sehr, dass die haupt- und ehren­amt­li­chen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer des THW auch in unse­rer Regi­on jetzt Ver­stär­kung erhal­ten haben. Mit dem neu­en Mann­schafts­trans­port­wa­gen mit Anhän­ger für den Mate­ri­al­trans­port kann das THW in Hoch­sauer­land sei­ne umfang­rei­chen Auf­ga­ben künf­tig noch bes­ser wahr­neh­men”, so Wiese.

Zivil und Kata­stro­phen­schutz seit über 70 Jahren

„Betrach­tet man den gesam­ten Zustän­dig­keits­be­reich der Regio­nal­stel­le Arns­berg, zu der Höx­ter, Lipp­stadt, Soest und War­burg gehö­ren, so wur­den hier­für ins­ge­samt 227500 Euro neue Fahr­zeu­ge zuge­teilt,” erklärt Dirk Wie­se und führt wei­ter aus: „Das THW mit sei­nen über 80.000 ehren­amt­lich Enga­gier­ten leis­tet seit über 70 Jah­ren einen ganz ent­schei­den­den Bei­trag zum Zivil- und Kata­stro­phen­schutz in unse­rem Land. Sei es bei der Bewäl­ti­gung von Über­schwem­mun­gen und Hoch­was­ser­er­eig­nis­sen, von Wald­brän­den, bei Ber­gungs- oder Ret­tungs­ein­sät­zen oder zuletzt auch beim Auf­bau von Test­stre­cken und Impf­zen­tren: Die Hel­fe­rin­nen und Hel­fer der THW-Fami­lie sind immer zur Stel­le, tat­kräf­tig, ver­läss­lich und her­vor­ra­gend ausgebildet.

Moder­ni­sie­rung des THWs

Dafür muss das THW aber auch tech­nisch bes­tens aus­ge­stat­tet sein. Des­halb wur­de in den ver­gan­ge­nen acht Jah­ren eine Rei­he an Vor­ha­ben auf den Weg gebracht, um das THW zu moder­ni­sie­ren: Es wur­de in Lie­gen­schaf­ten, Tech­nik und Fahr­zeu­ge inves­tiert, die Hel­fer­ge­win­nung ver­bes­sert und der Etat des THW im Bun­des­haus­halt wur­de allein in die­ser Wahl­pe­ri­ode auf rund 460 Mio. Euro fast ver­dop­pelt. So ist es gelun­gen, aus einer Behör­de der Man­gel­ver­wal­tung und der ‚Old­ti­mer­samm­lung’ eine schlag­kräf­ti­ge Orga­ni­sa­ti­on zu machen, die für die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen z.B. des Kli­ma­wan­dels gut gerüs­tet ist. Damit wird aber nicht zuletzt auch das Enga­ge­ment der Hel­fe­rin­nen und Hel­fer würdigen.

Kata­stro­phen­schutz des THW. Hier bei der Über­schwem­mung nach einem Unwet­ter. (Foto: Dorfinfo-Archiv)

1000 neue Fahrzeuge

„In die­sem Jahr wer­den ins­ge­samt rund 1000 neue Fahr­zeu­ge an die THW-Orts­ver­bän­de aus­ge­lie­fert – so vie­le wie nie zuvor!”, freut sich Dirk Wie­se. „Bis zur Jah­res­mit­te 2021 wur­den deutsch­land­weit bereits ca. 450 Fahr­zeu­ge im Wert von ins­ge­samt 31 Mio. Euro an die Orts­ver­bän­de über­ge­ben, dar­un­ter auch das Fahr­zeug mit Anhän­ger in Arns­berg sowie alle Fahr­zeu­ge im Bereich der Regio­nal­stel­le Arns­berg. In der zwei­ten Jah­res­hälf­te fol­gen die rest­li­chen Fahr­zeu­ge. Eine wich­ti­ge Unter­stüt­zung: Ange­sichts der zuneh­men­den und extre­men Wet­ter­ereig­nis­se im Zusam­men­hang mit dem Kli­ma­wan­del ist das THW wich­tig wie nie zuvor.”

100 Mio. Euro

Für das Fahr­zeug­be­schaf­fungs­pro­gramm hat­ten die Mit­glie­der des Haus­halts­aus­schus­ses im Deut­schen Bun­des­tag 100 Mio. Euro zusätz­lich für die Jah­re 2017 bis 2023 bereit­ge­stellt, und die­se Mit­tel mit dem Kon­junk­tur­pa­ket um wei­te­re 25 Mio. Euro auf­ge­stockt. Neben der Unter­stüt­zung bei der Fahr­zeug­be­schaf­fung hat­te der Deut­sche Bun­des­tag außer­dem zwei Bau- und Sanie­rungs­pro­gram­me für THW-Lie­gen­schaf­ten im Umfang von ins­ge­samt 65 Mio. Euro auf­ge­setzt, 1.200 neue haupt­amt­li­che Stel­len zur Unter­stüt­zung der Orts­ver­bän­de und der bun­des­wei­ten Ein­satz­ko­or­di­nie­rung geschaf­fen, und die Errich­tung vier gro­ßer Logis­tik­zen­tren zur Kri­sen­vor­sor­ge beschlos­sen. Im Jah­res­steu­er­ge­setz 2020 wur­de zudem die Übungs­lei­ter- und Ehren­amts­pau­scha­le von 2.400 auf 3.000 bzw. von 720 auf 840 Euro erhöht.
„Den Ein­satz und das Enga­ge­ment des THW kön­nen wir gar nicht genug wür­di­gen. Die SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on hat sich vehe­ment dafür ein­ge­setzt, dass die ehren­amt­li­chen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer mög­lichst gute Rah­men­be­din­gun­gen und die dafür not­wen­di­ge finan­zi­el­le Aus­stat­tung zur Ver­fü­gung gestellt bekom­men”, betont Wiese.