„An Hen­ne ist aus Aschen­put­tel die Gold­ma­rie gewor­den“

19. Juni 2013
von Redaktion

13_06_18_WasserkompetenzregMesche­de. (Hoch­sauer­land) Was in Mesche­de umge­setzt wor­den ist, sei ein „Vor­zei­ge­pro­jekt“, brach­te es Peter Knitsch, Staats­se­kre­tär im NRW-Minis­te­ri­um für Kli­ma­schutz, Umwelt, Land­wirt­schaft, Natur- und Ver­brau­cher­schutz, auf den Punkt. Und mehr noch: „Die Idee, die hier ver­wirk­licht wor­den ist, soll in die Regi­on her­aus­ge­tra­gen wer­den.“

Sol­ches Lob wur­de jetzt dem Mesche­der Regio­na­le-Pro­jekt „wissenwasserwandel@meschede.de – eine Hoch­schul­stadt im Fluss“ zuteil. Gemein­sam mit Ver­tre­tern zahl­rei­cher Fach­be­hör­den, Wis­sen­schaft­lern, Stadt­pla­nern sowie Mesche­des Bür­ger­meis­ter Uli Hess und Regio­na­le-Geschäfts­füh­rer Dirk Gla­ser nahm Staats­se­kre­tär Knitsch Hen­ne-Park und die geöff­ne­te Hen­ne am Win­zi­ger Platz „unter die Lupe“. Sein Fazit: „Wer vor allem gewon­nen hat, ist die Stadt. Hier ist ech­te Auf­ent­halts- und Erleb­nis­qua­li­tät ent­stan­den.“

Damit hat die Stadt Mesche­de qua­si „zwei Flie­gen mit einer Klap­pe“ geschla­gen: Neben der Wei­ter­ent­wick­lung der Innen­stadt ist sie auch ihrer gesetz­li­chen Ver­pflich­tung nach­ge­kom­men, ihre Gewäs­ser in einen guten öko­lo­gi­schen Zustand zu ver­set­zen. Das sieht die so genann­te EU-Was­ser­rah­men­richt­li­nie vor, die die Euro­päi­sche Uni­on im Jahr 2000 beschlos­sen hat. Die Stadt Mesche­de zei­ge, dass mit sol­chen Pro­jek­ten nicht nur die Umwelt, son­dern eine Kom­mu­ne ins­ge­samt gewin­ne, so Peter Knitsch.

Süd­west­fa­len soll des­halb zur „Was­ser­kom­pe­tenz­re­gi­on“ wer­den – Staats­se­kre­tär Knitsch: „Ande­re Regio­nen in NRW kön­nen von den Kom­mu­nen der Regio­na­le 2013 ler­nen.“ Um einen neu­en Umgang mit und ein neu­es Bewusst­sein für das Was­ser zu schaf­fen, sind Koope­ra­tio­nen gefragt, die über klas­si­sche Zustän­dig­kei­ten hin­aus­ge­hen. Es geht um Was­ser­bau und Gewäs­ser­öko­lo­gie, aber auch um Städ­te­bau und Tou­ris­mus, um Ver­kehr und Natur­schutz, das Land­schafts­bild, Hoch­was­ser­prä­ven­ti­on und Stand­ort­si­che­rung für Unter­neh­men. „Inte­grier­tes Den­ken und Han­deln“, nennt das Prof. Gerd Aufmkolk: „An der Hen­ne ist so aus einem Aschen­put­tel die Gold­ma­rie gewor­den.“ Auch Bernd Mül­ler, zustän­di­ger Abtei­lungs­lei­ter der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg, unter­strich: „Mesche­de ist DAS Vor­zei­ge­pro­jekt.“

Mesche­des Bür­ger­meis­ter Uli Hess zeig­te sich ange­sichts des viel­sei­ti­gen Lobes über­aus erfreut. Den­noch: „Auch, wenn die Pro­jek­te been­det sind – die Regio­na­le geht wei­ter.“ Wich­tig sei­en die „neue Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur“, die durch das Pro­jekt ent­stan­den ist, sowie die Zusam­men­ar­beit über Fach­be­reichs­gren­zen hin­aus: „Wir machen dem Bür­ger trans­pa­rent, war­um wir es machen und wie wir es machen.“ Mit dem Regio­na­le-Pro­jekt ist das Stadt­ober­haupt hoch­zu­frie­den: „Wir haben schon jetzt mehr erreicht, als wir uns je vor­ge­stellt haben.“

Die­se posi­ti­ven Erfah­run­gen sol­len nun auf dem Weg zur Was­ser­kom­pe­tenz­re­gi­on wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Ziel sei es, Bera­tung und Hil­fe­stel­lung zu leis­ten, for­mu­lier­te Prof. Gerd Aufmkolk: „Direkt vor Ort im Gespräch mit den Kom­mu­nen.“ Und Regio­na­le-Geschäfts­füh­rer Dirk Gla­ser wünsch­te sich: „Am Bei­spiel Mesche­de soll vor allen Din­gen gelernt wer­den.“