30 Mil­lio­nen Euro für Sozi­al­ti­ckets in NRW, davon 0,00 Euro für den HSK

1. Mai 2013
von Redaktion

SBL-LogoHoch­sauer­land­kreis. Die NRW-Lan­des­re­gie­rung stellt für das Sozi­al­ti­cket 2013 den Kom­mu­nen und Ver­kehrs­ver­bün­den rund 30 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung. Dazu teil­te am 14. April 2013 der NRW-Ver­kehrs­mi­nis­ter Micha­el Gro­schek mit:

„Das Land steht damit zu sei­nem Wort, allen Bevöl­ke­rungs­schich­ten durch Mobi­li­tät eine akti­ve Teil­ha­be an der Gesell­schaft zu ermög­li­chen. Die Sozi­al­ti­cket­för­de­rung wirkt. Das erken­nen wir dar­an, dass die Sozi­al­ti­ckets in immer mehr Kom­mu­nen ver­füg­bar sind und sei­ne Absatz­zah­len ste­tig stei­gen.“ Laut Pres­se­mit­tei­lung der NRW-Lan­des­re­gie­rung kön­nen mitt­ler­wei­le über 85 Pro­zent der Sozi­al­ti­cket-Berech­tig­ten das Ticket bezie­hen, da die Kom­mu­nen oder Ver­kehrs­ver­bün­de ein ent­spre­chen­des Ticket anbie­ten. Auch Kom­mu­nen im Not­haus­halt erhal­ten die För­der­gel­der.

Sie fra­gen sich, WAR­UM der Hoch­sauer­land­kreis kein Sozi­al­ti­cket anbie­tet und dar­um von die­sem Bat­zen För­der­mit­teln nichts abbe­kommt? Die Ant­wort ist ein­fach: Der Kreis­tag in Mesche­de will das Geld nicht. Er hat mehr­fach die Ein­füh­rung des Sozi­al­ti­ckets abge­lehnt. Kreis­tags­mit­glied Rein­hard Loos von der Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL) hat­te in den letz­ten Jah­ren immer wie­der die Ein­füh­rung eines Sozi­al­ti­ckets im flä­chen­größ­ten Kreis von NRW bean­tragt, zuletzt im April 2013 bei der Sit­zung zum Zukunfts­pro­gramm des Hoch­sauer­land­krei­ses. Jedes­mal wur­de sein Antrag im Kreis­tag mit gro­ßer Mehr­heit abge­lehnt.

Die NRW-Lan­des­re­gie­rung erläu­tert in ihrer Pres­se­er­klä­rung auch, wel­cher Per­so­nen­kreis Anspruch auf das Sozi­al­ti­cket hat. Es sind: „Alle Per­so­nen, die Arbeits­lo­sen­geld II und Sozi­al­geld, Leis­tun­gen für Grund­si­che­rung im Alter und bei Erwerbs­min­de­rung sowie lau­fen­de Hil­fe zum Lebens­un­ter­halt außer­halb von Ein­rich­tun­gen, Regel­leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz oder lau­fen­de Leis­tun­gen nach der Kriegs­op­fer­für­sor­ge nach dem Bun­des­ver­sor­gungs­ge­setz bezie­hen. Der Kreis kann von den Kom­mu­nen erwei­tert wer­den, etwa um Gering­ver­die­ner oder Wohn­geld­emp­fän­ger.“

Ein­schlä­gi­ge Sta­tis­ti­ken bele­gen, dass Arbeits­lo­sen­geld­emp­fän­ger und Emp­fän­ger von Grund­si­che­rung im Alter auch im Hoch­sauer­land­kreis woh­nen. Man­che Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­ten hier wol­len das anschei­nend nicht wahr haben!?

Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)